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Geflügelpest in Freiensteinau - Tierschützer demonstrierten gegen Tötung126 Vögel eingeschläfert

FREIENSTEINAU (ls). Die Rechtsmittel waren ausgeschöpft, die restlichen 126 Vögel von Familie Amend aus Freiensteinau, auf deren Hof die Geflügelpest aufgetreten war, wurden an diesem Donnerstagvormittag eingeschläfert. Einige wenige Tierschützer hatten gegen die Tötung der Tiere an diesem Vormittag demonstriert.

Anfang des Jahres verendeten 16 der insgesamt 17 Pfauen in der privaten Vogelhaltung der Freiensteinauer Familie. Bei den Untersuchungen wurde die Geflügelpest festgestellt, woraufhin das Veterinäramt die Tötung des restlichen Vogelbestandes der Familie anordnete – so will es die Geflügelpestverordnung, in der das Vorgehen bei einem Ausbruch des hochansteckenden Virus vorgeschrieben ist.

Gegen die Tötungsanordnung kämpfte die Familie vor dem Gießener Verwaltungsgericht und verlor. Auch eine Beschwerde beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof blieb erfolglos: Das Gericht wies die Beschwerde zurück, die restlichen Vögel mussten ebenfalls getötet werden. Zuständig dafür war das Veterinäramt des Vogelsbergkreises, das nach dem Beschluss der Verwaltungsgerichtshofs erklärte, dass die Tötung der restlichen Vögel noch in dieser Woche vollzogen werden solle. Die Tauben der Familie blieben verschont, ihnen macht das Virus weniger aus und sie verbreiten es auch weniger.

Geflügelpest: Verwaltungsgerichtshof weist Beschwerde gegen Tötungsanweisung ab

An diesem Donnerstag war es so weit: 126 Vögel – darunter unter anderem 18 Gänse,14 Hühner, drei Nandus und 42 Eulen – wurden durch eine Injektion eingeschläfert. Dass es nun doch so schnell ging, liegt daran, so teilt es der Kreis auf Anfrage von OL mit, dass die Infektionsquellen so schnell wie möglich beseitigt werden müssten. Nur so könne man die Möglichkeit einer Übertragung auf Wildvögel oder andere Geflügel- und Vogelhaltungen in der Umgebung effektiv verringern.

Noch am Mittwoch wurde die Familie durch Amtsärzte des Veterinäramts auf die bevorstehende Tötung der Tiere vorbereitet, auch am Donnerstag wurden vor Ort noch Gespräche geführt. Ein Notfallseelsorger war ebenfalls anwesend. Außerdem hatte sich im Laufe des Vormittags eine angemeldete Versammlung vom Verein „Projekt Oase, Mensch und Tier im Einklang“ gebildet, an der fünf Teilnehmer gegen die Tötung der Vögel protestierten.

Was bedeutet die Tötung nun für umliegende Geflügel- und Vogelhalter? Die betroffene Familie muss nun zunächst alle Ställe und Voliere reinigen und desinfizieren. „Unser Veterinäramt wird weitere Untersuchungen in anderen Geflügelbetrieben in der Restriktionszone rund um Freiensteinau durchführen“, erklärt der Kreis. Wenn keine weiteren Geflügelpest-Fälle auftreten, könne man die Restriktionszone aufheben. Darüber werde man dann öffentlich informieren.

27 Gedanken zu “126 Vögel eingeschläfert

  1. Ich sage nur weg mit dem Gefiz
    und den Idioten die sich noch
    Wildtiere halten, von dem ganzen Gefluegelscheiss kommen doch alle Viren her, womöglich kommen die Hinkel noch mit ins Bett, dann wundern mir uns über die Seuchen.
    Vor ein paar Jahren wurden tausende Kälbchen gekillt
    wegen ein paar gR. ANTIBIOTIKA

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  2. @Waldschrat- von CoVididioten brauche ich weder “ Schratschläge noch „Nicknames“ noch sonstwelche Spekulationen.
    Haben Sie keinen Mülleimer zuhause, der sich gern mit Ihren geistigen Ergüssen befasst ?

