Ralf-Michael Wagner, Udo Weisbach und Bodo Assmus starteten am Welthändehygienetag mit dem Aufhängen der Hinweisschilder offiziell die Aktion „No Hands“ im Alsfelder Kreiskrankenhaus. Foto: kiri

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Kreiskrankenhaus Alsfeld startet als Hygienemaßnahme die Aktion „No Hands“Lächeln statt Händedruck soll Patienten schützen

VOGELSBERGKREIS (kiri). Im Alsfelder Kreiskrankenhaus werden keine Hände mehr geschüttelt. Das soll nicht unhöflich sein, sondern umsichtig. Denn über die Hände werden Bakterien, Viren und Keime übertragen – und dies möchten die Mitarbeiter der Alsfelder Klinik im Interesse ihrer Patienten möglichst vermeiden, indem sie die Ansteckungsgefahr minimieren. Zum Welthände-Hygienetag startete das Hygieneteam des Krankenhauses deshalb mit der Aktion „No Hands“, die seit Jahresbeginn sukzessive in deutschen Kliniken Einzug hält.

 

Ralf-Michael Wagner – der verantwortliche Krankenhaushygieniker – hat zusammen mit Udo Weisbach (Hygienefachkraft des KKH) ein Konzept entwickelt und Schilder gestaltet, die auf die Aktion „No Hands“ hinweisen. Am Welthände-Hygienetag haben sie diese gemeinsam mit Geschäftsführer Bodo Assmus an exponierten Stellen in der Alsfelder Klinik aufgehängt.

Die Schilder informieren über die Hintergründe der Aktion, klären auf und bitten gleichzeitig darum, sich als Patient und Besucher an der Aktion zu beteiligen.
„Es wird sicherlich eine Umstellung für uns Mediziner, als auch für Gäste des Hauses, auf den obligatorischen Handschlag zu verzichten“, ist sich Wagner bewusst. „Aber wir handeln im Interesse und zum Schutz unserer Patienten, wie auch für ihre Angehörigen.“

Die gelernte Höflichkeitsform als Begrüßungsritual ist nach einer wissenschaftlichen Studie neben dem Kontakt zu Oberflächen wie Türklinken, Lichtschaltern, Computertastaturen, Telefonen oder Kugelschreibern der hauptsächlichste Übertragungsweg für Krankheitserreger. Genannte Oberflächen lassen sich im Alltag nicht vermeiden, die muss man im täglichen Leben anfassen. Hände schütteln dagegen nicht.
„Der Verzicht auf das Händeschütteln ersetzt aber nicht die anderen hygienischen Maßnahmen!“, ermahnt der Hygiene-Experte. Eben dadurch, dass durch Türklinken und ähnliches Erreger weitergetragen werden, sei die Handdesinfektion nach wie vor wichtig – und dafür hängen im Krankenhaus überall Desinfektionsmittelspender: Vor jedem Patientenzimmer, vor Stationen, an allen Aus- und Eingängen.
„Die Basishygiene darf trotz der Aktion nicht vernachlässigt werden.“ Daher empfehlen Wagner und sein Hygiene-Team sowohl beim Betreten als auch beim Verlassen des Hauses sich die Hände zu desinfizieren, um zum einen Krankheitserreger nicht mit ins Haus zu bringen. Sie könnten immungeschwächte Patienten gefährden. Zum anderen diene die Desinfektion dazu, auch keine Krankheitserreger mit nach Hause zu nehmen.
Bodo Assmus, der Geschäftsführer der Klinik, ist froh über das Engagement seines Hygiene-Teams und deren stets aktuellen, den augenblicklichen Entwicklungen angepassten Maßnahmen zum Schutz der Patienten und der Mitarbeiter: „Krank durch Höflichkeit? Das möchten wir vermeiden! Ich bitte um Verständnis und darum, uns zu unterstützen und statt dem Händeschütteln sich mit einem Lächeln zu begrüßen.“

Ein Gedanke zu “Lächeln statt Händedruck soll Patienten schützen

  1. ich finde, es sollten sich alle krankenhäuser anschließen und auch plakate aufhängen und buttons tragen………… :)
    ich wüsste gerne mal, wer das händeschütteln eingeführt hat ;)
    bin auch schon sehr lange für „no hands“ .
    dr. harutyun melkonyan hatte mir freundlicher weise 3 buttons geschickt. …..allerdings
    kamen nur 2 bei mir an….der briefumschlag war unterwegs bei der post geöffnet wurden und ich schätze mal, das derjenige die buttons mit der botschaft so toll fand, so dass er einen davon gestohlen hat. ;)
    lg
    anera

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