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Zweistündige Seminare direkt in den GemeinschaftsunterkünftenErste Übergabe von Wohnführerscheinen für geflüchtete Menschen

LANDKREIS GIEßEN (ol). Das „Zertifikat Wohnen und Wirtschaften (WoWi)“ – genannt Wohnführerschein – wird im Jahr 2019 flächendeckend im Landkreis Gießen in allen Gemeinschaftsunterkünften für geflüchtete Menschen angeboten. Die zweistündigen Seminare finden direkt in den Gemeinschaftsunterkünften statt und behandeln die Themen Mieten, Strom, Wasser, Heizen, Lüften, Schimmel, Feuchtigkeit, Müll, Einkaufen, Lagern, Küchengeräte, Reinigen, Waschen und Notfall-Nummern.

Finanziert und organisiert werden die Seminare laut Pressemitteilung des Landkreis Gießen durch die Stabsstelle Flüchtlingswesen sowie unterstützt durch die WIR-Koordination des Landkreises Gießen. „Ich bedanke mich für das neue Angebot ganz herzlich bei den Mitarbeitern der Kreisverwaltung sowie der ZAUG gGmbH und freue mich, dass das freiwillige Angebot so gut angenommen wird“, sagte Landrätin Anita Schneider bei der ersten Übergabe der Wohnführerscheine.

Gemeinschaftsunterkünfte seien nur eine vorübergehende Unterbringung, denn das Ziel der Geflüchteten sei eine eigene Wohnung. Auch deshalb fördere der Landkreis Gießen bezahlbaren Wohnraum. Um die Wohnungssuche der geflüchteten Menschen zu erleichtern, würden sie in den Seminaren über ihre Rechte und Pflichten aufgeklärt werden.


11 Gedanken zu “Erste Übergabe von Wohnführerscheinen für geflüchtete Menschen

  1. Unsere „ELITE“ sollte auch mal an die normalen Bürger denken und paar bezahlbare Whg mehr bauen.

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    1. Sie sind ja ein ganz Schlauer! Gebaut wird doch wie verrückt, weil die Zinsen so niedrig und die Wertsteigerungen für Immobilien – zumindest in den größeren Städten – zu attraktiv sind. Angeschmiert ist doch nur derjenige, der aufgrund seiner Einkommenssituation weder selbst bauen noch Wohneigentum kaufen kann. Der Druck auf den Sektor bezahlbarer Wohnungen, noch verstärkt durch den Wohnbedarf von Zuwanderern, treibt auch hier die Preise. Bei steigenden Baukosten und sinkenden Einkommen des unteren Bevölkerungsdrittels funktioniert das Modell „bezahlbarer Wohnraum“ nicht mehr, weil sich die einkommensschwächere Bevölkerung nur Mieten leisten kann, die unterhalb der Erstellungskosten liegen, die eine ausufernde Bauordnung zusätzlich immer weiter in die Höhe treibt (siehe https://www.hausbauberater.de/bauwissen/kostentreiber-im-wohnungsbau). Deshalb nützt es gar nichts, wenn gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaften usw. jetzt wie wild „Sozial“-Wohnungen bauen. Die können sich die Leute selbst mit einem statistischen Durchschnittseinkommen dann trotzdem nicht leisten.

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      1. Wo wird gebaut in China oder bei dir im Kinderzimmer als Legobausteine ?
        Ich mach mir nicht mal die Mühe dein Gesülze zu lesen die ersten 3-4 >Sätze haben mich schon angekotzt .

