Das Team der TVA-Männermannschaft zusammen mit Trainer Liviu Pavel. Foto: Gerd Ochs, Förderverein „Handball in Alsfeld“

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TV Alsfeld: Handballturnier in Bebra mit achtbarem 4. Platz beendetHandballer haben Feuertaufe bestanden

BEBRA (ol). Feuertaufe für die jungen und neuen Spieler beim Handball des TV Alsfeld: Bei einem Turnier in Bebra musste sich die neuformierte TVA-Männermannschaft um Trainer Liviu Pavel beweisen – und das gelang ihnen mit einem achtbaren vierten Platz.


Fix und fertig waren sie bereits vor ihrem vierten und letzten Spiel des Bebraer Turniertages, die Spieler der neuformierten TVA-Männermannschaft um Trainer Liviu Pavel. Und die wenigen mitgereisten Fans mussten den Hut ziehen vor ihrer Leistung, hatten sie doch für die kräftezehrenden sage und schreibe 88 Spielminuten gerade mal einen einzigen Ersatz-Feldspieler zur Verfügung, so dass praktisch durchgespielt werden musste.

Und das taten sie angesichts des bisherigen schleppenden Vorbereitungsverlaufes und der vielen neuen, sehr jungen Spieler insgesamt sehr gut. In einem Wechselbad der Gefühle fand man über den Kampf und Durchhaltevermögen auch zum Spiel und konnte guten Mutes als knapp geschlagener Vierter von sechs Mannschaften die Heimreise antreten.

Auftaktspiel TV Alsfeld – Fuldatal/Wolfsanger

Der Landesligist zeigte sich gut aufgestellt und überzeugte mit schnellem und konsequent vorgetragenen Tempogegenstoßspiel. Die TVA-Akteure konnten noch nicht im Fluss sein – zu wenig hatten sie bisher zusammen gespielt. So nahm das Spiel seinen Verlauf, immerhin die zweite Halbzeit konnte man etwas ausgeglichener gestalten. Am Ende der 24 Spielminuten stand ein doch enttäuschendes 22:8 auf der Anzeigetafel.

TV Alsfeld – Bebra/Lispenhausen I

Ein ganz anderes Bild bot bereits das zweite Spiel. Wer glaubte, die Köpfe blieben gesenkt, wurde schnell eines Besseren belehrt. Artur Kelbert präsentierte sich nun sehr stark, und auch Michael Oberst parierte einen Siebenmeter. Alexander Ochs führte als Mittelmann Regie und erzielte wie schon im Auftaktspiel mit Abstand die meisten Tore. Nach einem 6:6-Halbzeitstand fuhr man einen verdienten 10:8-Sieg ein, bei dem auch schöner Handball zu sehen war und sich die jungen Neuen in Szene setzen konnten.

Halbfinale: TV Alsfeld – Rotenburg

Im Wiedersehen mit dem sympathischen Rotenburg-Rückkehrer Martin Harbusch verkaufte sich unser Team sehr teuer, ein Klassenunterschied war im Ergebnis erst abzulesen, als die Kräfte sichtbar nachließen – kein Wunder bei einem Gegner, der aus dem vollen schöpfen konnte und hochfrequentiert wechselte, während die TVA’ler zusehends auf der Felge liefen. So konnte Rotenburg erst Ende der ersten Halbzeit eine Drei-Tore-Führung verbuchen und mit einem 6:9 in die Halbzeit gehen. Die zweite Halbzeit war dann aber eine klare Sache – dennoch hatte das 10:19 wieder klare positive Aspekte: Fünf Spieler trugen sich in die Torschützenliste ein, es präsentierte sich ein kämpferisch starkes Team.

Spiel um Platz 3: TV Alsfeld – Datterode/Röhrda

Vor dem Spiel taten sie den Fans beinahe leid, die total ausgelaugten Alsfelder Spieler. Umso beeindruckender, wie sie sich gegen den BOL-Ligakonkurrenten präsentierten. Mitte der ersten Halbzeit noch knapp in Führung, musste man mit Pech und wegen eines starken Gästetorwarts doch mit Rückstand in die zweite Halbzeit gehen. Als ein nach Zeitablauf noch direkt ausgeführter Freiwurf seinen Weg ins TVA-Tor fand, hätte man denken müssen, drei Tore Rückstand seien nun garantiert die Entscheidung. Weit gefehlt: erneut spielten und kämpften sie sich heran, auch mit Toren von der linken Seite durch die Youngster Pascal Dippell und Henrik Deisenroth. Zum Ausgleich reichte es dann aber leider nicht mehr. Trainer Liviu Pavel kann trotz der knappen 8:10-Niederlage stolz auf die Mannschaft sein – er hatte sich im Lauf der Spiele zwar sicherheitshalber auch schonmal das Trikot übergestreift, blieb aber als Coach an der Linie.

Die drei Hattendorfer TVA-Eigengewächse Alexander Ochs, Pascal Dippell und Henrik Deisenroth. Unter anderem diese drei stehen für die Umsetzung des „Alsfelder Weges“, den sich Handball-Abteilung und Förderverein auf die Fahne geschrieben haben. Foto: Gerd Ochs, Förderverein „Handball in Alsfeld“

Die Mannschaft ist angekommen

Man war sich einig: sowohl die Jungen als auch die Neuen sind angekommen, Fehler werden verziehen – einer läuft für den anderen. Bei vollzähligem Kader können sich die Alsfelder Handballfreunde nach dem erfolgten Umbruch auf ein sehr junges TVA-Team freuen, das bei Liviu Pavel genau in den richtigen Händen ist. Sein Kommentar: „Es war wichtig, dass die bisherigen A-Jugendlichen und die Neuzugänge nun gut in die Mannschaft gefunden haben, die Platzierung ist völlig egal. Es ist aber bei allem Lob auch klar: Wir haben noch viel Arbeit vor uns und brauchen dringend Spielpraxis auch im Verbund mit den Spielern, die in Bebra leider gefehlt haben.“

Der TVA in Bebra mit der Zahl der erzielten Tore: Tor: Artur Kelbert und Michael Oberst; Feld: Konstantin Döring (1), Alexander Ochs (13), Ivan Maksimovic (6), Pascal Dippell (2), Henrik Deisenroth (4), Ivan Mandic-Kujek (6), Janos Zinn (7). Trainer Liviu Pavel, Betreuer: ohne.