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Stadtverordnetenversammlung: Ein heiß diskutiertes Thema war der Ausbau der Ortsdurchfahrt in HattendorfStavo: Straßenausbau für Hattendorf beschlossen

ALSFELD (bk). Auf der Stadtverordnetenversammlung in Alsfeld war man sich am Donnerstag schnell einig: Die Ortsdurchfahrt in Hattendorf ist in einem schlechten Zustand. Dass etwas dagegen passieren sollte, war klar. Nur das „wie“ war es nicht – genau wie die Frage, wer das Ganze finanzieren soll. Doch am Ende gab es einen Kompromiss: Die Straße wird erneuert – und zwar nicht erst 2020.  



„Man ist ja nicht immer bei Wünsch dir was, in diesem Fall bei: So ist es“, sagte Paule und erklärte, dass der Ausbau der Ortsdurchfahrt Hattendorf normal erst 2020 geplant gewesen sei. Nun könne man den Bau ab 2018 starten, wenn der Kreis die Kosten übernehme. Dabei würden sich die Planungskosten, die von der Stadt zu tragen sind, auf 88.000 Euro belaufen. Die gesamten Baukosten belaufen sich auf 825.000 Euro, davon würden 200.000 Euro von der Stadt Alsfeld getragen und der Kreis investiere 625.000 Euro.

Dem Vogelsbergkreis den Beitrag vorstrecken?

Stephan Rühl von der ALA meldete sich als erster zu Wort. „In dieser Form kann ich dem nicht zustimmen“, sagte er. „Der Vogelsbergkreis ist dafür verantwortlich“, doch seine Kritik an dem Antrag ging weiter. „70.000 Euro zahlen wir aus eigener Tasche, was nur dem Vorziehen des Baus dient. Wir können es dem Vogelsberg ja vorlegen“. Zu diesem Vorschlag stellte Rühl auch einen entsprechend ausformulierten Änderungsantrag, der jedoch mehrheitlich abgelehnt wurde.

 

Nach einer hitzigen Debatte mit regem Schlagabtausch und vielen Meinungen stellte Rühl fest: „Wenn die Zahlung nicht auf rechtlicher Grundlage läuft, dann ist das ein Deal“, woraufhin Paule mit einem langgezogenem „Ja“ konterte und hinzufügte: „Das ist ein Deal. So funktioniert Zusammenarbeit.“ Er wies weiter darauf hin, dass es sich bei der Übernahme der Planungskosten durch die Stadt um ein „Regelgeschäft“ handele, das vom Kreis und den Vogelsberger Kommunen schon lange so gehandhabt werde – zuletzt bei der Schlossbergstraße in Altenburg. Auch der Vorsitzende schien genug von der Diskussionsrunde zu haben. „Keine weiteren Wortmeldungen? – Gott sei Dank“ beendete er den Austausch und ging in die Abstimmung über. Der Antrag wurde mit einer Enthaltung und einer Ablehnung mehrheitlich angenommen.

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