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Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Mitarbeiter der Sparkasse OberhessenSparkassen-Mitarbeiter gesteht, vier Millionen Euro veruntreut zu haben

REGION (ol). Über vier Millionen Euro soll ein Bankangestellter der Sparkasse Oberhessen über mehrere Jahre in die eigene Tasche gesteckt haben, das bestätigte die Staatsanwaltschaft in Gießen gegenüber Oberhessen-Live. Jetzt ermitteln sie wegen Veruntreuung gegen den Sparkassen-Mitarbeiter.

Über einen Zeitraum von acht bis zehn Jahren soll der 44-jährige Mann aus der Wetterau, der lange selbst Mitarbeiter der Sparkasse Oberhessen war, insgesamt vier Millionen Euro in die eigene Tasche gesteckt haben. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Mann.

Laut Thomas Hauburger, dem Sprecher der Staatsanwaltschaft Gießen, handelte die Sparkasse Oberhessen sofort als sie davon mitbekam und erstattete Strafanzeige gegen den 44-Jährigen. Auch die Staatsanwaltschaft reagierte sofort: Bereits am vergangenen Donnerstag sei die Wohnung des Mannes durchsucht worden. Dabei seien auf dem Konto des Beschuldigten noch drei Millionen Euro sichergestellt worden, die direkt beschlagnahmt wurden. Der derzeitige Schaden belaufe sich laut Hauburger noch auf etwa eine Millionen Euro.

Schon während der Ermittlungen zeigte sich der 44-jährige Wetterauer kooperativ und räumte die Tat ein. Wie es ihm gelungen war, über diesen langen Zeitraum hinweg immer wieder Beträge auf sein eigenes Konto zu zahlen, sei bisher noch unklar. „Wir werden im Laufe der Ermittlungen noch Zeugen befragen, durch die wir hoffentlich auf den möglichen Tathergang schließen können“, so Hauburger weiter. Auch umfangreiche Finanzermittlungen werden zum weiteren Verlauf der Untersuchungen gehören.

Staatsanwalt Hauburger bestätigte auf Rückfrage ebenfalls, dass nach bisherigem Kenntnisstand keine Privatkonten betroffen seien.

11 Gedanken zu “Sparkassen-Mitarbeiter gesteht, vier Millionen Euro veruntreut zu haben

  1. Der Beschuldigte hatte ein besonderes öffentliches Amt als Vorsitzender der Gemeindevertretung Limeshain. Sein Name ist daher qua Amt öffentlich bekannt. In seiner Funktion als Sparkassenmitarbeiter und als Parlamentsvorsitzender hat er sich öffentlich präsentiert. Der Beschuldigte war langjähriger Beschäftigter der Sparkasse Oberhessen in Nidda in Trägerschaft durch eine Gebietskörperschaft (Wetteraukreis, Vogelsbergkreis). Sparkassen arbeiten auf Grundlage des Gemeinnützigkeitsprinzip. Diese Aufgaben betreiben sie im öffentlichen Interesse, das die Beachtung des Gemeinwohls verlangt. SIE SIND KEINE SELBSTBEDIENUNGSLÄDEN! Ihre Geschäftstätigkeit üben Sparkassen auf der Grundlage eines öffentlichen Auftrags und des Gemeinnützigkeitsprinzips aus. Ihr öffentlicher Auftrag besteht darin, das Geschäftsgebiet mit geld- und kreditwirtschaftlichen Leistungen zu versorgen, Sparen und allgemeine Vermögensbildung zu fördern und für die Bevölkerung und für die mittelständische Wirtschaft Dienstleistungen zu erbringen. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft haben ergeben, dass bei seinen Vernehmungen der Sparkassenmitarbeiter gestanden hat, auf der Arbeit nach und nach mehr als vier Millionen Euro veruntreut und sich selbst überwiesen zu haben. Mehr als drei Millionen Euro fand die Staatsanwaltschaft auf beschlagnahmten Konten des Mannes.

  2. Vor zig Jahren gab es mal nen „Bankraub“, bei dem sich (ebenfalls ein eigener Angestellter) nur die Bruchteile von Pfennigen, die zB bei Zinszahlungen ergeben hatten, automatisch aufs eigene Konto überweisen ließ.
    Mich interessiert natürlich sehr, wie das (jetzt, aber auch seinerzeit bei meinem Beispiel)) überhaupt rausgekommen ist!

  3. Anmerkung eines Sparkassen-Angestellten: Seltsam, wie böswillig die Kommentare doch schnell bei unserer Branche ausfallen, damit will ich das kriminelle Verhalten des Kollegen nicht schmälern. Würde das bei einem Autohersteller auch einen so undifferenzierten Shitstorm auslösen? Nein,ich glaube nicht…

  4. Die größten Verbrecher in Deutschland waren schon immer die Politiker und die Banken!!!!!!!!!!!

  5. Wo bleiben denn die Fotos mit den freundlich dreinblickenden Gesichtern vom Vorstands- und Aufsichtratsvorsitzenden mit ihren heile Welt-Botschaften? Schliessungen von Filialen, drastische Gebührenerhöhungen und Mogeleien im eigenen Laden mögen sie wohl nicht kommentieren.

  6. Die Sparkasse hat doch längst mitgeteilt, daß keine Kundengelder davon betroffen sind. Was soll das also? Mir fehlt jedenfalls nichts. Und woher der Mitarbeiter die 4 Millionen abgezweigt hat, ist mir daher völlig egal. Muß er halt aus seiner Villa ausziehen und das Geld zurückzahlen. Dumm gelaufen.

  7. Staatsanwalt Hauburger bestätigte auf Rückfrage ebenfalls, dass nach bisherigem Kenntnisstand keine Privatkonten betroffen seien.

    Das ist leicht gesagt, hauptsache die eigenen Kunden nicht beunruhigen!

  8. @WB
    „Das gibt’s doch gar nicht.
    Wem kann man den heute noch trauen.“

    In welcher Welt leben sie? Wenn sie bisher Bankern getraut haben dann trauen sie mit Sicherheit auch noch der Politik, der Presse, der Finanzindustrie, dem Rundfunk, usw.

    Es wird Zeit zum Aufwachen.

  9. Über 4 Millionen Jahre in die eigene Tasche gesteckt ? Hä???
    Wie ist denn so was möglich ?, oder ist es ein Fehler in Eurem Artikel.
    Grins ;-)

  10. Das gibt’s doch gar nicht.
    Wem kann man den heute noch trauen.

    Bitte liebe Oberhessen live Crew bleibt an dem Fall dran,
    und berichtet uns wie das passieren konnte!!!

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