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Sanierung des Alsfelder Krankenhauses kann beginnen: Land bewilligt ein Darlehen von 13 Millionen – Vogelsbergkreis steuert 15 Millionen Euro bei33 Millionen Investition in die Zukunft des Kreiskrankenhauses

VOGELSBERG/ALSFELD (ol). Das Alsfelder Kreiskrankenhaus kann in den nächsten fünf Jahren umfangreich saniert werden. Der Bewilligungsbescheid, auf den Landrat Manfred Görig und die Beschäftigten des Hauses sehnsüchtig gewartet haben, ist jetzt eingetroffen. Damit steht fest: Das hessische Sozialministerium wird ein Darlehen in Höhe von 13 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Somit kann der Startschuss zu der Baumaßnahme gegeben werden. Insgesamt werden in das Alsfelder Haus sage und schreibe 33 Millionen Euro investiert.

Wie der Kreis in einer Pressemitteilung bekannt gab, geht es mit den Bauarbeiten bereits im Januar los. Zunächst werden das Dach und die Fassaden saniert. 1,25 Millionen Euro sollen für diese Maßnahmen aus dem Kommunalinvestitionsprogramm zur Verfügung stehen. Anschließend gehe es an die seit langem geplante umfangreiche Renovierung des Hauses. Der Schwerpunkt liege dabei auf dem Funktionstrakt. Die Operationssäle, der Zentralbereich und die Intensivstation sollen grundlegend saniert werden. Miteinbezogen in die Maßnahmen werden auch andere Bereiche wie Notaufnahme, Labor und Radiologie sowie das Foyer.

Eine Bauzeit von fünf Jahren eingeplant

Ganz wichtig für die Patienten: Auch ein Teil der Krankenzimmer werde saniert. Nach der Umbaumaßnahme sollen sie großzügiger geschnitten sein und über ein eigenes Bad verfügen. Insgesamt werden sich die Bauarbeiten über fünf Jahre hinziehen, denn es werde im Bestand gebaut, also während des laufenden Betriebs. Die Gesamtkosten gibt Landrat Görig, er ist Aufsichtsratsvorsitzender der Krankenhaus GmbH, mit 33 Millionen Euro an. 13 Millionen davon übernehme das Land. Der Kreis, der ursprünglich 12 Millionen bereitstellen wollte, wolle seinen Anteil auf nunmehr 15 Millionen Euro erhöhen. 1,25 Millionen stehen aus dem Kommunalinvestitionsprogramm zur Verfügung und 3,75 Millionen Euro werde das Krankenhaus aus eigenen Mitteln aufbringen.

„Wir haben uns wirtschaftlich sehr gut entwickelt“, freute sich Landrat Manfred Görig. So können die nötigen Finanzmittel vom Kreiskrankenhaus selbst aufgebracht werden. Nach vielen Gesprächen und Verhandlungen rund um die Sanierung der Alsfelder Klinik falle das Fazit des Landrates eindeutig aus: „Das ist ein guter Tag für unser Kreiskrankenhaus. Nachdem es uns in den letzten Jahren gelungen ist, die Klinik wirtschaftlich wieder auf einen guten Weg zu bringen, kann nun auch die längst überfällige Sanierung in Angriff genommen werden. Damit können wir uns für die Zukunft aufstellen – als ein attraktives und konkurrenzfähiges Haus. Unser oberstes Ziel ist und bleibt: Wir wollen die medizinische Versorgung unserer Bevölkerung auch in Zukunft auf einem hohen Niveau zu gewährleisten.“


2 Gedanken zu “33 Millionen Investition in die Zukunft des Kreiskrankenhauses

  1. „… oberstes Ziel ist und bleibt die medizinische Versorgung der Bevölkerung auch in Zukunft auf hohem Niveau zu gewährleisten“.
    Dieses „hohe Niveau“ bedeutet für alle schwangeren Vogelsbergerinnen, banges Warten auf die Wehen, weil Fahrten nach Ziegenhain, Bad Hersfeld, Fulda, Marburg, Gießen bevorstehen. Natürlich auch nachts und/oder bei Glatteis, Schnee und blockierenden Fahrzeugen.
    Die Attraktivität des Vogelsbergkreises tendiert daher, bei jungen Menschen, die eine Familie planen, gegen null.

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  2. Zu einem „attraktiven und konkurrenzfähigen Krankenhaus“ (so die Erläuterung im Text v. H. Görig) gehört aber meiner Meinung nach auch eine Entbindungsstation und Säuglingsstation, damit werdende Mütter nicht eine weite Reise zur Entbindung machen müssen!

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