Die Referenten des Tages (von links nach rechts): Andreas Potapov von der THM, Susan Gamper von der Hochschule Fulda sowie Michael Konopka und Patrick Brummer vom SCMT. Fotos: Traudi Schlitt

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THM, Hochschule Fulda und SCMT präsentierten angehenden Abiturienten die Möglichkeiten des Dualen StudiumsStudiengang mit hoher Praxisorientierung und besten Zukunftschancen

LAUTERBACH (ol). Möglichkeiten, nach dem Abitur eine Ausbildung oder ein Studium zu beginnen, gibt es viele. Grund genug für die Alexander-von-Humboldt-Schule, ihren Schülerinnen und Schülern bereits ab der fünften Klasse im Rahmen einer modulhaft aufgebauten Berufs- und Studienorientierung (BSO) Entscheidungskompetenzen zu vermitteln, die für jeden Einzelnen einen guten Weg in Richtung Zukunft zeigen.

In der Pressemitteilung der Schule heißt es, für die angehenden Abiturienten der Q2 wird es nun langsam konkret – manche Entscheidungen müssen jetzt schon gefällt und in die Wege geleitet werden. Wer nach dem Abitur im Jahr 2019 beispielsweise ein Duales Studium plant, sollte sich bereits in diesem Jahr bewerben, denn sowohl Ausbildungsplätze in den Betrieben als auch Studienplätze an den Hochschulen sind heiß begehrt.

Welche Möglichkeiten eines Dualen Studiums es in der Region gibt, wie diese sich unterscheiden und was das im Einzelnen für die Interessenten bedeutet, darüber informierten vor wenigen Tagen Fachleute der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM), der Hochschule Fulda und des Steinbeis Center of Management and Technology (SCMT) – seit kurzem mit einem Standbein in Lauterbach – die Schülerinnen und Schüler der Q2 in der Aula des Lauterbacher Gymnasiums. Moderiert wurde die Veranstaltung von der Schülerin Fine Glitsch und dem Schüler Felix Kimpel. Sie brachten sowohl die Nähe zum Thema als auch zum Publikum mit und absolvierten ihre Aufgabe mit der nötigen Kompetenz, ganz viel Charme und auch ziemlich locker.


Der richtige Zeitpunkt, sich Gedanken über weiteren Weg zu machen

Zum Einstieg stellte Oliver Stoy, an der AvH verantwortlicher Koordinator für die BSO, den Fahrplan zur Studien- und Berufswahl vor. „Es ist jetzt die richtige Zeit“, forderte er die Schülerinnen und Schüler auf, sich Gedanken zu machen, welchen Plan sie nach dem Abitur verfolgen möchten. „Macht euch diesen Stress nicht in der Abiturphase!“

Oliver Stoy, Koordinator der Berufs- und Studienorientierung an der AvH, stellte den Fahrplan zur Studien- und Berufswahl vor. Alle Fotos: Traudi Schlitt

Mit Blick auf die doch sehr hohen Abbruchzahlen bei Erstsemestern wolle die AvH mit Veranstaltungen wie dieser Sicherheit schaffen, was denn genau für den jeweiligen Schüler in Frage komme. Stoy erläuterte kurz die Unterschiede zwischen (Fach-) Hochschulen und Universitäten und skizzierte auch die Möglichkeiten, die eine Berufsausbildung mit sich bringen kann. „Seid offen für alle Wege“, lautete sein Rat, auch wenn es an diesem Tag explizit um das Duale Studium ging.

Die Vorteile lägen auf der Hand: Angebote in der Region, gute Aussichten nach dem Studium, finanzielle Vergütung im Studium, Verzahnung von Ausbildung und Beruf mit hoher Praxisorientierung. Interessenten sollten Teamfähigkeit, Ausdauer und Arbeitswillen mitbringen, schließlich sei das Duale Studium nicht nur inhaltlich, sondern auch zeitlich anders aufgebaut als ein normales Studium: Lange Semesterferien gibt es hier nicht.

Vielfältiges Programm der Hochschule Fulda

Von der Zentralen Studienberatung der Hochschule Fulda war Susan Gamper nach Lauterbach gekommen. Sie stellte das vielfältige Angebot dieser modernen, internationalen Campushochschule vor, die von etwa 50 Studiengängen acht duale anbietet, und das nicht nur in Wirtschaft und Ingenieurwesen, sondern auch in sozialen und Heilberufen. Die Studierenden an der Hochschule Fulda müssen sich vor Studienbeginn einen Partnerbetrieb suchen, in dem sie dann entweder ausbildungsintegriert (mit Abschluss eines Ausbildungsberufs und eines Studiums) oder praxisintegriert (mit Studienabschluss) ausgebildet werden und der das Duale Studium mitträgt.

Die Referenten des Tages (von links nach rechts): Patrick Brummer und Michael Konopka vom SCMT, Andreas Potapov von der THM und Susan Gamper von der Hochschule Fulda.

Michael Konopka betreut den Standort Lauterbach des SCMT. Er stellte die bundesweit tätige Einrichtung vor und skizzierte den Unterschied zwischen einem klassischen Dualen Studium und dem berufsintegrierten, welches das SCMT anbietet. Insbesondere verwies er auf die Kontakte zu großen Konzernen und mittelständischen Betrieben, aus denen das SCMT geeignete Arbeitgeber für die Bewerber sondiert. Er stellte das modulare Konzept des Angebots vor und unterstrich die Bedeutung der Doppelbetreuung an der Hochschule und im Betrieb. Aus der Praxis berichtete sodann Patrick Brummer. Er ist Studierender der SCMT und hat einen Vertrag mit dem Lauterbacher Unternehmen STI.

Studium Plus an der Technischen Hochschule Mittelhessen

Über die THM sprach als Dritter in der Runde Andreas Potapov. Er präsentierte die THM mit Standorten in Wetzlar, Bad Hersfeld, Bad Vilbel, Bad Wildungen, Biedenkopf, Frankenberg (Eder) und Limburg a. d. Lahn als einen der großen dualen Anbieter in Hessen mit Schwerpunkt auf mittelständischen Unternehmen. Bei der THM stehen technische und betriebswirtschaftliche Themen im Vordergrund. „Studium Plus“ nennt sich das Angebot der THM, das nach Aussagen der Hochschule eine einzigartige Verzahnung von Theorie und Praxis bietet.

Fine Glitsch und Felix moderierten und gutgelaunt und kompetent die Veranstaltung in der Aula der AvH.

Im Anschluss waren die Schülerinnen und Schüler eingeladen, den Referenten Fragen zu den jeweiligen Studiengängen, den Bewerbungsmodalitäten und auch dem Studentenleben selbst zu stellen. Neben den bereits genannten Pluspunkten führten die Befragten auch die Netzwerkbildung innerhalb der einzelnen Lerngruppen ins Feld und lobten den Dualen Studiengang als wirkliches Sprungbrett in eine erfolgreiche Karriere. Den Ausschlag pro oder kontra Duales Studium sollte aber hauptsächlich ein Kriterium sein, wie Susan Gamper hervorhob: „Schauen Sie, wofür Sie sich begeistern können, finden Sie heraus, was Sie wirklich machen wollen und dann sollten Sie sich darüber informieren, wie und wo Sie genau das machen können.“