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Das Konzert der show and brass band riss 600 Besucher mitGänsehaut-Gefühl in der vollen Stadthalle

ALSFELD (aep). Dass Marschkapellen mehr können als Militärmusik – das bewies die Alsfelder show and brass band am Samstagabend eindrucksvoll mit ihrem großen Konzert in der Alsfelder Stadthalle: „Einen bunten Strauß voller Melodien“, hatte der Vorsitzende Lothar Wiese vorab versprochen und sich dabei nicht übernommen. Was die zur Alsfelder Feuerwehr gehörende Kapelle vor 600 Zuhörern über mehr als zwei Stunden in der vollen Halle bot, bewies die Vielfalt, die diese Musiker bei Festivals in ganz Europa zu gern gesehenen Teilnehmern macht. Zentrales Thema diesmal: Melodien aus Musicals.

 

Ein so großes Publikum zeige, dass es eine enge Verbundenheit zwischen der show and bras band und den Alsfeldern gibt, erklärte der Vorsitzende Lothar Wiese in seiner Begrüßung – das obwohl die Band die meisten ihrer 25 bis 30 jährlichen Auftritte weit außerhalb der Stadt gibt – mitunter auch im Ausland. Den guten Stellenwert der Band bewies die Zahl der Ehrengäste, zu denen auch Bürgermeister Stephan Paule und der CDU-Landtagsabgeordnete Kurt Wiegel zählten – nebst dem Kreisbrandinspektor Dr. Sven Holland und dem Stadtbrandinspektor Michael Eilts sowie Vertretungen von befreundeten Feuerwehren und Chören.

Die Nähe zur Feuerwehr verdeutlichte im Laufe des Konzerts auch das Stück “Backdraft”. Das  ist der Soundtrack des gleichnamigen US-Spielfilms, zu deutsch: “Männer, die durchs Feuer gehen”. Zu diesem Stück wurden auf der Leinwand Filmsequenzen gezeigt und  Männer und Frauen der Alsfelder Feuerwehr postierten sich links und rechts von der Bühne. In ihren Rettungsanzügen inklusive Helm und Atemschutzflasche sowie mit Axt und Fackel in der Hand brachten die Feuerwehrleute die passende Atmosphäre rüber.

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Der Vorsitzende Lothar Wiese begrüßte das Publikum in der Stadthalle.

Musik aus vielen Musicals entlang einer militärischen Marschlinie kündigte Lothar Wiese für den Abend an, der musikalisch unter der Leitung des Oberstabsfeldwebel a.D., Josef Geisler, am Dirigentenpult stand. Da kamen denn so bekannte Melodien wie die der Filmreihe „Band of Brother“ oder des weltberühmten Musicals „Miss Saigon“ – sämtlich vorgestellt von dem HR4-Moderator Rainer Janke, der souverän und humorig durch das Programm führte.

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Die Stadthalle war mit 600 Besuchern gut gefüllt.

Fast eine Premiere war der Auftritt der Dudelsack-Gruppe innerhalb der show and brass band, erläuterte Lothar Wiese, vom Moderator nach den Hintergründen der vierköpfigen Gruppe befragt. Diese Musiker brauchten Jahre, sich in das komplizierte Instrument einzuarbeiten, und traten mit den beiden Stücken, „The Rose of Kelvingrove“ sowie der Klassiker Highland Cathedral, am Samstag beinahe das erste Mal öffentlich auf – begleitet von großem Beifall. “Mull of Kintyre” durfte später natürlich auch nicht fehlen.

Der Beifall schwoll im Laufe des Abends vor Musikstück zu Musikstück immer mehr an, je mehr die getragenen Klänge die Menschen im Publikum mitnahmen – und für ein Gefühl sorgten, dass die mitreißende Wirkung der Klänge beweist. Ein Zuhörer stellte das schon zur Pause fest: „Gänsehaut-Gefühl“.

Es war klar, dass die show and bras band nicht ohne Zugaben aus dem Saal kam. Und dazu hatte man sich noch etwas Besonderes ausgedacht. Für Gänsehaut-Schübe sorgte “Amazing Grace”, gespielt von den Dudelsäcken und Begleitung des gesamten Orchesters.
Und für das einst über die Frontgräben hinweg beliebte Lied “Lilli Marlen” stellten sich drei Trompetenspieler am anderen Ende des Saals auf. Von dort spielten die drei Fanfarensignale vorweg, ehe das Orchester den berühmten  Schlager anstimmte, der im Zweiten Weltkrieg zum beliebesten Soldatenlied wurde. Ein thematisch passender Abschluss für ein gelungenes Konzert.

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Humorig locker führte der HR4-Moderator Rainer Janke durch das Konzert.

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Musikalisch stand der Abend unter der Leitung des Oberstabsfeldwebel a.D., Josef Geisler.

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Fast eine Premiere: die Dudelsackgruppe am Samstag bveim ersten ihrer beiden Auftritte.

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