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Haushalt 2016 in Alsfeld – Zuweisungen ermöglichen ungewohnte SituationEine Dreiviertelmillion Plus im Säckel

Alsfeld (aep). „Das ist eine Zahl, die Alsfeld in der Vergangenheit nicht hatte!“ Mit diesem Satz fasste Bürgermeister Stephan Paule am Donnerstagabend bei der jüngsten Sitzung des Stadtparlaments zusammen, was er gerade Positives über die städtischen Finanzen erklärt hatte: Alsfeld verfügt nach seinem Haushaltsplan im kommenden Jahr über ein sattes Plus von 746.000 Euro im Ergebnishaushalt, zustande gekommen vor allem durch gesteigerte Zuweisungen und Zuschüsse. Ein Novum seit Jahrzehnten.

In einem vom Beamer unterstützten Vortrag stellte Bürgermeister Paule am Donnerstag den Haushaltsplan vor, den er für das neue Jahr einbrachte. Rund 29,6 Millionen Euro laufende Einnahmen und Ausgaben werden darin verwaltet, dazu rund 6,7 Millionen Euro Investitionen im Finanzhaushalt.

Dabei erläuterte Paule, wie zwar die Einnahmen der Stadt insbesondere bei der Gewerbesteuer in den vergangenen Jahren stetig gesunken seien, die Schrumpfung aber durch wesentlich gestiegene Zuschüsse und Zuweisungen mehr als ausgeglichen worden seien.

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Frohe Botschaft vom Bürgermeister, hier mit dem Stadtverordnetenvorsteher Heinz Heilbronn (SPD).

In Zahlen: Die Gesamteinnahmen sanken demnach von 18,1 Millionen im Jahr 2014 auf erwartete 16,33 Millionen im kommenden Jahr 2016. Darin enthalten: eine Abnahme der Gewerbesteuereinnahmen von 8,1 auf erwartete 5,8 Millionen Euro. Dem gegenüber stehen aber die unter anderem durch das Kommunale Investitionsprogramm von Bund und Land gestiegenen Zuweisungen und Zuschüsse, von denen nach Abzug von gestiegenen Kreisumlagen und erhöhten Personal- sowie Sachkosten jene 746.000 Euro Überschuss übrig bleiben.

Paule betonte bei seiner Einbringung des Haushalts noch eine Botschaft: Die Gebühren der Kindertagesstätten würden nicht steigen, und somit schloss er: „Alsfeld ist eine familienfreundliche Stadt!“

Allerdings werde der Schuldenberg der Stadt dadurch erst einmal nicht abgebaut, da es noch einen jahrelangen Investitionsstau abzubauen gebe.

Das Parlament vernahm den Vortrag wie üblich zunächst ohne Kommentar und verwies den Haushaltsplan zur Beratung in die Ausschüsse.

2 Gedanken zu “Eine Dreiviertelmillion Plus im Säckel

  1. Erst beim genauen lesen, nicht positiv sondern negativ !
    Schön, das wir plus gemacht haben, aber wie ?
    Über Zuschüsse !??
    Gewerbesteuereinnahmen sanken um 2,3 Millionen !
    Was ist wenn Zuschüsse wegfallen, wie soll das weitergehen.
    Ich denke da auch an die neuen Ausgaben welche nicht mal abzusehen sind und über die man nicht gerne redet.

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