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Haushaltsverabschiedung in Romrod, Ortsbegehung am Donnerstag bei LuWiA und Neuigkeiten von der Telekom600 Breitbandanschlüsse bis November in Romrod

ROMROD (ol). Der Haushalt der Stadt Romrod ist am Dienstagabend beschlossen worden. Ohne Gegenstimme setzten die Stadtverordneten die Haushaltssatzung mit Haushaltsplan und Anlagen im Sitzungsraum des Rathauses in Kraft.

Zuvor hatte der Haupt- und Finanzausschussvorsitzende Dr. Tobias Schmitt die Beratungen, Änderungen und Ergänzungen seines Gremiums vorgestellt. Die Vorsitzenden der im Romröder ‚Stadtparlament‘ vertretenen Fraktionen hielten zudem ihre Reden.

Der CDU/FWG-Fraktionsvorsitzende Thilo Naujock hob die größeren Projekte des Haushalts hervor. Allen voran das Vorhaben „Leben und Wohnen im Alter“ (LuWiA) in Romrods Mitte. „Wir müssen in die Zukunft investieren“, so Naujock. Er betonte, dass der Gedanke dieses Handelns dem guten Leben in Romrod gewidmet sei. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Jörg Gaudl resümierte in seiner Rede die kommunalpolitischen Ereignisse im Vorjahr und stellte Bezüge zum Haushalt her. „Die positiven Punkte nach vorne stellen“, leitete er seinen Beitrag ein. Doch griff er auch durchaus kritische Themen auf, beispielsweise die Feuerwehr für den demografischen Wandel fit zu machen. Einen Dank richtete er an Bürgermeisterin Dr. Richtberg für die geradlinige Willkommenskultur in Romrod.

Diese wiederum zeigte sich nach dem einstimmigen Beschluss bestärkt: „Es sind Investitionen, die wir bisher noch nie in Romrod hatten.“ Laut ihren Angaben gehe es bei dem im Romrod vorherrschenden positiven Parlamentarismus um die Sache und nicht um die Schaffung „alternativer Fakten“.

Bürgermeisterin Dr. Birgit Richtberg, Stadtverordnetenvorsteher Udo Kornmann (M.) und Erster Stadtrat Matthias Heller (l.)

Romrod plant mit Haushaltsüberschuss

Der Investitionsplan der Stadt Romrod sieht für das Jahr 2017 Ausgaben von rund sechs Millionen Euro vor, für die es rund 2,2 Millionen Euro an Förderungen und rund 1,6 Millionen Euro an Darlehen gibt. Zur größten Investition im Jahr 2017 zählt das LuWiA-Projekt mit 4,5 Millionen Euro. Nicht unerhebliche Investitionen sieht der Investitionsplan für die Romröder Ortsteile vor. So sind 444.000 Euro für die Dorferneuerung sowie Infrastruktur in Strebendorf, 465.000 Euro für die Dorferneuerung in Nieder-Breidenbach, 207.000 Euro für die Infrastruktur in Zell inklusive Parkplatz am Bahnhof sowie neuer Küche im DGH und 34.000 Euro in Ober-Breidenbach für das Dorfgemeinschaftshaus vorgesehen. Am Ober-Breidenbacher DGH sollen unter anderem die Fenster und die Heizungsanlage erneuert werden.

Im Ergebnis sieht der Haushalt einen Überschuss von knapp 5.000 Euro vor, der sich aus Erträgen und Aufwendungen um die 4,8 Millionen Euro zusammensetzt. Die Ausgaben für Umlagen belaufen sich auf knapp 1,8 Millionen Euro. An Erträgen aus Steuern und Umlagen rechnet man mit etwa 3,3 Millionen Euro, im Vergleich zum Vorjahr sind Mehreinnahmen von über 200.000 Euro geplant.

Laut Dr. Richtberg geht es in Romrod um die Sache, lobte die Bürgermeisterin die gute fraktionsübergreifende Zusammenarbeit.

Breitband mit bis zu 100 Mbit/s

Im Bericht aus dem Magistrat informierte Bürgermeisterin Dr. Birgit Richtberg die Stadtverordneten über aktuelle Themen der Schlossstadt. So hat diese für ihr Mehrgenerationenhaus wieder einen Förderbescheid bekommen. Die mittlerweile in Romrod etablierte Institution soll eine der tragenden Säulen des LuWiA-Projektes werden und dort auch neue Räumlichkeiten finden. Für das Projekt an sich rollen mittlerweile die Bagger und fortführende Planungen wie einen Generationengarten mit Bürgerbeteiligung sind ebenfalls angestoßen. Am Donnerstag um 17 Uhr wollen die Stadtverordneten die Baustelle in Augenschein nehmen.

Im Hinblick auf den Breitbandausbau informierte die Bürgermeisterin, dass laut Angaben der Deutschen Telekom bis zu 600 Haushalte bis November etwa 100 Mbit/s erhalten. Rund zwei Kilometer Glasfaser sollen dafür in Romrod verlegt und zugehörige Multifunktionsgehäuse aufgestellt werden. Zum Abschluss der Versammlung brachte Richtberg eine Beratung um private Abwasserleitungen in Gang. So soll nun in den Ausschüssen geklärt werden, ob und welche Kontrollpflicht die Kommune über private Abwasserzuleitungskanäle hat und wie diesbezüglich verfahren werden soll.