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  3. Herr Baumzupfer bevor man hier herum poltert sollte man den Artikel richtig lesen, da waren auch 14 Hühner dabei,und in dem Artikel ist auch das Urteil des Verwaltungsgerichtshofes zu dem Fall zu lesen, zB. wegen nicht möglicher Räumlicher Trennung der verschiedenen Tierarten wurde die Tötung angeordnet.
    Hätten sich die Eigentümer schon vor Wochen um eine Ausnahmegenehmigung
    dahin gehend bemüht wäre es nicht soweit gekommen. Wenn ich ein so großes Freigehege in der Nähe eines Sees (Nieder-Moosersee)betreibe, muß ich damit rechnen das von über fliegenden Wildvögeln gefahren ausgehen, das heißt Viren den Weg in den Bestand finden.
    Zum Schluss nun, und ob die Eulen artgerecht gehalten wurden wage ich auf Grund der Fotos zu bezweifeln.

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      1. Tun Sie mir einen Gefallen und ersparen Sie sich Ihre doofen Ratschläge. Wo Sie hin raten, wächst kein Gras mehr. Sie wissen doch: Das ganze Leben ist ein Quiz…
        Ich habe schon einmal die notwendige Korrektur Ihres Nicknames vor genommen, um Ihrem Dasein neuen Sinn zu verleihen! Und jetzt gehen Sie raus und schlagen einen Schrat!

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  4. Meiner Meinung nach wurde hier ohne vorherigen Befund/Testung eine Straftat begangen. Und von toten, untersuchten Tieren auf alle zu schließen zählt nicht. Das hat keine Aussagekraft.

    Eine Vermutung stellt ganz klar keinen vernünftigen Grund da.

    Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen“ (§ 1 TierSchG, Grundsatz).
    Man sollte die Verantwortlichen anzeigen. Hier wurde völlig überzogen gehandelt.

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    1. „Meiner Meinung nach wurde hier ohne vorherigen Befund/Testung eine Straftat begangen.“ Na, dann zeigen Sie die Täter doch an! Am besten anonym unter „XY“.
      Durch die Meinungsfreiheit sind „Bekundungen“ auch grenzwertigen Inhalts zumeist abgedeckt und dies ist auch gut so, weil dieses Grundrecht nicht mehr viel Wert ist, wenn man ängstlich jedes Wort auf die Goldwaage legen muss.
      Aber irgendwo hört der Spaß auch mal auf. Die Beurteilung, dass eine Straftat begangen wurde, setzt ein rechtswidriges Verhalten (Tat oder Unterlassen) voraus, das durch den Gesetzgeber mit Strafe bedroht ist. Grundsätzlich können Straftaten nur vorsätzlich begangen werden; eine Straftat (Verbrechen oder Vergehen) kann nur dann fahrlässig begangen werden, wenn dies das einschlägige Gesetz explizit besagt. Voraussetzung, dass dem mutmaßlichen Täter ein Verbrechen oder Vergehen angelastet werden darf, ist ein von den Strafverfolgungsbehörden erbrachter Beweis, der den Täter der begangenen Straftat überführt (Quelle: Wikipedia).
      Also, da ist nichts mit „meiner Meinung nach“ und schwurbel, schwurbel, finde ich aber doch…

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    2. Käse – hier wurde geltendes Recht umgesetzt, nämlich die GeflPestSchV. Die Behörde ist rechtlich sogar verpflichtet, so zu handeln.

      Zitat:

      Teil 2 […] § 19 Schutzmaßregeln für den Seuchenbestand:
      (1) Ist Geflügelpest bei einem gehaltenen Vogel amtlich festgestellt, so ordnet die zuständige Behörde in Bezug auf den Seuchenbestand an

      1. die sofortige Tötung und unschädliche Beseitigung der nicht bereits nach § 15 Absatz 1 Satz 2 Nummer 1 getöteten und unschädlich beseitigten gehaltenen Vögel,

      2. […]

      Zitat Ende

      Dabei hat die Behörde lediglich die Möglichkeit, eine Ausnahme nach §20 zu machen, wenn gewisse hygienische Rahmenbedingungen sichergestellt werden können. So geschehen auch in Tiergärten.

      Hier in der Hobbyhaltung hat man diese Ausnahme nicht gestattet. Ob zu Unrecht oder nicht, ist ohne Begründung schwer einzuschätzen. Es ist aber anzunehmen, dass eine sinnvolle Quarantäne von Vögeln bauliche Anforderungen an Gehege stellt, die nicht überall gegeben sind.

      Ist eine Ausnahme nach §20 nicht angezeigt, muss der Bestand nach geltendem Recht gekeult (eingeschläfert) werden. Befund oder Testung sind hier vollkommen unerheblich.

      Was da passiert ist, ist also das genaue Gegenteil einer Straftat.

