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Jahreshauptversammlung Skiclub Herchenhain e.V. – Skilift Herchenhainer HöheCirca 1.200 Stunden gemeinnützige Arbeit

HERCHENHAIN (ol). Etwa 70 Mitglieder und Gäste waren der Einladung am 13. April in das DGH Herchenhain gefolgt. Auch Mitglieder aus Offenbach nahmen die Anreise auf sich um sich über den aktuellen Stand der Dinge am Skilift Herchenhain zu informieren.

Die Mitglieder des Skiclubs haben der Pressemitteilung zufolge im Jahr 2017 circa 1.200 Stunden gemeinnützige Arbeit geleistet. Das gliederte sich in folgende Arbeitseinsätze: 370 Stunden Erneuerung der Steuer- und Sicherheitselektrik, 130 Stunden Erneuerung des Liftseils, 75 Stunden Forstarbeiten, 70 Stunden sonstige Arbeiten am Skilift,156 Stunden Liftdienst im Skibetrieb, 72 Stunden Dienst am Imbiss bei Liftbetrieb. Hinzu kamen noch Planungsstunden und Vorstandssitzungen.

Mit dem Liftbetrieb in der Saison 2017/2018 seien sie sehr zufrieden gewesen. Vor Weihnachten sei der Lift seit über 10 Jahren nicht geöffnet gewesen. 2017 verzeichneten sie sieben Lifftage und drei Tage Imbiss, 2018 hingegen zehn Lifftage und vier Tage Imbiss. Das ergebe eine Saison von 17 Lifftagen und sieben Tagen Imbiss.

Endlich ordentliche Rahmenbedingungen

Durch den Imbissbetrieb mit WC sollen sie endlich ordentliche Rahmenbedingungen beim Skifahren bieten können. Dies sei insbesondere von den Skifahrern sehr gelobt worden, die die Bedingungen der Vorjahre kannten. Mit 271 Mitgliedern per 1. April 2018 und den dazugehörigen Mitgliedsbeiträgen, sei der Liftbetrieb zukünftig gesichert – zumindest finanziell.

Die Kassenprüfer Bürgermeister Sebastian Stand und Bürgermeister a.D. Manfred Dickert sollen dem Kassenwart eine vorbildliche Buchführung bescheinigt haben und entlasteten den geschäftsführenden Vorstand entsprechend. Heinz Schneider, Otto Adolph und Helmut Oechler – die altgedienten Liftboys, wurden von der Mitgliederversammlung zu Ehrenmitgliedern ernannt. Eindrucksvoll erzählten sie von den letzten 50 Jahren, in denen sie den Skilift geführt haben. Schneewehen auf der der Liftbahn so hoch, dass die Liftbügel darin gehangen haben und die Skifahrer mit den Skiern darin stecken blieben. Diese sollen per Schaufel abgetragen werden mussten und nicht mit der Pistenwalze wie heute. „Aber es wurde Zeit, dass ihr jungen uns endlich die Skischuhe ausgetreten habt“, sagten die drei Liftboys.


Viel Arbeit für die kommenden Jahre

Für die kommenden Jahre stehe noch viel Arbeit an, denn nicht alles werde in 2018 zu schaffen sein. Die Talstation solle kernsaniert werden, eine neue Bergstation soll errichtet werden, Masten sollen entrostet und gestrichen werden, Seilrollen an den Masten sollen ausgetauscht werden, auf der Liftbahn sollen Drainagearbeiten getätigt werden und die Liftbahn soll planiert und eingesäet werden. Zudem stehen Forstarbeiten auf dem Plan.

Auch sportlich möchte sich der junge Verein aufstellen und habe dafür eine Arbeitsgruppe Sport ins Leben gerufen. Insbesondere die Jugendarbeit für Skilanglauf und Alpinski soll in den Fokus gerückt werden. Auch Skikurse für Anfänger sollen zukünftig auf der Herchenhainer Höhe angeboten werden.

Im Winter 2018 feiere der Skilift auf der Herchenhainer Höhe sein 50jähriges Jubiläum. Auch hier solle sich eine Arbeitsgruppe bilden, die einen schönen Rückblick auf die gute alte Zeit ermögliche. Wer bei Arbeitseinsätzen oder beim Liftbetrieb im Winter gerne mithelfen möchte, sei herzlich eingeladen. Bereits im letzten Jahr bzw. in der letzten Saison habe sich eine tolle Teamdynamik entwickelt, die auch die Gäste spüren konnten, wie sie es mehrfach zum Ausdruck gebracht haben sollen.