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"Fördern heißt in die Zukunft blicken": Azubis wollen Ausbildung beendenAlsfelder Tierheim sucht Unterstützer für Azubis

ALSFELD (ol). „Wir suchen dringend Firmen und Menschen, die Auszubildende im Tierschutzverein Alsfeld fördern möchten“, so startet der Aufruf des Alsfelder Tierheims in einer Pressemitteilung. Aktuell sei dort nämlich eine Anwärterin für die Ausbildung zur staatlich anerkannten Tierpflegerin tätig. Doch das Tierheim kann die Finanzierung der Ausbildung nicht alleine bewältigen.

Aktuell absolviere sie ein Einstiegs – Qualifizierungsjahr, das vom Arbeitsamt gefördert und finanziell unterstützt werde, allerdings nach einem Jahr an diesem Montag ende. In dieser Zeit konnte die EQJ-Teilnehmerin beweisen, dass sie sich für den Bereich der Tierpflege berufen fühle. Ein EQJ kann, wenn die Teilnehmer, der Betrieb, die Berufsschule und die IHK dem zustimmen, als erstes Ausbildungsjahr anerkannt werden. EQJ-Teilnehmer besuchen die Berufsschule gemeinsam mit Auszubildenden im ersten Lehrjahr. So heißt es in der Pressemitteilung.

„Bitte helfen Sie uns und dieser so begabten und berufenen, angehenden Tierpflegerin“, bittet Volker Schwenzfeier, der Pressesprecher des Tierheims in der Pressemitteilung. Das erste Ausbildungsjahr habe sie mehr als erfolgreich absolviert und bis zum Abschluss würden ihr lediglich zwei Ausbildungsjahre fehlen. Die Finanzierung einer weiteren Auszubildenden kann das Tierheim nicht alleine stemmen, heißt es weiter. Dabei sei eine gute und individuelle zum Menschen passende Ausbildung gerade für die junge Generation „unglaublich wichtig“. „Fördern heißt in die Zukunft blicken“, fügt Schwenzfeier weiter an.

Helfen, damit man den Tieren helfen kann

Die geringe Anzahl der Ausbildungsplätze in der staatlich anerkannten Tierpflege lasse den Jugendlichen im Verhältnis zur Anfrage kaum eine Chance, ihren Beruf fürs Leben erlernen zu dürfen. Dabei leben die Tiere im Alsfelder Tierheim den Auszubildenden, Mitarbeitern, ehrenamtlichen Helfern und natürlich den Spendern und Unterstützern.

„Unsere Tiere saugen die ruhige und besonnene Art der jungen Frau regelrecht in sich auf“, erklärt Schwenzfeier weiter. Gerade diese verstörten und hilflosen Tiere sei diese Liebe von besonderer Bedeutung. Aus diesem Grund ruft Schwenzfeier in abschließenden Worten der Pressemitteilung nochmal auf: „Helfen Sie unseren Azubis, damit diese jungen Menschen auch in Zukunft unseren Tieren helfen können“.