Katrin Bauer (links), Dirk Greifenhagen (Zweiter von links) und Hans Heinrich März freuen sich mit ihren Schulsiegern im diesjährigen Känguru-Wettbewerb. Foto: Traudi Schlitt

Kind und Kegel0

Schülerinnen und Schüler der Albert-Schweitzer-Schule erfolgreich beim „Känguru der Mathematik“Seit 12 Jahren erfolgreich und mit Begeisterung dabei

ALSFELD (ol). Es hat einen lustigen Namen und es macht Spaß – Bleibt die Frage: obwohl oder weil es mit Mathematik zu tun hat? Eindeutig weil es mit Mathematik zu tun hat – so sehen das auf jeden Fall die Schülerinnen und Schüler, die jedes Jahr am Mathematik-Wettbewerb „Känguru der Mathematik“ teilnehmen – und das weltweit. Auch die Albert-Schweitzer-Schule nimmt seit mehr als zehn Jahren regelmäßig daran teil und zeichnet im Nachhinein stolz die besten Schülerinnen und Schüler aus.

In diesem Jahr freuten sich die Mathematiklehrer Hans Heinrich März, Dirk Greifenhagen und Katrin Bauer mit Jonas Becker, Sophia Dluzenski, Robert Sinner, Lucien Mansueto, Nils Röhrig, Henry Schier, Daniel Lerch, Ina Kneußel und Lars Michaelis über deren überaus erfolgreiche Teilnahme. Das teilte die Schule in einer Pressemitteilung mit. Sie alle erreichten in der Punktwertung des Multiple-Choice-Wettbewerbs mindestens einen fünften, Ina Kneußel und Lars Michaelis sogar einen ersten Preis. Nils Röhrig, der nach eigener Auskunft „vielleicht mal auf einen Trostpreis“ gehofft hatte, wurde sogar gleich zweimal bedacht. Zum einen erreichte er einen guten zweiten Platz, zum anderen wurde er für den „größten Kängurusprung“ geehrt, die Lösung der meisten aufeinanderfolgenden Aufgaben ohne Fehler.

„Nils hat 14 Aufgaben hintereinander fehlerfrei gelöst – das ist eine hervorragende Konzentrationsleistung“, lobte Dirk Greifenhagen den Fünftklässler, der, wie er selbst sagt, gar nicht so der Mathefan ist. Umso erstaunlicher, dass ihm hier ein so guter Erfolg gelungen ist. „Das Konzept dieses Wettbewerbs sieht vor, dass man viel mit logischem Denken erreichen kann, auch damit, dass man falsche Lösungen ausschließt. Es geht darum, wie gut man neben dem Rechnen auch kombinieren kann und wie gut man sich konzentriert“, erläuterte Hans Heinrich März. Auf diese Art und Weise lernt so mancher Schüler Mathematik auch von einer anderen Seite kennen – was offenbar wirklich großen Spaß macht.


Der Erfolg spricht für sich

Nicht umsonst freut sich der Wettbewerb weltweit wachsender Beliebtheit. Seit seiner Gründung in Australien 1978 und der Verbreitung des Wettbewerbs in Frankreich Anfang der 90er-Jahre fand er immer mehr Mitmacher: Weltweit sind es jetzt 60 Länder mit über 6 Millionen Teilnehmern. Deutschland stellt in diesem Jahr mit erstmals mehr als 900.000 Teilnehmern und knapp 11.000 Schulen den zweitgrößten Teilnehmerblock.

Der Erfolg dieses Wettbewerbs spricht für sich, und nachdem die Fachlehrer der Albert-Schweitzer-Schule in jedem Jahr hartnäckig Werbung für die – freiwillige – Teilnahme an dem Wettbewerb machen, hat sich an dem Alsfelder Gymnasium eine hohe Akzeptanz und Teilnahmebereitschaft entwickelt. Das liegt auch daran, dass die Schülerinnen und Schüler sich nicht eigens auf diesen Wettbewerb vorbereiten müssen – das Gelernte aus der Schule reicht aus.

Kein Stress oder Druck bei den Vorbereitungen

„Ich fand es schön, dass wir weder bei der Teilnahme noch bei den Vorbereitungen Stress oder Druck hatten“, brachte die 15-jährige Ina es auf den Punkt. „Man darf bei alldem aber dennoch nicht vergessen, dass es sich hierbei um eine Wettbewerbssituation handelt, die den Schülerinnen und Schülern Leistung und Konzentration abverlangt“, unterstrich Katrin Bauer. Die Teilnehmenden lernen somit auch für ihre weitere Laufbahn den Umgang mit solchen Situationen.

In den höheren Klassen dünnt sich die Teilnahme bei aller Begeisterung dann doch etwas aus. Da stehen dann in der Tat eher abiturrelevante Leistungen ganz oben auf dem Programm. In der Mittelstufe und hier und da auch in der Oberstufe durften sich die Organisatoren aber auch wieder über einige Wiederholungstäter freuen, die sich auch untereinander gerne messen und auch einen ziemlichen Ehrgeiz entwickeln. „Es liegt uns aber fern, einen Schulsieger zu ermitteln oder alle Ergebnisse bekanntzugeben“, erklärte Hans Heinrich März. Für ihn wie für seine Kollegen stehen der Spaß und die Freude am Tun im Vordergrund.