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"Kinder helfen Kindern": Sternsinger sammeln Spenden für den guten ZweckSternsinger ziehen durch Homberger Straßen

HOMBERG OHM. „Kinder helfen Kindern“, unter diesem Motto war es am vergangenen Samstag, den letzten Samstag im Jahr, wieder so weit: In bunten Kostümen und mit großen Kronen auf dem Kopf zogen die Sternsinger zur großen Sternsinger-Versammlung durch die Straßen von Homberg Ohm. Ab jetzt ziehen sie wieder durch die Gemeinden und sammeln Spenden gegen Kinderarbeit. Julian Arnold war für Oberhessen-live dabei.

„Gemeinsam gegen Kinderarbeit in Indien und weltweit“ war das Thema, das sich die Sternsinger-Versammlung in der Stadthalle in Homberg Ohm, bei der vier oberhessischen katholischen Dekanate des Bistums Mainz mitmachten, zum diesjährigen Motto setzte. Bereits seit vielen Jahren treffen sich die Dekanate Alsfeld, Gießen und Wetterau-Ost und Wetterau-West zum gemeinsamen Sternsingertreffen – in diesem Jahr in Homberg Ohm.

Fotos: Julian Arnold

Nach einer Einführung und Begrüßung in der Stadthalle, stand eine Stadtralley quer durch Homberg Ohm auf dem Plan. Dazu teilten sich die fast 200 Kinder in mehrere Gruppen auf und zogen quer durch die Straßen, um an mehreren Stationen etwas über das Land und seine Kultur zu lernen. Insgesamt gab es so 14 Stationen in Homberg Ohm, die die Kinder kennenlernen konnten. Eine Station bildet beispielsweise das Spiel Kabbadi, was in Indien sehr beliebt ist, da man dazu lediglich Steine, Hütchen oder Ähnliches benötigt. Dazu teilt man den Spielort in zwei Seiten. Jeweils ein Team stellt sich auf eine Seite und versucht das andere zu fangen.

Mit einer Ralley durch Homberg Ohm

Auch das Homberger Schloss war Teil der Stadtralley. Dort zeigte Deepa Kalayankary, Gemeindeassistentin aus Friedberg, die selbst indische Wurzeln hat, den Kindern, wie man das traditionelle Gewand, den Sari, wickelt. Zudem wurden sie mit verschiedenen Gewürzsorten bekannt gemacht und mussten erraten was von ihnen das berühmte Curry ist. Neben dem Schuhhaus Seibert, die Buchhandlung und weiteren Homberger Geschäften, stellte auch die Homberger Künstlerin Diana Wegerer ihr Atelier zur Verfügung und bastelte und bemalte mit den Kindern Sterne aus Styropor.


Foto: Julian Arnold

Im Anschluss an die Ralley ging es in die katholische Kirche in Homberg. Die Feuerwehr half und sperrte die Straßen, sodass die Sternsinger ungehindert passieren konnten. Angekommen im Gotteshaus versammelte man sich, um zusammen für die Kinderarbeiter in Indien zu singen und zu beten. Auch dabei wurde das Thema der Kinder Kinderarbeit aufgegriffen: Die Mitglieder vom Bund der Deutschen katholischen Jugend spielten ein kleines Schauspiel zum Thema vor, indem sie die Arbeit und das Leben zweier indischer Kinder vorstellen.

Foto: Julian Arnold

Sternsinger als gelebte Botschaft Gottes

„Die Sternsinger sind in diesen Tagen nach Weihnachten die gelebte Botschaft, dass Gott ein menschenfreundlicher Gott ist. Kinder helfen Kindern seit 69 Jahren und bringen Segen den Menschen hier und Kindern in Not in der ganzen Welt“, sagte der Weihbischof Udo Markus Bentz und bezeichnete diese Aktion als einer der besten die es gibt, denn dabei helfen Kinder Kindern. Ab jetzt heißt es für die kleinen Sternsinger: Spenden für die Aktion „Gegen Kinderarbeit in Indien und weltweit“ sammeln – und das jeweils in ihren eigenen Gemeinden.

Foto: Julian Arnold