Die Vertreterinnen und Vertreter der Alexander-von-Humboldt-Schule mit den Projektträgern (von links nach rechts): Thomas Dersch (AvH), Sabine Stuhlmann (MNU), Dr. Thomas Schneidermeier (Zentrum für Chemie), Thomas Sattelberg (MINT Zukunft schaffen), Maximilian Sauer (AvH), Kristin Kirchner (Avh), Thomas Michel (DLGI), Gitta Holloch (AvH), Rita Flad (HKMI), Thomas Decher (AvH), Matthias Rust (SCHULEWIRTSCHAFT Hessen). Foto: Zentrum für Chemie

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Alexander-von-Humboldt-Schule erhält Auszeichnung als „MINT-freundliche Schule – Feierstunde im Senckenberg-Museum„Talentbiotope an Schulen schaffen“

FRANKFURT/BERLIN/LAUTERBACH (ol). Die Premieren und Erfolge, so scheint es, nehmen derzeit kein Ende an der Lauterbacher Alexander-von-Humboldt-Schule. Kurz nachdem eine Abordnung des Gymnasiums erstmals an der MINT-Messe im Hessischen Landtag teilgenommen hatte, machte sich Schulleiterin Gitta Holloch vor wenigen Tagen gemeinsam mit den MINT-Koordinatoren Thomas Decher, Thomas Dersch, Kristin Kirchner und Maximilian Sauer auf den Weg nach Frankfurt, wo im Sibylla Merian – Haus des Senckenberg-Museums 35 hessische Schulen von dem Netzwerk „MINT Zukunft schaffen“ als „MINT-freundliche Schule“ ausgezeichnet wurden.

Mit der AvH und der Schule an der Wascherde wurde gleich zwei Lauterbacher Schulen diese Ehre zuteil, die die Schwerpunktsetzung der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) an den Einrichtungen würdigt. Die Ehrung fand im Rahmen der Tagung „Neue Wege im Unterricht – Zukunftstechnologien und Ressourceneffizienz“ des Zentrums für Chemie unter Leitung und auf Einladung von Dr. Thomas Schneidermeier, Vorstandssprecher des Zentrums für Chemie, statt. Die Auszeichnung der Schulen in Hessen steht unter der Schirmherrschaft von Kultusminister Prof. Dr. Lorz und der Kultusministerkonferenz.

Dieser hatte sich bereits im Vorfeld der Veranstaltung höchst anerkennend geäußert: „Die MINT-freundlichen Schulen in Hessen leisten mit ihrem klaren Fokus der Förderung der MINT-Unterrichtsfächer eine ganz hervorragende Arbeit. Sie tragen damit ganz wesentlich dazu bei, dass sich unsere Schülerinnen und Schüler nicht nur für diese Unterrichtsfächer begeistern können, sondern dass es auch zukünftig ausreichend qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber für MINT-Ausbildungsberufe gibt. Mein Dank gilt daher dem Netzwerk ‚MINT Zukunft schaffen‘ für seine Initiative und die heutige Auszeichnung der Schulen.“ Die Glückwünsche vor Ort überbrachte Rita Flad vom Hessischen Kultusministerium.

Großer Schritt in Richtung „Digitale Schule“

Thomas Sattelberger, Vorsitzender der BDA/BDI-Initiative „MINT Zukunft schaffen“, lobte die ausgezeichneten Schulen: „Sie sind meist digital sehr affin und haben hohes Interesse daran, die für die Digitalisierung notwendige Transformation in der Schule anzustoßen. Die MINT-Projekte und -Schwerpunkte zeigen zudem, dass die MINT-Verantwortlichen an „unseren“ Schulen auch hochengagierte Querdenker sind, die Talentbiotope an ihren Schulen schaffen. Die Kombination von beidem ist mehr als ungewöhnlich, das schaffen manche Vorstandsvorsitzende in Wirtschaftsunternehmen nicht! Das ist die beste Voraussetzung, um auch den nächsten Schritt, den zur ‚Digitalen Schule‘ zu gehen.“

Dr. Thomas Schneidermeier, Vorstandssprecher des Zentrums für Chemie, sprach vor einem engagierten und sehr begeisterten Publikum über die Bedeutung von MINT an Schulen. Foto: Zentrum für Chemie

Matthias Rust, Geschäftsführer von Schulewirtschaft Hessen, stellte fest: „Schulewirtschaft Hessen begrüßt die Ehrung für Schulen, die einen MINT-Schwerpunkt setzen. Auch in diesem Jahr ist es gelungen, eine große Zahl namhafter Verbände, Organisationen, Unternehmen und Arbeitgeberverbände zu einer gemeinsamen Auszeichnung zu bringen. Für die nächsten Jahre wünschen wir den Schulen, der Initiative und den Partnern guten Erfolg.“

Große Bedeutung: MINT-freundliche Schule zu bleiben

Die MINT-freundlichen Schulen werden für Schülerinnen und Schüler, Eltern, Unternehmen sowie die Öffentlichkeit durch die Ehrung sichtbar und von der Wirtschaft nicht nur anerkannt, sondern auch besonders unterstützt. Bundesweite Partner der Initiative „MINT Zukunft schaffen“ zeichnen in Abstimmung mit den Landesarbeitgebervereinigungen und den Bildungswerken der Wirtschaft diejenigen Schulen aus, die bewusst MINT-Schwerpunkte setzen. Die Schulen werden auf Basis eines anspruchsvollen, standardisierten Kriterienkatalogs bewertet und durchlaufen einen bundesweit einheitlichen Bewerbungsprozess.

„Wir sind sehr stolz, dass unsere Bewerbung als MINT-freundliche Schule von der Initiative ‚MINT Zukunft schaffen‘ so positiv aufgenommen wurde“, äußerte sich Schulleiterin Gitta Holloch noch in Frankfurt, „es zeigt, dass wir mit unseren Bemühungen im Bereich von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik nicht nur auf lokaler Ebene erfolgreich und auf einem sehr guten Weg sind, sondern auch überregional gesehen werden.“ Mit der Auszeichnung blickt das MINT-Koordinatoren-Team dann auch gleich in die Zukunft; Maximilian Sauer dazu: „MINT-freundliche Schule zu bleiben und den Stellenwert dieses Schwerpunktes weiter auszubauen, wird auch in Zukunft eine große Bedeutung in der Schulentwicklung haben.“