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Gesundheitsdezernent des Landkreis Gießen ruft zur Vorsorge aufDie beste Zeit zur Grippeschutzimpfung

LANDKREIS GIEßEN (ol). Den Beginn der alljährlichen „Schnupfensaison“ und das Auftreten vereinzelter Grippefälle nimmt Hans-Peter Stock als Hauptamtlicher Kreisbeigeordneter und Gesundheitsdezernent des Landkreises Gießen zum Anlass, auf die Bedeutung der Schutzimpfung gegen die echte Grippe (Influenza) hinzuweisen.

„Jetzt ist die beste Zeit, um der Grippe durch eine Impfung vorzubeugen. Die Grippe ist eine schwerwiegende Erkrankung, die besonders Personen ab 60 Jahren und chronisch Kranke aller Altersstufen gefährdet“, sagt Stock in der Pressemitteilung des Landkreis Gießen. Bei diesen Personengruppen könne es im Krankheitsverlauf häufiger zu Komplikationen wie einer bakteriellen Lungenentzündung kommen, die im schlimmsten Fall sogar tödlich enden können.

„Diese Personengruppen sind daher vorrangig aufgerufen, sich impfen zu lassen. Auch medizinisches Personal und Personen mit umfangreichem Publikumsverkehr sollten sich unbedingt impfen lassen, da sie sich nicht nur selbst anstecken, sondern die Infektion auch weitertragen können“, betont die kommissarische Leiterin des Gesundheitsamtes Christine Jung. Vor allem für das Personal in Krankenhäusern sehe die Medizinerin eine besondere Verantwortung. Typisch für die Influenza, deren Viren durch Niesen, Husten, Sprechen oder über die Hände übertragen werden, sei der plötzliche Beginn mit hohem Fieber, Kopf-, Glieder- und Muskelschmerzen, oft zusammen mit trockenem Husten oder Halsschmerzen.

Sich jedes Jahr neu impfen lassen

„Wegen der Veränderung des Grippevirus sollte die Impfung jedes Jahr neu durchgeführt werden“, erklärt Hans-Peter Stock. „Denn jährlich werden in den weltweiten Referenzzentren der Weltgesundheitsorganisation die typischen Veränderungen der Grippeviren registriert und der Impfstoff den aktuellen Gegebenheiten angepasst“, ergänzt Christine Jung. Weiterhin sei die Impfung gut verträglich und werde von den Krankenkassen oder zum Teil auch vom Arbeitgeber bezahlt.

In diesem Jahr bietet die Kreisverwaltung Gießen eine Grippeschutzimpfung für ihre Beschäftigten an. Denn abgesehen von den gesundheitlichen Auswirkungen sind auch die betriebswirtschaftlichen Auswirkungen bei einer Häufung von Erkrankungen nicht zu unterschätzen. „Kleiner Pieks, große Wirkung“, mit diesen Worten lässt sich Hans-Peter Stock die Injektion mit dem Grippeimpfstoff in den Oberarm spritzen.

Die Empfehlung der ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut (RKI) sieht vor, neben Menschen über 60 Jahren oder mit chronischen Erkrankungen, auch Schwangere routinemäßig gegen Influenza zu impfen. Denn Schwangere würden aufgrund ihrer veränderten Immunitätslage sehr schwer erkranken können. Darüber hinaus schütze die Impfung auch indirekt die neugeborenen Kinder.

Zusätzlich erinnern Gesundheitsdezernent Hans-Peter Stock und Christine Jung daran, dass sich Personen ab 60 Jahren sowie chronisch Kranke außerdem gegen Pneumokokken impfen lassen sollten. „Das Bakterium ist häufig der Auslöser für schwere Lungenentzündungen, insbesondere nach einer Infektion durch Influenza. Bei diesen Personen sollte geprüft werden, ob sie bereits eine Impfung gegen Pneumokokken erhalten haben. Falls nicht, ist sie noch am selben Tag möglich – allerdings am anderen Arm. So erhält man Schutz im Doppelpack“, rät der Gesundheitsdezernent abschließend.

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