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      2. @ Kasimir
        Da Sie weder über Bildung noch über eine gute Kinderstube verfügen, lohnt es auch nicht, Ihren zumeist unflätigen und von verpassten Bildungschancen geprägten Ausführungen irgendein vernünftiges Argument entgegen zu setzen. Wenn hier einzelne Kommentatoren überhaupt auf Ihre Beiträge eingehen, dann nur, um das Niveau der einzelnen Themenseiten nicht in Richtung totaler Braindrain absinken zu lassen. Der durchschnittliche Leser dürfte schon von Fremdschämen geschüttelt werden, wenn unter „Neueste Kommentare“ nur der Name „Kasimir“ auftaucht. Und das leider ziemlich oft.
        P.S.: Passen Sie auf, dass Sie nicht versehentlich auf einen Legostein treten. Das Gejammer will ich mir nicht auch noch anhören.

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  2. @ R.Meier

    Sie, Mensch 2. Klasse? Wenn Sie sich so fühlen, dann ist das ihr Problem. Als Mensch, der die deutsche Sprache beherrscht, sollten sie doch schon in der Lage sein, sich um ihre Rechte und Pflichten selbst zu kümmern! Wenn sie das aber nicht können, bitten sie um Hilfe! Es gibt dafür genug Möglichkeiten!

    Aber Menschen, die in Gemeinschaftsunterkünften unterkommen, haben diese Möglichkeiten nicht. Schon allein die Sprachbarrieren verhindern diese Möglichkeit. Über Ausländerfeindlichkeit und Misstrauen, der durch solche Beiträge, wie zum Beispiel ihre, nur gefördert wird, ganz zu schweigen! Das Asylsuchende und MigrantInnen bei der Wohnungssuche, und auch im Mietverhältnis selbst, oft benachteiligt werden (teils sogar betrogen werden!) – ist ein Fakt! Also bleiben Sie entspannt und kommen sie mal aus ihrer Opferrolle raus! Besiegen sie ihre Angst und leben sie!

    Ich hoffe dieser „Fühererschein“ macht Schule! Gute Arbeit!

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  3. Das ist ja schön, das die Flüchtlinge über Ihre Rechte und Pflichten informiert werden. Bei uns Deutschen gab’s und gibt es sowas meiner Kenntnis nach nicht. Sind wohl doch Menschen 2. Klasse wir Deutschen………
    Armes Deutschland……

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    1. Alles für die Geflüchteten, ist doch normal. Wir dürfen die Großzügigkeit der diversen Insitutionen nur finanzieren.

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    2. Kann ich Ihnen nur recht geben! Bald sind wir nur noch Gäste in Deutschland;-)

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      1. Sind wir nicht alle nur Gäste auf dieser Welt? Von einem blinden Schicksal in den Arsch getreten? Und sind wir nicht gerade dabei, in die Hölle zurück zu kehren, in die das braune Gesindel unser Land nach 1933 verwandelt und damit weltweit die größte Flüchtlingswelle aller Zeiten ausgelöst hatte?
        Und @ Ironie möchte ich mir den dezenten Hinweis erlauben, dass der deutsche Steuerzahler „diverse Institutionen“, die bestenfalls mit Kapitalflüchtlingen zu tun haben, mit weit höheren Beträgen finanziert als das Programm „alles für die Flüchtlinge“ und dafür noch mit Entwertung seiner Spareinlagen = Nullzinsen, Immobilienblase = Wuchermieten sowie dem Verrotten des öffentlichen Eigentums (Investitionsstau) und zunehmender Dysfunktionalität des Staates durch jahrzehntelange Personaleinsparungen büßt:
        https://www.wr.de/wirtschaft/bankenrettung-kostete-steuerzahler-womoeglich-68-milliarden-id215324247.html
        https://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/sparen-und-geld-anlegen/nachrichten/ezb-geldpolitik-kostet-deutsche-sparer-436-milliarden-euro-15025467.html
        https://kommunal.de/gigantischer-investitionsstau-kommunen
        usw., usw., usw.

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      2. @ H. Weppler
        Man muss sich halt entscheiden: Gast oder Gastgeber, wobei schlechte Gastgeber häufig dann die anspruchsvollsten Gäste sind. Oder auf der Speisekarte landen.

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