Auf zu neuen Ufern: die scheidende Lehrerin Beate Koch am Tag ihres Abschieds. Foto: Traudi Schlitt

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Beate Koch in Ruhestand verabschiedet - Mit dem Projekt „I am MINT“ Schienen in Richtung Zukunft gelegtGitta Holloch: „Sie hinterlassen Bleibendes“

LAUTERBACH (ol). Sie war am Ende ihrer Schullaufbahn nur zwei Jahre an der Alexander-von-Humboldt-Schule, doch ihr ist gelungen, was nicht alle schaffen – nicht einmal mit viel mehr Zeit. Beate Koch, Lehrerin für Mathematik und Physik, weilt seit diesem Schuljahr zwar im verdienten Ruhestand, ihre Spuren hat sie dennoch hinterlassen: Als akribische, verlässliche Lehrkraft zum einen, als Initiatorin des Projekts „I am MINT“ zum anderen.

Letzteres ging vor kurzem in die zweite Runde, nicht zuletzt, weil sie mit großem Engagement und Weitblick rechtzeitig ein paar jungen Kollegen ins Boot holte, die dieses wegweisende Element der Berufs- und Studienorientierung weiterentwickeln. „Sie haben so viel Expertise an die jungen Kollegen weitergegeben, dass Sie jetzt ganz gespannt sein können, was diese daraus machen werden“, attestierte die Schulleiterin. Das teilte die Schule in einer Pressemitteilung mit.

So wurde Schulleiterin Gitta Holloch am Tag der Verabschiedung von Beate Koch auch nicht müde, die Verdienste und den Einsatz der scheidenden Lehrkraft zu würdigen. Diese war nach ihrem Referendariat im Jahr 1981 in den Schuldienst eingetreten, zunächst in Nordrhein-Westfalen, ab 1989 in Hessen. Dort zunächst an der Freiherr-vom-Stein-Schule in Herbstein und der IGS Schlitzerland. Vorletzte Station war die Oberwaldschule in Grebenhain, an der Koch bis 2015 tätig war. Für die letzten beiden Jahre ihrer Dienstzeit kam sie dann nach Lauterbach, wie Holloch mit großer Freude berichtete.

Denn mit Koch hatte man auch eine Kraft gewonnen, die immer, auch mit dem Ruhestand bereits vor Augen – auf dem allerneuesten Stand blieb, sich unermüdlich fortbildete und in neue Themen einarbeitete, auch in solche, die nicht zwingend mit ihren Fachgebieten zu tun hatten, wie Berufs- und Studienorientierung, hier insbesondere das bereits genannte MINT-Projekt.

Gemeinsam mit ihrem Nachfolge-Team freut sich Beate Koch (Zweite von rechts) über die Entwicklung ihrer MINT-Initiative. Foto: Holloch

Mit dem Turbogang durch ihre Projekte

Besonders dieses habe Koch „im Turbogang“ vorangetrieben, beschrieb die Schulleiterin das Wirken Beate Kochs: Als eine der ersten Lehrerinnen in Hessen habe sie mitbekommen, dass sich das MINT-Projekt für Gymnasien öffne, sie habe dafür geworben – sowohl in der Schule als auch in den Unternehmen der Region –, und dann „ganz so als arbeite sie auf Provisionsbasis“ ein Unternehmen nach dem anderen ins Boot geholt. Mit einer großen Veranstaltung im April dieses Jahres würdigten Schule, Unternehmen und die Politik dieses Engagement. Heute sei die Alexander-von-Humboldt-Schule eines von zwei hessischen Gymnasien, die dieses innovative BSO-Projekt anbieten, und das sehr erfolgreich und auf Nachhaltigkeit ausgelegt, auch für die Zeit nach dem Ruhestand, wie Holloch betonte. „So hinterlassen Sie Bleibendes, ein Projekt, das immer mit Ihnen verbunden sein wird. Und das nach nur zwei Dienstjahren an der AvH – alle Achtung“, beendete die Schulleiterin ihre Rede.

Es war ein warmer, wertschätzender Abschied, den das Kollegium der scheidenden Lehrerin bereitete. Um mangelnden Tatendrang müsse man sich wohl keine Sorgen machen, so der Ausblick auf einen neuen, spannenden Lebensabschnitt.