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Bürgermeister Paule zu Besuch bei der BaugenossenschaftEines der größten Mehrfamilienhäuser im Vogelsbergkreis

ALSFELD (ol). Das Objekt Landgraf-Hermann-Straße 17 beschäftigt die Bau- und Siedlungsgenossenschaft Alsfeld e.G. schon seit geraumer Zeit. Mit jetzt insgesamt 47 Wohnungen dürfte es sich um das größte Mehrfamilienhaus im Vogelsbergkreis handeln. Wegen verschiedener offener Fragen im Genehmigungsverfahren zwischen der Stadt und der BSG bot sich ein Ortstermin an, den Herr Bürgermeister Paule spontan annahm.

In der Pressemitteilung der Stadt Alsfeld heißt es, der Bürgermeister zeigte sich bei dieser Gelegenheit sehr interessiert an dem Fortschritt der Bauarbeiten und besichtigte auch zwei noch nicht vermietete Wohnungen. Das ursprünglich von der Stadt errichtete Gebäude wurde von der Gemeinnützigen Bau-und Siedlungsgenossenschaft (BSG) im Jahr 2003 übernommen und Ende 2016 wurde begonnen, das Gebäude grundlegend zu sanieren.

Zu den bestehenden 36 Wohnungen wurden jetzt durch die Errichtung eines zusätzlichen Stockwerkes weitere 11 weitere Wohnungen geschaffen. Von den anwesenden Vorstandsmitgliedern erfuhr Herr Paule, dass das Gebäude nach den neuesten Vorschriften grundsaniert wird und mit einem Aufzug ausgestattet wurde, so dass alle Wohnungen barrierefrei erreicht werden können. Eine Kostendeckung war nicht geplant und sei aufgrund der Diskrepanz zwischen Baupreisen und den erzielbaren Mieten auf dem Alsfelder Wohnungsmarkt auch nicht möglich.

4 Gedanken zu “Eines der größten Mehrfamilienhäuser im Vogelsbergkreis

  1. Na lieber Theo, da machen sie ihren „Wahlkampf“ für die längst bedeutungslose SPD aber auf gruselige Weise.

    Wo gibt es noch bezahlbaren Wohnraum? Im Vogelsberg an jeder Ecke, in jedem Dorf, an jeder Wiese… hier kann man inzwischen Häuser kaufen, da zahlt man im Rhein-Main-Gebiet eine höhere Miete als hier der Abtrag inkl. Sanierung für ein Haus. Selten so ein schlechtes Argument gelesen.

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  2. Sagt ein Theo zum anderen… Egal, wenn ich es richtig verstehe, wird hier das altbekannte Problem angesprochen, dass Wohnungsneubau sich im Vogelsbergkreis nicht lohnt, weil das eingesetzte Kapital sich über die erzielbaren Mieten nicht verzinst. Und das trotz einer in der Bundesrepublik bisher noch nie erlebten Phase der Niedrigzinsen. Und offensichtlich ist es so, dass bei Gebäudemodernisierungen selbst moderate Anpassungen der Mieten nach oben, die sich immer noch im Bereich der Vorgaben des sozialen Wohnungsbaus bewegen, die Bestandsmieter überfordern. Da kann einen vor der Zukunft nur grausen! Doch die Verantwortung liegt bei der Politik! Die Pflicht zur Daseinsvorsorge für ALLE Bürger wurde sträflich vernachlässigt. Wenn Bundespräsident Steinmeier immer wieder nach dem Kitt fragt, der angesichts einer „aus den Fugen“ geratenen Welt die Gesellschaft zusammen hält, dann sollte vielleicht einmal nach den Lebensbedürfnissen der Menschen gefragt werden, die demnächst den Kitt aus den hier erwähnten Fugen fressen müssen, weil die gewählten Volksvertreter als die wahren Wutbürger (Spar-Wut, Arbeitsmarkt-Deregulierungs-Wut, baurechtliche Regulierungs-Wut und so fort) im Rausch des Neoliberalismus jegliche Fürsorge- und Vorsorge in einer alternden Gesellschaft aufgegeben haben. Sie wissen doch alle, dass dieses System an die Wand fährt und die Eigendynamik der Spirale abwärts durch ein bisschen sozialen Wohnungsbau in Großstädten oder irgendein Gebastel an der Mietpreisbremse gar nicht mehr aufzuhalten ist. Nach seriösen Presseberichten ist der durch jahrzehntelanges Kaputtsparen eingetretene Sanierungsstau kaum noch aufzuarbeiten (siehe https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/sanierungsbedarf-investitionsstau-macht-deutsche-schulen-marode/22915050.html?ticket=ST-3820738-k94Xay1mIyvj5IzD7ky0-ap3). Gestern erst bestätigte dies in dramatischer Form ein Bericht von Frontal 21 (ZDF). Hier der Link zum Sendemanuskript „Bruchbuden der Bildungspolitik“ (https://www.zdf.de/assets/manuskript-bruchbuden-der-bildungsrepublik-100~original). Wie die Aufzeichnung belegt (https://www.zdf.de/politik/frontal-21/frontal-21-vom-4-september-2018-100.html, ab Zähler-Nummer 23:26) entblöden sich die politisch Verantwortlichen nicht, wahrheitswidrig die Erledigung bestimmter Sanierungsarbeiten zu behaupten, obwohl diese gar nicht stattgefunden haben. Realität findet offensichtlich nur noch bei den Betroffenen statt. In den Echokammern der Politik hat man den Boden der Realität längst verlassen. Mein Vertrauen in die etablierten Parteien und die sog. Eliten ist inzwischen auf dem Nullpunkt.
    „Steh‘ auf, du faules Murmeltier / Bevor ich die Geduld verlier'“ (Schlagertext). Theeeeooooo, wir fahr’n nach… Und dann wird’s ungemütlich!

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  3. Hat man Herrn Paule auch gesagt, das diese Sanierung zum Teil auf Kosten der Altmieter gehen? Gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Lärm und Dreck, ganz zu schweigen von der Mietpreisehöhung, die von einigen nur schwer zu verkraften sind.wo gibt es noch Wohnungen, die dann noch bezahlbar sind? In meinen Auden kein Vorbildprojekt!!!

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  4. Hierzu muss man aber bemerken. Die Sanierung geht auch zum Großteil,auf Kosten der Mieter (Mietpreiserhöhung):und deren gesundheitlichen Belastung durch Lärm und Dreck!!!! Wer fragt nach den Mietern, für die dieser finanzielle Belastung nicht oder gradeso gewachsen ist. Hat man das auch Herrn Paule gesagt???

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