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Der Antrifttaler Revierförster Karl Wilker führte Gemeindevertreter durch den WaldNatürliche Verjüngung statt Kahlschlag

ANTRIFTTAL (ol). Im Rahmen der Übergabe des Forsteinrichtungswerks hat Revierförster Karl Wilker die Antrifttaler Mandatsträger während einer Waldbegehung mit den Grundsätzen der Waldbewirtschaftung vertraut gemacht.

Dieser Plan wird alle zehn Jahre aufgestellt, um die Entwicklung des Baumbestandes langfristig planen zu können, so der Förster. „Die Gemeinde besitzt über mehrere Flächen verteilt zwölf Hektar Wald“, erläuterte Bürgermeister Dietmar Krist. Abgesehen von Windwürfen werde normalerweise nur so viel eingeschlagen, dass die Kosten für die Waldbewirtschaftung gedeckt seien. Das geht aus einer Pressemitteilung der Gemeinde Antrifttal hervor.

Revierförster Wilker zeigte anhand des Eulenberges, dass nicht mehr, wie früher üblich, ganze Flächen abgeerntet würden, sondern man seit über 20 Jahren überwiegend auf die natürliche Verjüngung setze. „Hier haben wir begonnen, eine neue Waldgeneration aufzubauen und die über 160 Jahre alten Kiefern einzuschlagen.“ Jeder dritte Baum bleibe jedoch stehen, um die natürliche Aussaat sicher zu stellen und den jungen Bewuchs zu schützen. „In vier bis fünf Jahren haben wir so wieder einen mannshohen Baumbestand“, so Förster Wilker. Unterstützt werde dies durch einen Bagger, der den Waldboden zusätzlich verletze, damit die Samen schneller und leichter in den Boden gelangten. Im Gegensatz zu früher könne die Fläche so doppelt genutzt werden, da während die alten Bäume noch stünden, bereits neue nachwachsen würden.

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Der Wald wird heutzutage natürlich verjüngt.

Bürgermeister Krist dankte zum Abschluss allen Anwesenden für ihr Kommen und das Interesse am Wald. Der Antrifttaler Gemeindewald habe viele Funktionen, daher sei es wichtig, sich über die Geschehnisse im Wald zu informieren. Er dankte Revierförster Wilker für die Vorstellung der Maßnahmen und die kleine Stärkung auf halbem Weg.