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Drei Unterschriften: Nun kann der Lindensportplatz saniert werden„Für den kleinen Fußballkreis ein großer Schritt“

ALSFELD (aep). Drei flotte Unterschriften drunter, ein Stempel drauf – und fertig war die Lösung für ein jahrelanges Problem: Der Pachtvertrag zwischen dem Vogelsbergkreis und dem JFV Alsfeld-Bechtelsberg, der gestern in Alsfeld unterzeichnet wurde, ist die Voraussetzung für eine lange fällige grundlegende Sanierung des Kunstrasens auf dem Lindensportplatz. Es ist, wie Landrat Manfred Görig feststellte, „ein gutes Gemeinschaftsprojekt“ – das 300.000 Euro bewegt.

Eigens für diesen Schritt trafen die Beteiligten sich gestern am Ort des gemeinsamen Projekts: direkt auf dem Alsfelder Lindensportplatz, dessen Oberfläche einmal in den achtziger Jahren als Kunstrasen angelegt worden ist. Landrat Manfred Görig, Bürgermeister Stephan Paule und als eigentliche Hauptperson Dr. Henning Schnell-Kretschmer, der Vorsitzende des Jugendfördervereins Alsfeld-Bechtelsberg. Der rund 220 Mitglieder starke Fußballverein ist seit dem Montagnachmittag nämlich Pächter des Alsfelder Lindensportplatzes und Auftraggeber für die grundlegende Sanierung des schon länger maroden Rasenteppichs.

Baukosten: rund 300.000 Euro

Dass der nun auch in Zeiten verarmter öffentlicher Haushalte erneuert werden kann, so erläuterte Landrat Görig, sei das Ergebnis von größerer Zusammenarbeit. Der Kreis als Eigentümer und Schulträger hätte das Geld auch nicht aus Mitteln des Schulneubaus aufbringen können. Man wandte sich an das Land – und bekam Zusagen für die Förderung eines Vereins – zuletzt über 150.000 Euro. Da legen der Kreis sowie die Stadt Alsfeld noch je 30.000 Euro drauf – die Stadt in Raten von jährlich 3000 Euro – und der Rest wird von mehreren Vereinen aufgebracht. Das sind neben dem Jugendförderverein der BSC Eudorf, der SV 06 Alsfeld und der TV Brauerschwend. Eine letzte Lücke von etwa 25.000 Euro soll aus Spenden kommen, es gebe da bereits großzügige Spender, ließ der Landrat durchblicken. Der Vogelsbergkreis übernimmt zudem die Hälfte der Unterhaltungskosten und darf den Sportplatz für Schulsport bis in den frühen Nachmittag nutzen.

Baubeginn soll noch in diesem Frühjahr sein, und ab dem Spätsommer oder Herbst kann auf einem völlig neuen Rasenteppich gekickt werden.

„Ein Projekt, das die Jugend voranbringen wird“

„Ich glaube, das ist ein Projekt, das die Jugend voranbringen wird“, fasste der JFV-Vorsitzende Schnell-Kretschmer die Intention zusammen. Man habe bereits seit Jahren überlegt, wie der Lindensportplatz saniert und damit ein Ganzjahressportplatz erhalten bleiben kann, von dem nicht nur ein Verein profitieren kann. Bürgermeister Paule lobte das Engagement der Vereine, die hätten „etwas Großes auf die Beine gestellt“. Er stellte heraus, dass der städtische Beitrag zugleich bedeute, dass die Stadt aus ihrer bisherigen Verpflichtung herauskomme – und so auch wieder Geld einspare. Und Peter Wiedeholt, Jugendwart im Fußballkreis Alsfeld fasste zusammen: „Ich glaube, das ist für den kleinen Fußballkreis ein großer Schritt.“