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Vollsperrung und kilometerlanger Stau auf der A5Katastrophale Rettungsgasse erschwert Hilfsmaßnahmen

BREITENBACH (ol). Kleine Ursache mit großer Wirkung: Ein offener Tankdeckel führte am Freitagmorgen zu einer Vollsperrung und kilometerlangen Staus auf der A5 bei Alsfeld.

Laut Polizeiangaben hatte der Fahrer eines Sattelzugs seinen Tank nicht richtig verschlossen und verlor mehrere Liter Diesel auf der Fahrbahn in Richtung Kassel, wie in einer Pressemeldung bekannt gegeben wurde. Der Kraftstoff verteilte sich breitflächig im Bereich einer Autobahnbaustelle, kurz vor der Raststätte Rimberg.

Kleine Ursache mit großer Stauwirkung

Wie ein Polizeisprecher sagte, setzte der Lkw-Fahrer seine Fahrt einfach fort. Er wurde kurz vor dem Hermsdorfer Kreuz auf der A4 ausfindig gemacht. Zur Beseitigung des ausgelaufenen Kraftstoffs mussten die Feuerwehren der Stadt Alsfeld sowie der Gemeinde Kirchheim anrücken. Wie ein Sprecher der Alsfelder Feuerwehr schilderte, hatten die Einsatzkräfte erhebliche Schwierigkeiten zur Gefahrenstelle zu gelangen. „Die Rettungsgasse war katastrophal“, so der Feuerwehrsprecher. Laut seinen Angaben mussten sich die ersten Feuerwehrfahrzeuge förmlich einen Weg durch den Stau bahnen.

Die Einsatzstelle erreichten schließlich Feuerwehrleute aus Kirchheim über eine Steckleiter, mit der sie von der höher gelegenen Gegenseite der Kasseler Fahrspur herunter kletterten. In der Folge wurde der ausgelaufene Kraftstoff mit Bindemitteln aufgenommen. Laut Feuerwehrangaben bestand durch den ölhaltigen Kraftstoff eine erhebliche Rutschgefahr auf der A5. „Wer einmal mit seinem Fahrzeug auf einer Ölspur ins Rutschen gekommen ist, erlebt sehr schnell das Gefahrenpotential“, sagten die im Einsatz befindlichen Feuerwehrleute. Aus ihrer Sicht hätte die Gefahr weitaus schneller gebannt werden können, wenn die Feuerwehrahrzeuge über eine direkt gebildete Rettungsgasse zum Einsatzort gelangt wären. „Dann hätten sich die Sperrung und der Stau auch nicht in die Länge gezogen“, sagten die Einsatzkräfte.