Landrat Manfred Görig (Mitte) informiert sich gemeinsam mit Schottens Bürgermeisterin Susanne Schaab (links) und Vertretern der Telekom sowie der Baufirma über den Fortgang der Arbeiten in Schotten. Foto: Sabine Galle-Schäfer/Vogelsbergkreis

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Investition in die Zukunft der Region: In Schotten werden 25 Kilometer Glasfaser verlegtSchnelles Internet für 2.100 Haushalte in Schotten

SCHOTTEN (ol). Angelaufen ist der Glasfaser-Ausbau der Telekom in Schotten. Im Ortsnetz 06044 werden rund 25 Kilometer Glasfaser verlegt und 20 neue Multifunktionsgehäuse aufgestellt. 2.100 Haushalte sollen dadurch mit schnellem Internet versorgt.

„Dadurch werden rund 2.100 Haushalte in der Kernstadt Schotten sowie in den Stadtteilen Betzenrod, Einartshausen und Götzen mit Geschwindigkeiten von bis zu 100Mbit/s versorgt“, kündigte Oliver Knöll, Regio Manager der Telekom Deutschland, im Gespräch mit Landrat Manfred Görig und Schottens Bürgermeisterin Susanne Schaab an. So aus der Pressemitteilung des Kreises.

Der Landrat unterstrich dabei die Bedeutung eines zügigen Ausbaus. „Wir müssen die Menschen im Vogelsbergkreis so schnell wie möglich mit einer guten und schnellen Internetverbindung versorgen. Eine leistungsstarke Übertragungsrate dient schließlich der Zukunftssicherung unserer gesamten Region als Wohn- und Wirtschaftsstandort.“

Auch Bürgermeisterin Susanne Schaab bestätigte: „Ein schneller Internet-Anschluss gehört heute zu den wichtigsten Forderungen, die von Bürgerinnen und Bürgern und mittelständischen Unternehmen an Politik gestellt werden.“

Den werde es nach Angaben der Telekom in wenigen Monaten in der Kernstadt Schotten und den drei Stadtteilen geben: Das maximale Tempo beim Herunterladen steige auf bis zu 100 Megabit pro Sekunden, und beim Hochladen auf 40 Mbit/s, so Oliver Knöll. Er kündigte an, dass die Telekom ab November Informationsveranstaltungen für die Bürger anbieten und die neuen Angebote vorstellen werde.

3 Gedanken zu “Schnelles Internet für 2.100 Haushalte in Schotten

  1. Ist ja meine Rede. Wenn es nun schon so lange dauern musste, bevor sich überhaupt mal was getan hat: Warum dann nicht das Beste vom Besten, um im Zeitalter von „Big Data“ den Nachteil gegenüber den Ballungsgebieten wenigstens auf dem Gebiet der Informationstechnologie auszugleichen. So wird wieder nur davon geredet, dass mit Dekonzentration und Homeoffice die Arbeitsplätze aufs Land zurückkehren könnten. Da werden große Teile des Vogelsbergs mal wieder außen vor bleiben. Man begreift’s langsam nicht mehr. Provinz bleibt eben Provinz, Brain Drain bleibt Brain Drain.

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  2. Wow 100Megabits pro Sekunde!!!! Ich weiss besser als nichts aber Leute in welchem Zeitalter lleben wir Bitte!!!!

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  3. Toll! Lange genug saß Häschen in der Grube und schlief. Wie der „Vulkan aktiv“. Doch nun ist Häschen aufgewacht und unterstreicht, während die Telekom eine Grube gräbt und Häschen beifallheischend in selbige hinein schaut, die Bedeutung des zügigen Ausbaus „einer guten und schnellen Internetverbindung“ mit einer leistungsstarke Übertragungsrate. Doch es handelt sich eben nicht um die beste und schnellte Internetverbindung nach dem Verfahren FTTB (Fibre To The Building), also das Verlegen von Glasfaserkabeln bis ins Gebäude. Das bekommt man nur dort, wo man sich nicht auf die Kooperation mit der Telekom eingelassen hat. Denn die verlegt Glasfaser nur zwischen den sog. „Multifunktionsgehäusen“ (früher nannte man das Verteilerkästen). Ab da geht es mit beschleunigtem Kupferkabel (Vectoring), einer veralteten Technologie, für die aber die Telekom ein Monopol besitzt, weiter in die einzelnen Haushalte, während z.B. Mitbewerber Vodafone die Glasfaserleitung bis zur Türschwelle verlegt. Und während Häschen in die Grube schaut und die maximal zweitbeste Lösung bejubelt, schaut „die Bevölkerung“ hinsichtlich der besten Technologie in die Röhre.
    Übrigens: Im Koalitionsvertrag von CDU, SPD und CSU wird zwar die Glasfaser als die einzig zukunftsfähige Breitbandtechnik im Festnetzbereich bezeichnet. Doch lässt man sich auch hier ein Hintertürchen offen, damit der einstige Staatskonzern Telekom, an dem der Staat weiterhin beteiligt ist, eine gute Rendite erwirtschaftet. Und so wird die Forderung nach flächendeckendem Glasfasernetz durch das Wort „möglichst“ eingeschränkt: „Glasfaser in jeder Region und jeder Gemeinde, möglichst direkt bis zum Haus.“

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