Foto: Pfeifer Group

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Starkes Bekenntnis zur Region - Mitte 2019 Start der CLT-ProduktionPfeifer Group invenstiert rund 25 Millionen Euro in Schlitzer Standort

SCHLITZ (ol). Gut 25 Millionen Euro investiert die seit 1997 in Schlitz ansässige Pfeifer Group derzeit in den Um- und Ausbau ihres Traditions-Standortes. Ab Mitte 2019 startet das holzverarbeitende Unternehmen, das ursprünglich aus Tirol in Österreich kommt, dort mit der Erzeugung von Brettsperrholz, kurz CLT genannt. In der ersten Ausbauphase entstehen dabei 55 neue Arbeitsplätze, später werden es sogar bis zu 100 neue Arbeitsplätze in Schlitz sein.


In der Pressemitteilung des Unternehmens heißt es, im Pfeifer-Werk an der Bahnhofstraße wird derzeit auf Hochtouren gearbeitet. Auf einer Werksfläche von sechs Hektar stellt Pfeifer die Weichen für die Produktion einer Jahreskapazität von 100.000 Kubikmeter fertigem CLT im Vollbetrieb ab 2021. Die um- und neugebauten Lager-, Produktions- und Kommissionierungshallen stehen bereits, die Installation des Maschinenparks sei weit fortgeschritten. Ebenso wurde das komplette Wasser- und Abwassernetz sowie die Stromversorgung erneuert beziehungsweise ausgebaut. Werksleiter Roland Ritter sei mit dem Fortgang der Arbeiten zufrieden: „Alles läuft nach Plan. Wir konnten wichtige Gewerke bereits abschließen und rechnen mit einer ersten Inbetriebnahme im August 2019.“

100 neue Arbeitsplätze entstehen

Das Bekenntnis zum Standort Schlitz sei die logische Konsequenz eines von langer Hand geplanten Ausbau-Schrittes im Produkt-Portfolio. Bauen mit Holz generell und mit Brettsperrholz (CLT) im Speziellen gehöre die Zukunft. Wie Michael Pfeifer, CEO der Pfeifer Group, erklärte sei die Integration von Brennsperrholz in das Unternehmen schon seit langer Zeit ein Thema.

Von der Hard- zur wichtigsten »Software«: Pfeifer schafft mit der Revitalisierung des ehemaligen Schalungsplatten und -trägerwerks als erstes CLT-Werk der Gruppe gleich zu Beginn 55 neue, hochqualifizierte Arbeitsplätze. Im Endausbau werden es rund 100 sein. Die Personalsuche im Einzugsbereich Großraum Fulda/Bad Hersfeld/Vogelsbergkreis sei deshalb in vollem Gange. „Es entstehen interessante und attraktive Arbeitsplätze im gesamten Spektrum modernster Produktionstechnologien. Wir suchen Mitarbeiter für Technik, Planung, Arbeitsvorbereitung, die Produktion mit hohem Automatisierungsgrad, Verwaltung, Vertrieb, Werkstatt und Instandhaltung. Geeignete, qualifizierte MitarbeiterInnen zu finden, ist zurzeit eine große Herausforderung“, erklärte Werksleiter Roland Ritter.

Synergieeffekte der hessischen Werke sollen genutzt werden

Für Pfeifer stand nach eingehender Wirtschaftlichkeitsprüfung außer Zweifel, dass das neue CLT-Werk in Schlitz in unmittelbarer Nähe zum Pfeifer-Standort Lauterbach entstehen soll. Lauterbach könne so als zentraler Zulieferer für Schlitz genutzt werden und durch die Weiterverarbeitung des Schnittholzes vertiefe sich die Wertschöpfung. In Schlitz sei ein Großteil der Infrastruktur bereits vorhanden gewesen, was die Investitions- und laufenden Kosten enorm verringere.

Die Nähe zu Lauterbach bedeute außerdem kurze Transportwege. Ein neues Verkehrs- und Logistikkonzept sorge zudem für die geregelte Zu- und Abfahrt beim Werk und damit für eine möglichst geringe Verkehrsbelastung. „Wir nehmen die Anliegen unserer Anrainer sehr ernst und begegnen ihnen im Dialog. Wir haben wesentliche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung ergriffen, erfüllen alle Auflagen und bewegen uns weit innerhalb des vorgeschriebenen Rahmens“, berichtet Ritter. Die Verkehrsabwicklung am Betriebsgelände erfolgt im Einbahnsystem über die bestehende Zu- bzw. Ausfahrt an der Bahnhofstraße. Die Anliefer- und Abfahrzeit sei auf den Betrieb tagsüber beschränkt.

Auch sonst nehme Pfeifer seine Rolle als stark in der Region verwurzeltes Unternehmen mit langer Tradition sehr ernst – in ökonomischer wie auch in ökologischer Hinsicht. Der Werksleiter, der selbst seit 18 Jahren in einem Ortsteil von Schlitz zu Hause sei, sehe die Revitalisierung des Standortes auch persönlich als große Chance: „ Wir verfügen in Schlitz über ein Betriebsareal mit 60.000 Quadratmetern und sämtlicher Infrastruktur. Nach zweijähriger Pause nimmt Pfeifer den Betrieb wieder auf – mit einem im Grunde neuen Werk am technisch letzten Stand und mit Zukunftstechnologie. Dass diese Revitalisierung hier passiert, macht mich auch persönlich stolz“, erklärte Ritter.

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