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Schüler des LK Gesundheit durften per Live-Videoschaltung bei einer Galenblasen-Operation dabei seinSchüler der Max-Eyth-Schule bei Live-Operation

ALSFELD / LAUTERBACH (ol). Die Abschlussklasse des Leistungskurses Gesundheit des Beruflichen Gymnasiums der Max-Eyth-Schule Alsfeld hat im Eichhofkrankenhaus in Lauterbach bei einer Gallenblasen-Operation zuschauen dürfen.

„Das Besondere war, dass wir das, was wir vorher im Unterricht besprochen hatten, nämlich die Organe, die für die Verdauung nötig sind, bei dieser Operation tatsächlich sehen konnten“, berichtet Kai Richter vom LK Gesundheit.

Thema im Unterricht war die Verdauung, bei der die Gallenblase und Gallenflüssigkeit eine wichtige Rolle spielen, heißt es in der Pressemitteilung.

Damit die Schüler, von denen einige vor der Entscheidung stehen, ob sie Medizin studieren wollen, bei der Gallenblasenentfernung dabei sein konnten, habe sich das Team des Eichhofkrankenhauses unter Leitung der Chefärzte Dr. Rüdiger Hilfenhaus (Allgemein- und Viszeralchirurgie) und Dr. Norbert Sehn (Anästhesie) intensiv auf die besondere Situation vorbereitet:  Zunächst habe ein Patient gefunden werden müssen, der in die „Live-OP“ einwilligte und auch das gesamte OP-Personal habe sich dazu bereit erklären müssen. Zudem sei es ein technischer Aufwand für die Klinik, eine Live-Videoverbindung für die Schüler aufzubauen, über die sie die Operation mitverfolgen konnten.

Nachdem die Ärzte kurz in ihre jeweiligen medizinischen Fachrichtungen und das Krankheitsbild eingeführt hatten, sowie über Risikofaktoren der Gallenblasenentzündung informiert hatten, konnte es losgehen.

Erst habe sich Dr. Sehn auf den Weg in den Operationssaal gemacht und dort den Vorgang der Intubation erklärt, um später die Atmung während der Narkose sicherzustellen. Nach der eingeleiteten Narkose habe Dr. Hilfenhaus übernommen. Während dem etwa halbstündigen Eingriff habe er alle wesentlichen Schritte und mögliche Komplikationen der Gallenblasenentfernung erörtert. Über eine Telefonverbindung hätten die Schüler direkt Fragen an den Operateur zum Ablauf des Eingriffs stellen können.

Auffällig sei gewesen, wie Fettgewebe innerhalb des Körpers aussehe und wie es die Operation erschwere, da die Organe von diesem umgeben werden und deswegen erst freigelegt werden müssen. Besonders interessant für die Schüler: Durch das zunehmende Übergewicht in der Gesellschaft seien die Instrumente seit seinem Karrierebeginn deutlich länger geworden, erklärte Dr. Hilfenhaus.

Die OP sei nicht blutig verlaufen, da sie endoskopisch durchgeführt wurde und dabei Ultraschallscheren benutzt werden, die Gefäße und Ähnliches beim Durchtrennen veröden. Nach der Operation hätten sich die Ärzte noch Zeit genommen, um weitere Fragen zu beantworten. Für die Schüler sein es ein besonderes Erlebnis und eine außergewöhnliche Gelegenheit gewesen.