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    3. Du solltest Dich mal genau mit der Materie befassen, bevor du hier Gesetze in den Raum stellst die weder Hand noch Fuß haben.🙈

  5. Hier hat der Mensch mal wieder sein Können unter Beweis gestellt.
    Klasse Leistung. Nicht infizierte Tiere sinnlos abgeschlachtet.

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    1. Wenn das gegen Seuchen helfen würde … wie lange dauert es noch bis man als Coronainfizierter getötet wird? Vielleicht auch noch die ganze Familie? Das ganze Dorf? Stadt?

      Wenn man darüber mal nachdenkt merkt man wie SINNLOS diese Aktion war.

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      1. Ähh… man ist doch fleissig dabei! Wieviele Alte wären jetzt noch am Leben wenn Sie nicht geimpft geworden wären!!Ja das ist fakt!

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      2. @ Baumzuper

        Ähh, ja, genau! Das ist bestenfalls abge-fakt! An welchem Baum haben Sie zuletzt gezupft? Am Alu-Baum? Wieviele Dummschwätzer wären nicht mehr unter uns, wenn man gegen Dummheit geimpft werden könnte und jede Impfung zum Tod durch Verdummung führen würde? Wenn Sie mal eine wirklich sinnlose Menschentötung nachverfolgen wollen, lesen Sie das hier: https://www.labournet.de/interventionen/grundrechte/grundrechte-all/polizeistaat/fulda-polizei-erschiesst-jungen-afghanen-der-gleichzeitig-floh-polizisten-bedrohte-und-eine-baeckerei-ueberfiel/

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      1. Angeblich verenden infizierte Tiere relativ schnell. Von daher kann man davon ausgehen, dass hier sinnlos gehandelt wurde.
        Haben die Besitzer nicht Umbauten etc. vorgenommen. Wären da weiter Tiere befallen gewesen, wären sie verendet in der Quarantäne.
        Aber typisch Behörde. An den schwächsten im System kann man sich auslassen.

        Zur Not hätte man alle Tiere testen lassen.
        Das töten durch eine Fachfirma ist auch nicht gerade billig. Aber darüber spricht die feine Behörde nicht.

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      2. Gegenfrage! Woher weiss man das sie infiziert waren?? Es wird niergends von test geredet. Letztendkich passiert doch mit covid das Gleiche!

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  6. Unfassbar diese WILLkürr, man hätte eine viel humanere lösung finden können zusammen mit den Besitzern, für die Eulen, aber es sollte wohl nicht sein.

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  7. Ich bin sooooo f…… traurig
    All diese wunderschönen Tiere !
    Welch eine Verschwendung !
    Wann immer ich in meiner Wahlheimat Thailand war, habe ich mich immer gefreut eine weisse Nachteule sehen zu können.
    Hier in meinem “ Gefängnis “ hatte ich sie sogar fast vor der Haustür- jetzt sind alle tot 😢.
    An welche Gerechtigkeit kann man in dieser Bananenrepublik noch glauben ? Hat jemand einen tröstenden Rat für mich ?

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    1. Den guten Rat unterbreiten Sie sich ja selbst. Wandern Sie in Ihre Wahlheimat nach Thailand aus, vermutlich ist der Seuchenschutz dort humaner geregelt. Wenn H5N8 – woran die Pfauen verendet sind – in Thailand ankommt, können Sie feststellen ob dort eine andere Route eingeschlagen wird als im Rest der Welt. Im Bereich Menschenrechte und Kampf gegen Menschenhandel sind die ja auch vorne mit dabei.

      Die Aktion mit den Eulen mag gruselig erscheinen, jedoch ist es zum Schutz der anderen Vögel, nicht zum Spass. Ob andere Massnahmen einfach umsetzbar sind, ist leicht zu behaupten wenn man die Übertragungswege nicht kennt. Wenn am Ende deutlich mehr Vögel elendig an dem Virus verenden ist es auch nicht humaner.

      Dieser „Bananenstaat“ handelt wie alle anderen Länder dieser Welt, in denen H5N8 erkannt wird. Kennen Sie eine Ausnahme in der die Eindämmung humaner erfolgte?

