Entfernung der Wuchshülle. Foto: Verein Schöner Ausblick e.V.

Kultur0

Verein Schöner Ausblick e.V. pflegt Erlenbruchwald und kontrolliert NistkästenSommerliche Vormittagsstunden im Wald

ELBENROD (ol). Gemeinsam mit Alsfelds Revierförster Tobias Behlen von HessenForst verbrachten Mitglieder des Vereins Schöner Ausblick e.V. und Interessierte, darunter viele Kinder, sommerliche Vormittagsstunden im Wald. Dabei stand ein Arbeitseinsatz am Patenschaftsprojekt Erlenbruchwald sowie die Kontrolle der vor zwei Jahren gebauten und angebrachten Nistkästen auf dem Programm.

„Der Verein hat 2014 die Patenschaft für den Erlenbruchwald übernommen, damals zur Aufforstung circa 100 Erlenstecklinge gepflanzt und zum Schutz vor Verbiss mit Wuchshüllen umgeben“, sagte Dr. Sachiko Scheuing, 1. Vorsitzende des Vereins. „Wir sind erfreut über das Ergebnis nach vier Jahren. Die Bäume sind gut angewachsen.“ Zwei bis drei Meter hohe Erlen mit kräftigen Stämmchen habe der Verein nun von den Wuchshüllen befreien können.

Die Entfernung einer Wuchshülle. Foto: Verein Schöner Ausblick e.V.

Förster Tobias Behlen erklärte, dass die Steinfirst mit zahlreichen Quellen und Quellhorizonten durchzogen sei. Eine dieser Quellen entspringe direkt oberhalb des Waldstücks, daher sei der Boden dort das ganze Jahr über sehr nass und damit ideal für die Erle. Erlen seien somit an diesem Standort nachhaltige Bäume für mindestens die nächste Waldgeneration.


Beim Rundgang zu den im Jahr 2016 selbst gebauten und aufgehängten 15 Nistkästen sollen die Teilnehmer etliche durch Blau- und Kohlmeisen belegte Nester entdeckt haben. „Das gab gespannte Gesichter, wenn vorsichtig in die Kästen geschaut wurde. Dass fast alle Kästen genutzt werden von Meisen, ist der Beweis, dass sich der Einsatz gelohnt hat“, sagte Vorstandsmitglied Sigrun Pahl.

Die Kontrolle von Nistkästen. Foto: Verein Schöner Ausblick e.V.

„Der Verein Schöner Ausblick e.V. möchte mit seinen Aktivitäten einerseits einen Beitrag zum achtsamen Umgang mit Natur und Umwelt leisten“, sagte Dr. Sachiko Scheuing. Das sei gerade auf dem Hintergrund einer Energiewende, die mittlerweile auch in das Ökosystem Wald mehr und mehr eindringe, von großer Bedeutung. Ebenso sei es für den Verein wichtig, unberührte Ökosysteme zu schützen und die Vielfalt von Pflanzen- und Tierarten zu sichern.