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14 Großplakate um Vogelsberg als attraktiven Wohn- und Lebensort zu bewerbenPlakataktion für ein neues Vogelsberger Selbstbewusstsein

VOGELSBERG (ol). Großflächenplakate mit den Botschaften „Freiraum zum Wohlfühlen“ und „Freiraum für Familie und Beruf“ säumen derzeit die Hauptverkehrsachsen im Vogelsberg. An insgesamt 14 Stellen wird der Vogelsberg im Vogelsberg als attraktiver Wohn- und Lebensort beworben – genauer gesagt stehen die Werbeflächen in Alsfeld, Homberg, Lauterbach, Mücke, Romrod, Schlitz und Schotten.

„Es geht uns um ein neues Vogelsberger Selbstbewusstsein und eine positive Identifikation mit der eigenen Region“, sagte der Erste Kreisbeigeordnete und Wirtschaftsdezernent Dr. Jens Mischak in der Pressemitteilung des Kreises. Die Botschaft richte sich einerseits an die eigene Bevölkerung, insbesondere junge Menschen, die man gerne in der Region halten und denen man Perspektiven aufzeigen wolle.

„Andererseits sprechen wir damit potentielle Neubürger an, die vielleicht auf ihrem Weg zur Arbeit durch den Vogelsberg pendeln oder als Wochenendausflügler und Besucher auf die Plakate aufmerksam werden“, ergänzte Mischak. Wohnraum in städtischen Regionen sei schließlich knapp und für viele Menschen – gerade für junge Familien – oft nicht mehr bezahlbar.

An insgesamt 14 Stellen im Vogelsberg selbst – genauer: in Alsfeld, Homberg, Lauterbach, Mücke, Romrod, Schlitz und Schotten – werbe man deshalb mit dem Großplakaten. Außerhalb des Kreises werbe man nicht, wie die Pressestelle des Vogelsbergkreises auf Anfrage von Oberhessen-live bestätigte. Die Plakataktion habe man als eine Art „Testlauf“ zunächst auf eigene Standorte innerhalb des Kreises beschränkt. „Dabei wurde darauf Wert gelegt, dass sie an strategisch günstigen Stellen, sprich: an viel befahrenen Bundesstraßen stehen“, heißt es aus der Pressestelle weiter.

Ob zu einem späteren Zeitpunkt weitere Aktionen mit Plakatwänden außerhalb des Kreises stattfinden werden, sei zum Einen abhängig von der Resonanz darauf. Zum Andern sei es aber auch eine Frage des Geldes: Die aktuelle Plakataktion koste den Kreis etwa 6.500 Euro.

Plakataktion: Wirtschaftsdezernent Mischak freut sich darüber, dass es echte Vogelsbergerinnen und Vogelsberger sind, die sich mit ihren Gesichtern und Geschichten für die Region einsetzen. Foto: Gaby Richter

Die Plakataktion gehöre als einer von mehreren Bausteinen zum Standortmarketing des Vogelsbergkreises, einem Prozess, in dem von Beginn an viele Akteure aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung eingebunden waren. Das gemeinsam erarbeitete Konzept gebe die Richtung vor: Junge Familien und junge Fachkräfte aus der Region und von außerhalb wurden als erste und wichtige Zielgruppe definiert. Die aktive Ansprache geschehe beispielsweise auch durch die Anfang Juli neu an den Start gegangene Imageseite www.vogelsberg.de oder mit Kurzvideos zu den Themen Leben und Arbeiten im Vogelsberg.

Mischak sei von der Authentizität der Aufnahmen begeistert: „Wir freuen uns besonders, dass wir echte Vogelsbergerinnen und Vogelsberger für Fotos und Videos gewinnen konnten. Sie alle sind überzeugt von unserer Region und unterstützen die Aktionen deshalb gerne mit ihrer persönlichen Geschichte, dafür ein herzliches Dankeschön“.

4 Gedanken zu “Plakataktion für ein neues Vogelsberger Selbstbewusstsein

  1. Eine Schande, was einst grossmäulig als Imagekampagne angekündigt war wird jetzt als Alibi im Vogeksberg plakatiert um den Leuten vorzugaukeln man hätte ja etwas getan. Eine Frechheit gegenüber dem Steuerzahler und den Unternehmern die im Rahmen im Rahmen des UnternehmerDialogs sich eingebracht haben und eine Imagekampagne einst befürworteten. Das Görig so ist war hinlänglich bekannt aber das auch Mischak sich solche üblen Spielchen und Gaukelnummern erlaubt schockt mich. Glaubt ihr nur schön weiter wir wären zu blöde das zu erkennen… Da kann sich jemand die nächste Landratswahl schon mal in die Haare schmieren.

  2. @ Nix verstehen
    „Ob zu einem späteren Zeitpunkt weitere Aktionen mit Plakatwänden außerhalb des Kreises stattfinden werden, sei zum Einen abhängig von der Resonanz darauf. Zum Andern sei es aber auch eine Frage des Geldes: Die aktuelle Plakataktion koste den Kreis etwa 6.500 Euro.“
    Verstehen Sie jetzt? Weil das Geld nicht langt, stellt man die teuren Plakate erst mal vor der eigenen Haustür auf. Und wenn sich dann herausstellt, dass der Schwarzstorch keinen einzigen zusätzlichen Vogelsberger bringt… Ja, was dann? Lässt man das Standortmarketing mit Plakatwänden dann ganz sein oder stellt man für sehr viel mehr Geld sehr viel mehr Plakatwände auch außerhalb des Vogelsbergs auf?
    Der Schildvulkan schläft. Wir Schildbürger nicht.

  3. „An insgesamt 14 Stellen wird der Vogelsberg im Vogelsberg als attraktiver Wohn- und Lebensort beworben – genauer gesagt stehen die Werbeflächen in Alsfeld, Homberg, Lauterbach, Mücke, Romrod, Schlitz und Schotten.“
    Wer als „echte(r) Vogelsberger*in“ die Attraktivität seines Wohn- und Lebensorts von Plakatwänden ablesen muss, dürfte nicht gerade vor Selbstbewusstsein strotzen. Wohl wieder mal so eine Placebo-Aktion zur Selbstbeweihräucherung, um noch unvergeudete Fördermittel aufzubrauchen. Kaum sind die Papperlapapp-Papp-Plakate aus dem Wahlkampf abmontiert, wird das nächste Papperlapapp plakatiert. Topperlatopp! Ganz tollalatoll!

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