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Evangelisches Dekanat Vogelsberg freut sich über gute Resonanz zum Tag der offenen TürNeues Dekanats-Gebäude steckt voller Leben

ALSFELD (ol). Die Sonne schien, die Musik lud zum Verweilen ein, das kulinarische Angebot stimmte und die Fachbereiche des Evangelischen Dekanats Vogelsberg hatten sich allesamt mächtig ins Zeug gelegt. Am Samstag vergangener Woche hatten Dekanatsleitung und Mitarbeitende zu einem Tag der offenen Tür eingeladen, um allen interessierten Menschen die neuen Räume des seit Anfang des Jahres zum flächengrößten Dekanat der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) fusionieren Dekanats zu präsentieren.

Mehr als 30 Menschen arbeiten nun gemeinsam in dem Gebäude am Fulder Tor 28. Laut Pressemitteilung des Dekanats, decken sie Kinder- und Jugendarbeit sowie Bildung und Ökumene ab. Sie seien Kirchenmusiker, machen Innovative Erwachsenenarbeit oder stellen die Notfallseelsorge im Kreis sicher. Sie verwalten den ehrenamtlichen Sprachmittlerpool, füllen die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit mit Leben und natürlich machen sie auch klassische Verwaltungs- Leitungsarbeit.

Kurz: Das neue Gebäude des Evangelischen Dekanats Vogelsberg steckt voller Leben – Angebote wie das Selbstlernzentrum für Migranten und Geflüchtete, die Flüchtlingsberatung oder das Frauencafé runden diesen Eindruck ab und bereichern das Leben im Dekanat um viele Facetten.

Über viel Zuspruch konnte sich das Vogelsberger Evangelische Dekanat freuen. Foto: Joshy John

 

Buntes Programm sorgte für große Resonanz

So war es kein Wunder, dass die Besucherinnen und Besucher nicht nur über das moderne, offene Erscheinungsbild des Dekanats staunten, sondern auch die vielen Angebote begeistert zur Kenntnis nahmen. Die dekanatseigene große Martin-Luther-Figur begrüßte die Gäste am Eingang und lud zu einem Selfie ein. Sie ist dem Dekanat aus dem Luther-Jahr erhalten geblieben und zog viele Blicke auf sich. Im Erdgeschoss präsentierte sich zunächst das Klimacafé der Dekanatsjugendarbeit, die sich damit auch auf die Neuauflage der Vogelsberger Klimakonferenz im Herbst vorbereitet.


Zum Thema Klima und Umwelt hatten die Mitwirkenden hier zwei interessante Gesprächsrunden im Angebot, die sich mit den Themen „Biodiversität“ und „Tod und Leben“ beschäftigten. In den Büros, die allesamt für das Publikum geöffnet waren, konnten Kinder, Jugendliche und auch interessierte Erwachsene an einer Blumenwerkstatt teilnehmen oder Getränkekartons zu witzigen Portemonnaies upcyclen.

Bunt und farbenfroh ging es in der Blumenwerkstatt der Kinder- und Jugendarbeit zu. Foto: Michaela Rojahn

Im großen Sitzungsraum stellte sich das Selbstlernzentrum vor. Interessante Angebote gab es auch aus dem Fachbereich Bildung und Ökumene, u.a. zum Thema Fundraising und Dorfgestaltung. Die Innovative Erwachsenenarbeit stellte ihr Programm vor, und Weltwärts-Praktikant Joshy John hatte viele Informationen zu seiner indischen Heimat Kerala, der Partnergemeinde des Dekanats, vorbereitet.

Für einen ungewöhnlichen musikalischen Impuls sorgte der Bereich Kirchenmusik: Er hatte Anregungen zum „Singen für Dusche und Badewanne“ mitgebracht – ein Angebot, das viele Gäste gerne annahmen. Auch die Mitarbeitendenvertretung und die Notfallseelsorge standen für Gesprächsangebote bereit. Und Zum-Ins-Gespräch-Kommen luden natürlich ganz besonders die neue Dekanin Dr. Dorette Seibert und die Vorsitzende der Dekanatssynode Sylvia Bräuning ein. Im Büro der Dekanin warteten spirituelle Impulse auf die Besucherinnen und Besucher, die sich sehr über die erste Begegnung mit der neuen Dekanatsleitung freuten.

Dekanin Dr. Dorette Seibert freute sich sichtlich, zur Andacht in ihr Dekanat einzuladen. Foto: Traudi Schlitt


In ein Dekanatsgebäude gehören Menschen, Themen und Zusammenkünfte

Dorette Seibert lud pünktlich zur Mittagszeit die Gäste zur Andacht ein, die Dekanatskantor Simon Wahby musikalisch gestaltete. Der große Sitzungsraum im Erdgeschoss füllte sich schnell, denn eine kleine spirituelle Pause kam an diesem heißen, quirligen Samstag vielen Menschen recht.

Etwa zweihundert Besucherinnen und Besucher hatten den Weg zum Tag der offenen Tür nach Alsfeld gefunden und die Gelegenheit genutzt, mit Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen. Für die Dekanatsmitarbeitenden ein schöner Tag, in den sie gerne ihre Vorbereitungszeit investierten, denn in ein Dekanatsgebäude gehören Menschen, Themen und Zusammenkünfte.

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