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Veganer Brunch mit Filmvorführung im Freiwilligenzentrum AlsfeldProbieren, informieren und austauschen

ALSFELD (ol). ARIWA-Vogelsberg und der Veggie-Treff Vogelsberg luden kürzlich zum veganen Mitbring-Brunch ins Freiwilligenzentrum in Alsfeld ein. In Gesellschaft anderer Interessierter tauschten sich die über 30 Anwesenden bei leckerem veganem Essen aus und freuten sich über Selbstgemachtes und Gekauftes, über süße Leckereien und auch Deftiges. Ab 13 Uhr wurde der Dokumentarfilm ‚Ein empfindliches Gleichgewicht‘ gezeigt.

Laut Pressemitteilung der Animal Rights Watch Ortsgruppe Vogelsberg waren alle Interessierten eingeladen ein veganes Gericht für das gemeinsame Buffet mitzubringen, wenn möglich mit der Auflistung der Zutaten, da nicht jeder Gast alles verträgt. Wichtig dabei war, dass die mitgebrachten Speisen frei von allen „Tierprodukten“, also auch frei von Honig, Sahne, Joghurt, Gelatine, tierfetthaltiger Margarine, Tiermilch enthaltendem Käse und allem anderen vom und mit Tier waren. Es gab auch einen Info- und Büchertisch zum Stöbern für Erwachsene und Kinder mit vielen Informationen rund um den Tierschutz, vegane Ernährung und Gesundheit.

Es gab allerhand süße und herzhafte vegane Speisen. Foto: ARIWA-Vogelsberg

Ab 13 Uhr zeigte man den Dokumentarfilm „Ein Empfindliches Gleichgewicht“. Der Film habe umfassend über die Ursachen chronischer Krankheiten informiert, bot Möglichkeiten zur Verbesserung unserer Gesundheit und half, fundierte Entscheidungen für die eigene Ernährung zu treffen.

Auswirkungen und Möglichkeiten

Die Dokumentation zeigte auch die Auswirkungen der Tierausbeutung auf die Umwelt. Weltweit würden jedes Jahr rund 60 Milliarden Tiere für Lebensmittel getötet werden. Man ging den Fragen nach, wie die Fleischproduktion Wassermangel, Hunger und Armut verursache. Der Film habe gezeigt, dass es viele Möglichkeiten gebe, die schädlichen Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren. „Wenn Sie die landwirtschaftliche Oberfläche ändern, ändern Sie tatsächlich das Klima der Region“, sagte Professor Thomas Lyons, von der Fakultät für Umweltwissenschaften und der Murdoch Univerity.


‚Ein empfindliches Gleichgewicht‘ sei geschaffen worden, um den unnötigen Verlust von Menschenleben und das Leiden von Tieren auf der ganzen Welt zu reduzieren. Zum Thema Gesundheit sei festgestellt worden, dass viele Menschen unter ernährungsbedingten Krankheiten wie Krebs, Bluthochdruck, Diabetes, Multiple Sklerose und vielem mehr leiden.

Unter anderem wurden Fragen beantwortet wie: Warum passiert das in einer Zeit, in der die moderne Medizin und Wissenschaft so große Fortschritte gemacht haben, warum sterben wir dreimal häufiger an Darmkrebs, wenn wir Fleisch essen und warum lernen Ärzte im Studium so wenig über Ernährung? Dr. Walter Willet Dr. PH, Abteilung für Gesundheit und Ernährung der Harvard School of Public Health, habe gesagt, dass unsere Ernährung einen enormen Einfluss auf unsere langfristiges Wohlbefinden hat. Der Film habe auch deutlich gemacht, dass das Leben ein empfindliches Gleichgewicht ist und dass wir Menschen die Waage zu unseren Gunsten neigen können.