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Schüler der Albert-Schweitzer-Schule nutzten die Chance um über Themen zu reden, die sie bewegenKindersprechstunde: Ein Besuch beim Bürgermeister

ALSFELD (ol). Die 7e der Alsfelder Albert-Schweitzer-Schule besuchte im Dezember Bürgermeister Stephan Paule im Alsfelder Rathaus. Zweimal im Jahr können Kindergruppen ihm in der „Kindersprechstunde“ Fragen stellen.

Paule stellte sich vor und erzählte von seinem Amt, das er seit 2013 ausübt. Die 27 Schüler hatten vorher im Politik-und-Wirtschaft-Unterricht Fragen ausgearbeitet, die sie mit Freude präsentierten. Besonders interessierten sie sich für den Arbeitsablauf und die Aufgaben des Bürgermeisters. Der Tag des Bürgermeisters beginne um 8 Uhr und ende gegen 21 bis 23 Uhr. Er sei in der Woche 70 Stunden im Dienst – davon sei er 30 bis 40 Stunden im Rathaus. Dazu kommen noch viele Außenveranstaltungen wie Feste oder Besprechungen, wie der der Bürgermeister berichtete.

Er sei immer im Austausch mit den Beschäftigten der Verwaltung und den Mitgliedern des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung. Alle Sachen, die wichtig für die Öffentlichkeit seien, teile er nach außen mit.

Zweimal im Jahr findet im Alsfelder Rathaus die Kindersprechstunde statt. Foto: privat

In der Gesprächsrunde sprachen sie über Alsfeld im Allgemeinen und über die Wünsche der Kinder für die Stadt. Wichtige Themen für die 12- und 13-jährigen seien Flüchtlinge, Verkehr oder das Angebot der Geschäfte in Alsfeld. Zum Thema Flüchtlinge seien die Kinder positiv überrascht gewesen. 300 Flüchtlinge würden in der Stadt leben. Die meisten wollten Deutschkurse und schnell eine neue Arbeit. Es gebe genug Wohnungen und bis jetzt habe es noch keine Zwischenfälle gegeben, berichtete der Bürgermeister.


Beim Thema Verkehr hatte es verschiedene Ansichten gegeben und es sei heiß über Autobahnen und Stau diskutiert worden. Bei dem Angebot der Geschäfte sei die Gruppe am meisten gespalten gewesen. Die Mädchen hatte unbedingt „H&M“ oder „C&A“ in Alsfeld gewollt – Die Jungs seien eher dagegen. Auf die Frage, ob der Bürgermeister mit Alsfeld so zufrieden sei, habe er geantwortet: „Man kann immer noch etwas verbessern“.