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Schuldezernentin Dr. Christiane Schmahl: "Wir schauen genau hin"Erhöhte Kostenschätzung für Sanierung der Willy-Brandt-Schule geprüft

GIEßEN (ol). Die Willy-Brandt-Schule in Gießen soll saniert werden, das hat der Kreistag des Landkreises Gießen 2016 beschlossen. Fachplaner rechnen allerdings jetzt mit deutlich höheren Kosten, als zunächst geplant. Erste Kreisbeigeordnete und Schuldezernentin Dr. Christiane Schmahl hat am Montag den Kreisausschuss über eine entsprechende Prognose des beauftragten Architekturbüros informiert und eine umfassende Prüfung der Zahlen angekündigt.

„Einige Faktoren in der vorgelegten Kostenschätzung sind für uns derzeit nicht nachvollziehbar. Diese werden wir nun genau untersuchen und dann entscheiden, welche Schritte wir gehen“, sagte Schmahl laut Pressemitteilung des Landkreis Gießen. „Wir wollen auf jeden Fall gründlich planen, um das Projekt zuverlässig umsetzen zu können. An den beschlossenen Maßnahmen soll nichts geändert werden.“

Der Kreistag hatte im Dezember 2016 eine umfassende Sanierung der Beruflichen Schule des Landkreises Gießen mit einem geplanten Volumen von 8,5 Millionen Euro beschlossen. Als Gründe für die nun kalkulierten Kostensteigerungen würden seitens der Fachplaner erhebliche Preissteigerungen im Baugewerbe aufgeführt, erklärt Schmahl.

Zusätzliche Ausgaben würden sich auch bei den technischen Gewerken – also Heizung, Toiletten, Lüftungen und weiteres – ergeben. In den kommenden Wochen sollen die Details laut Pressemitteilung gemeinsam mit allen Beteiligten gründlich erörtert, die Ergebnisse und Vorschläge für das weitere Vorgehen in den Gremien des Kreises vorgestellt werden. „Wir schauen genau hin“, erklärt Schuldezernentin Schmahl.

Die geplante Sanierung der Willy-Brandt-Schule umfasse unter anderem notwendige Arbeiten für den Brandschutz und zur Umsetzung eines offenen Lernkonzepts, eine neue Lehrküche und eine Lackierkabine im Außenbereich für die berufliche Ausbildung von Auszubildenden im Maler- und Lackierergewerbe.


Der Landkreis als Schulträger investiere außerdem in die Erneuerung des Daches über dem Erdgeschoss für insgesamt 1,6 Millionen Euro. Drei Viertel der Summe würden als Förderung aus der zweiten Auflage des Kommunalen Investitionsprogramms (KIP) fließen. Diese Arbeiten seien nicht von den angekündigten Kostensteigerungen betroffen.