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      1. @Checker Tobi- Sie sollten alle Kommentare lesen, nicht nur meine.
        Aber es macht einfach mehr Spaß, sich am politischen Gegner abzuarbeiten, stimmt’s ?
        Haben Sie den Präzedenzfall vom Opel- Zoo gelesen ?
        Da war ein Tier erkrankt und musste getötet werden.
        Alle ANDEREN würden als gesund befunden und durften überleben. Hier wurde ad hoc geurteilt und gearbeitet.Alle Pfauen waren krank, also hol die Keule raus !
        Das ist so, als wenn in einem Kriminalfall 4 Verdächtige für einen Mord vorhanden sind.
        Also werden alle 4 verurteilt- ist das Ihre Auffassung für Gerechtigkeit ?
        In meiner Wahlheimat Thailand ist auch nicht alles Gold, was glänzt, auch dort gibt es Justizirrtümer durch übergeilte Bürokratie.
        Nur sieht man die Tiere mit anderen Augen. In jedem Tier könnte eine “ Menschenseele“ stecken, so sah das vor mehr als 500 Jahren der Begründer des Buddhismus. Falls mir eine Religion plausibel vorkommt, dann ist es überhaupt der Buddhismus.
        Jeder Lügner, Betrüger und auch Mörder erhält seine gerechte Strafe im nächsten Leben. UND
        falls ich die Sicherheitsleistung ( Deposit ) für Thailand vorlegen könnte, wäre ich auch wegen „Vorurteilspfleger“ wie gerade Ihnen schon für immer dort ! GARANTIERT

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      2. Quarantäne Sofort!! Wegsperren alle Vögel Sofort!!
        Es wurde davon ausgegangen das sie es haben müssen.oder Könnten..Es wurde nicht getestet! Und das ist die Grosse Sauerrei.

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    2. Ja ich habe einen Rat, zurück in die Wahlheimat Thailand, dann ist man aus dem Gefängnis raus,und kehrt der Bananenrepublik den Rücken aber bitte
      für immer,in Thailand das muss ich zugeben wäre so was nicht passiert,
      wenn da ein Huhn den Kopf schräg hält kommt es schnell in den Suppentopf.Oder

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      1. Sowas von einer dummen Antwort.
        Es geht hier doch nicht um das Schlachten zur Lebensmittelgewinnung. Hier geht es um SINNLOSES TÖTEN !!

        Ein Großteil der Menschheit ist Fleisch und das ist ok. Aber gesunde Tiere zum Teil unter Artenschutz standen zu töten ist der Hammer. Die Verantwortlichen gehören bestraft. Aber passiert mal wieder nichts. Linke Tasche rechte Tasche und schon ist alles gut ….

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      2. Hier gehts nicht um Hühner!! Seltene Vogelarten Man!!
        Und wieder mal Typische DEUTSCHE reaktion. Anstatt sachlich zu bleiben wird gleich gewettert “ Ab nach Thailand“ Ich hasse Menschen!Iergendwie werden wir Immer Dümmer!

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      3. @Wahrheit ???- sie können gerne n Ihr blau- braunes Gift über mir verspritzen,
        Never Mind- ich habe ein dickes Fell und gelernt mit Antichristen wie Ihnen umzugehen.
        Was mich wirklich tröstet, sind die vielen Grablichter vor den Stallungen des prächtigen Vogelvolks ( vor dem Haus der Familie Amend von empathischen Menschen ) welches sein Leben für gefühllose Bürokraten gelassen hat, damit diese weiter in einer kalten Jahreszeit auf Ihren gemütlichen Bürosesseln kleben können !

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      4. „Ich hasse Menschen! Irgendwie werden wir immer dümmer!“
        Wenn W-I-R immer dümmer werden (bei der schlechten Orthografie fängt es meistens an!) – Warum hassen Sie dann immer nur die A-N-D-E-R-E-N Menschen? Beginnen Sie mit dem Hass bei sich selbst. Auch hier gilt: Wenn jeder an sich selbst denkt, ist an alle gedacht! Hass in Hessen, wunderbar! Der Vulkan hasst! Hasst du das verstanden? Wenn nicht, geh Bäume hassen und zupfe dran. Aber richtig heftig!

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    3. @Helge Fitz
      Du schreibst ständig über Deine Wahlheimat Thailand. Auch dort gibt es Gesetze die die Behörden ausführen. Wenn man solche Tiere hier halten möchte,sollte man sich erstmal mit den gesetzlichen Auflagen vertraut machen, bevor man sie nicht artgerecht hält!! Die sogenannten Bürokraten auf ihren Bürostühlen führen schlicht und einfach die Gesetze aus, aber dies scheint in so manchen Köpfen überhaupt nicht anzukommen.🙈🙈🙈

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