SPD Landtags-Direktkandidat Swen Bastian (links) überreicht in Alsfeld gemeinsam mit Mitgliedern der SPD Kreistagsfraktion Erfrischungsgetränke an DRK-Kreisgeschäftsführer Thorsten Ellrich (Zweiter von rechts) und Andreas Fischer (Vierter von rechts). Foto: Marc-Andre Herbst

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SPD Landtags-Direktkandidat Swen Bastian beim DRK Kreisverband AlsfeldUnterstützung für das Ehrenamt im Alltag leben

ALSFELD (ol). „Mit Sonntagsreden wird dem Ehrenamt nicht geholfen. Man muss die Unterstützung im Alltag auch leben.“, betonte der heimische SPD Landtags-Direktkandidat Swen Bastian am Mittwochabend beim Besuch des DRK Kreisverbandes Alsfeld. Passend zum DRK-Motto „Viele reden vom Helfen – wir tun es“ stiftete Bastian Erfrischungsgetränke für den nächsten Kameradschaftsabend.

Ehrenamtliche Helfer hatten erst kürzlich die überflutete Kleiderkammer im Kellergeschoss gereinigt, nach dem das Gebäude „In der Au“ durch heftigen Starkregen in Mitleidenschaft gezogen wurde. Wie die SPD in einer Pressemeldung bekannt gibt, tauschten sich DRK-Kreisgeschäftsführer Thorsten Ellrich und Mitarbeiter Andreas Fischer mit Bastian und Vertretern der SPD Kreistagsfraktion vor Ort über die aktuellen Herausforderungen der Hilfsorganisation aus.

Rund 5.000 Mitglieder sind im DRK Kreisverband Alsfeld organisiert und etwa 250 Helfer der Bereitschaften leisteten pro Jahr an die 80.000 ehrenamtliche Dienststunden. Neben der Ausbildung in Erster Hilfe und in lebensrettenden Sofortmaßnahmen, der Durchführung von Sanitätsdiensten und dem Betrieb von Kleiderkammern, gehören inzwischen auch ein Menü-Service, betreutes Wohnen sowie das Angebot eines Hausnotruf-Systems zu den Dienstleistungen des DRK. „Über das Ehrenamt finden auch immer wieder Aktive den Weg zur hauptamtlichen Tätigkeit beim DRK Rettungsdienst Mittelhessen, an dem der Kreisverband Alsfeld mit 20 Prozent beteiligt ist. Das ist wichtig, denn landesweit werden im Rettungsdienst dringend Mitarbeiter gebraucht“, berichtete Geschäftsführer Ellrich.


Keine Toleranz bei Gewalt gegen Rettungskräfte

Während der Einsätze komme es leider auch im Vogelsbergkreis hin und wieder zu gewalttätigen Übergriffen auf Rettungskräfte, wie Andreas Fischer erläutert habe. Im Rahmen des Sanitätsdienstes beim Faschingsumzug in Mücke, bei dem regelmäßig mehr als 50 Helfer des DRKs im Einsatz seien, sei es zur Gewalteinwirkung gegen ein Fahrzeug sowie einen ehrenamtlichen Helfer gekommen. „Gewaltbereitschaft und Respektlosigkeit gegenüber Einsatzkräften sind inakzeptabel und müssen unterbunden werden. Das verlangt nach konsequentem Entgegenwirken.“, sagte SPD-Direktkandidat Bastian.

Dazu braucht es dringend zusätzliche Polizeibeamten in der Fläche sowie besser ausgestatteter Gerichte, um alle Vorfälle schnell aufklären und ahnden zu können. „Unser Vorschlag, rund um die Uhr an jeder Polizeistation einen zusätzlichen Streifenwagen mit Besatzung zu stationieren, kann dabei konkret helfen.“, machte Bastian deutlich. Es passe nicht zusammen, dass die hessische CDU in ihrer Regierungszeit seit 1999 zwar den Abbau von 1.000 Vollzugsstellen und 600 Tarifstellen bei der Polizei zu verantworten habe, auf konkrete Vorfälle aber mit reflexartigen Diskussionen nach härteren Strafen reagiere. „Wer es mit der inneren Sicherheit ernst meint, der muss auch die dafür notwendigen Stellen sowie die Ausstattung bereitstellen“, sagte der SPD-Landtags-Direktkandidat. Ohne die Unterstützung der ehrenamtlichen Helfer seien viele Großveranstaltungen im Vogelsbergkreis nicht mehr durchführbar. Daher müsse der Schutz der Einsatzkräfte jederzeit sichergestellt werden.

Bastian dankte den Vertretern des DRK Kreisverbandes stellvertretend für das enorme Engagement aller Mitglieder. Im Bedarfsfall sei das Rote Kreuz in der Lage, schlagkräftige Einheiten zur Rettung von Gesundheit und Menschenleben zur Verfügung zu stellen. „Ein funktionierender Katastrophenschutz ist ohne das DRK nicht vorstellbar. Der Kreisverband kann auf diese Leistung und das gute Zusammenwirken von Haupt- und Ehrenamt stolz sein. Es kommt eben nicht von ungefähr, dass das DRK ein hohes Ansehen genießt und sehr positiv wahrgenommen wird.“, stellte der SPD Landtagskandidat zum Abschluss des Gespräches heraus.