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Wildschweine, Rehe und ein Dachs kamen ums Leben - hohe Sachschäden an den FahrzeugenEine ganze Serie von Wildunfällen

MÜCKE/GRÜNBERG (ol). Innerhalb weniger Stunden ließen viele Tiere bei Wildunfällen ihr Leben. Zu jeder Jahreszeit sollten Verkehrsteilnehmer besonders in den frühen Morgen- und Abendstunden mit den Wildtieren auf der Fahrbahn rechnen und entsprechend achtsam fahren. Die Polizei in Gießen hat über eine ganze Reihe von Wildunfällen in den vergangenen Tagen berichtet.

In eine Rotte Wildschweine geriet heute Morgen, gegen 2.30 Uhr, ein 49-Jähriger aus Ulrichstein. Dabei stieß sein Opel auf der Landstraße 3127 zwischen Geilshausen und Beltershain mit mehreren Tieren zusammen. Die Tiere liefen nach dem Unfall alle weiter. An dem Pkw entstanden Reparaturkosten in Höhe von etwa 1.000 Euro.

Zwischen Lehnheim und Atzenhain auf der Landstraße 3072 entstand an einem Skoda ein Schaden von etwa 1.500 Euro. Am Montagmorgen, gegen 6 Uhr, kollidierte der 47-jährige Fahrer aus Mücke mit einem Reh, welches plötzlich auf die Fahrbahn lief. Das Tier überlebte den Zusammenstoß nicht.

Um 21.45 Uhr lief am Montagabend ein Reh ins angrenzende Feld davon, nachdem es mit dem BMW eines 76-jährigen Grünberges zusammengestoßen war. Auf der Kreisstraße 159 zwischen Ettingshausen und Queckborn entstand dabei am Pkw ein Schaden von etwa 500 Euro.

Ein Dachs überlebte den Zusammenstoß mit dem VW eines 61-Jährigen aus Hungen am frühen Montagmorgen, gegen 2.15 Uhr nicht. Auf der Landstraße 3188 zwischen Steinheim und Rodheim lief das Tier unter den Pkw. Der Schaden am Fahrzeug beläuft sich auf rund 3.000 Euro.


Des Weiteren berichtete die Polizei über weiter Wildunfälle in Lang-Göns, Lich, Allendorf und Biebertal.

Die Gefahr in unserer Region einem Tier zu begegnen ist hoch. Die mentale Einstellung darauf, wie man sich verhalten will, wenn plötzlich ein Tier die Fahrbahn quert ist daher besonders wichtig. Dazu gilt es sich im Vorhinein mit möglichen Handlungsoptionen zu befassen:

– Taucht ein Tier im Scheinwerferlicht auf, gilt es sofort abzublenden. Gleichzeitig sollte ein zügiger, aber kontrollierter Bremsvorgang eingeleitet werden. Auch wenn es egoistisch erscheinen mag: Versuchen Sie nicht dem Tier auszuweichen. Zum einen kann man seine Bewegung nicht vorhersehen, zum anderen besteht die Gefahr in den Gegenverkehr zu geraten oder die Kontrolle über das Fahrzeug zu verlieren und von der Fahrbahn abzukommen.

– Wenn möglich kann man versuchen durch Hupen das Tier zu verscheuchen.

– Ein Tier kommt selten allein. Man sollte immer damit, dass noch weitere Tiere folgen.