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Fachtag Sucht und Substanzen in GießenEin ganzer Tag im Zeichen der Sucht

GIEßEN (ol). Mitarbeiter aller Sachgebiete im Sozialen Dienst der Jugendämter werden immer wieder mit dem Thema Sucht konfrontiert. Eltern, die Cannabis oder Alkohol konsumieren, schwangere Mütter mit einer fortbestehenden Suchterkrankung oder aber auch Jugendliche und sogar Kinder, welche schon zur Flasche greifen oder regelmäßig am Joint ziehen. Zu dieser Thematik veranstaltete der Landkreis Gießen kürzlich einen Fachtag.

In der Pressemitteilung der Stadt Gießen heißt es, nur in den allerseltensten Fällen wird das Problem gesehen und eingeräumt. Verleugnungstaktiken seien erprobt und lassen eine Reflektion mit dem Thema kaum zu. Sind Kinder betroffen wird die Arbeit mit den Eltern durch ihre Sucht sehr schwierig. Wie kann es gelingen, Eltern und Jugendliche zur Therapie zu motivieren, welche Therapieform ist angezeigt, wie sehen die katastrophalen Folgen einer Suchterkrankung aus, wie kann ein Nachweis des Konsums aber auch der Abstinenz geführt werden?

Dazu und zu weiteren wichtigen Fragen hat der Leiter des Suchthilfezentrums Gießen, Dr. Bernd Hündersen, über sechs Stunden mit Fachkräften des Sozialen Dienstes der Jugendämter von Stadt und Landkreis Gießen gearbeitet und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter damit gut fortgebildet. Gießens Jugenddezernentin Gerda Weigel-Greilich konnte über 60 Mitarbeiter der Jugendämter zu der Veranstaltung in den Räumen des Landkreises auch im Namen des Hauptamtlichen Kreisbeigeordneten und zuständigen Dezernenten des Landkreises, Hans-Peter Stock, begrüßen.

Insgesamt stand der von Stadt und Landkreis Gießen gemeinsam geplante Fachtag ganz im Zeichen guter interkommunaler Zusammenarbeit der Sozialen Dienste der beiden Jugendämter von Stadt und Landkreis Gießen, sowie einer fachlich fundierten erfolgreichen Zusammenarbeit mit den freien Trägern der Jugendhilfe, von der, wie Stadträtin Weigel-Greilich betonte, „alle Beteiligten profitieren“.