Foto: Klau Staudt

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Erinnerungen-Ausstellung von Klaus Staudt im Kunstturm Mücke – Vernissage am 5. Mai um 14 UhrPoesie und Sinnlichkeit linearer Kunst

MÜCKE (ol). Auf zwei wirkliche Ausstellungshighlights in diesem Jahr bereiten sich in diesen Tagen die Verantwortlichen des Kunstturm Mücke vor: Mit Klaus Staudt und Imre Kocsis haben die Kuratoren Volker Schönhals und Thomas Vinson zwei Künstler für ihren ungewöhnlichen Ausstellungsort gewinnen können, die in allen namhaften Museen und Sammlungen für konkrete Kunst vertreten sind und zahlreiche große Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland vorweisen können. Nun kommen ihre Werke nach Mücke.


In der Veranstaltungsankündigung des Kunstturms heißt es, den Anfang macht im Mai Klaus Staudt: Vom 5. Mai bis zum 30. Juni zeigt er unter dem Titel „Erinnerungen“ Druckgraphiken und zwei Stelen. Die Vita des Künstlers, der unter anderem von 1974 bis 1985 eine Professur an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main innehatte, zeugt von einer enormen Schaffenskraft und großer künstlerischer Präsenz.

Ein Blick auf seine Arbeiten, Ausstellungen und auch Auszeichnungen zeige das auf eindrucksvolle Weise: Staudt war Mitglied der „nouvelle tendence“, einer Künstlerbewegung der 60er-Jahre, die sich mit den weltweit vorhandenen und sich wiederholenden Ansätzen in der Kunst auseinandersetzte. Er konzipierte die Sammlung konkreter Kunst des Landkreises Cuxhaven und wurde in die Stiftung für Konkrete Kunst und Design Ingolstadt aufgenommen. Staudts Reisen führten ihn nach Spanien, in die USA, als Artist in Residence der Josef und Anni Albers Foundation in Bethany/Connecticut, nach Polen und London.

In verschiedenen Einzelausstellungen und Beteiligungen zeigte Staudt Zeichnungen, Malereien, Objekte und Plastiken sowie gestaltete Glasfenster. Ausgezeichnet wurde Staudt mit dem Ehrenpreis der 5. Internationalen Triennale der Zeichnung, Breslau (1992).

Geometrische Formen und Systeme – geradlinig, klar, nachvollziehbar

Er gelte als Vertreter einer konstruktiv-konkreten Kunst, deren Formen allein aus dem schöpferischen Geist erschaffen werden. Seine in Mücke ausgestellten Graphiken zeigen geometrische Formen und Systeme; geradlinig, klar, nachvollziehbar.

„Sie haben eine eigene ästhetische Note, die sich durch Feinheit und eine spezifische Atmosphäre auszeichnet. Still und dabei doch kraftvoll treten sie uns gegenüber. Sie fordern unser aktives, vielleicht forschendes Sehen, das rasch zu einem visuellen Ereignis wird für denjenigen, der sich auf das Spiel der Farben und Formen, auf Poesie und Sinnlichkeit der linearen Schöpfung einlässt“, forderte Britta E. Buhlmann anlässlich einer Ausstellung Staudts im Museum Pfalzgalerie Kaiserlautern das Publikum genau dazu auf: Ein Sicheinlassen auf geometrische, konstruktive Kunst, die faszinieren wird, eine Einladung auch an das Publikum in Oberhessen.

Der Kunstturm Mücke zeige Staudts Arbeiten vom 5. Mai bis zum 30. Juni. Gefördert werde die Ausstellung vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst sowie ArtRegio. Die Vernissage im Kunstturm findet am 5. Mai um 14 Uhr statt. Zur Einführung werden Volker Schönhals – ehemaliger Schüler von Staudt – und Thomas Vinson sprechen, auch der Künstler selbst werde erwartet.

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