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Pressemitteilung der privaten Website "Alsfeld-Fremdenverkehr" im Wortlaut„Dein Parkplatz ist größer als mein Kinderzimmer“

ALSFELD (ol). Das Thema Parkplätze ist derzeit in Alsfeld ein heikles Thema. In der Pressemitteilung des „Alsfeld-Fremdenverkehr“, einer privaten Website für Themen wie Mobilitätsvernunft und Lebensqualität in und um Alsfeld heißt es, man gebe Autos mehr Raum als Kindern und würde durch Parkplätze kostbare öffentliche Flächen verschenken. Im Folgenden ist die Meinung  im Wortlaut zu lesen.


„Stadtraum ist knapp. Umso wichtiger ist es, dass dieser Raum gerecht verteilt wird. Beim Parkraum wird die ganze Absurdität der autogerechten Flächenaufteilung offensichtlich: Der Parkplatz für ein Auto hat eine Fläche von mindestens zwölf Quadratmetern und ist damit größer als viele Kinderzimmer. Wir geben unseren Autos mehr Raum als unseren Kindern und verschenken kostbare öffentliche Flächen, damit Menschen dort ihr ungenutztes Privateigentum abstellen können, denn Pkw stehen durchschnittlich 23 Stunden am Tag herum.

Durch die Parkraumbewirtschaftung in der Innenstadt erhalten Städte und Kommunen einen wichtigen Hebel, um den Autoverkehr zu reduzieren und für mehr Flächengerechtigkeit zu sorgen. Es ist sinnvoll, die Anzahl der Parkplätze zu verringern, um Platz für den Bau von Fußgänger- und Fahrradinfrastruktur, für Spielplätze und Grünflächen zu gewinnen. Für die verbleibenden Stellplätze sollte die Kommune Parkgebühren erheben, die dem Wert des öffentlichen Raumes angemessen sind.

Wenn Radfahrende und Zufußgehende komfortabel und sicher unterwegs sind und gleichzeitig das Autofahren unkomfortabler wird, sind mehr Menschen bereit, ihr Auto stehenzulassen. Durch eine Verschiebung hin zu Fuß- und Fahrradverkehr wird der Stadtraum effektiver genutzt und es entsteht dabei Platz zum Spielen und Flanieren.“

5 Gedanken zu “„Dein Parkplatz ist größer als mein Kinderzimmer“

  1. Da kann man nur noch ungläubig mit dem Kopf schütteln. Kennen die Mitglieder der Initiative „Alsfelder Fremdenverkehr“ ihre Stadt? Die Kleinstadt Alsfeld besteht aus 16 Stadtteilen, wobei die Kern“stadt“ nur knapp über 10.000 Einwohner zählt. Um ein halbwegs lebendiges und somit lebenswertes Stadtbild zu erhalten sind zwingend Besucher und Kunden von auswärts (=Fremdenverkehr) notwendig, die in den Geschäften auch Geld ausgeben und diese dadurch auch für die Alsfelder erhalten. Diese Besucher reisen jedoch nicht mit dem Fahrrad oder Bus an, da zu weit weg. Und wer die Kosten und den Aufwand einer Anreise mit der Bahn auf sich nehmen muss, wird sich sicherlich ein zum „Bummeln“ attraktiveres Ziel, wie Fulda, Marburg oder Giessen suchen. Ja, Verkehr muss gesteuert werden. Aber mit Augenmaß und Anpassung auf die eigenen spezifischen Standortbedingungen.

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  2. Vielleicht sollte man sich mal Gedanken um die Flächen machen, die Silvester für das Zünden der Raketen benötigt werden…

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    1. Vielleicht macht man sich aber auch Gedanken darüber, diesen Bullshit einfach komplett zu verbieten. Alsfeld hat doch schon die höchsten Feinstaubwerte in ganz Deutschland… :D Hat keiner Bock drauf, aber Böllern muss natürlich sein.

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