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Kanzleramtschef Helge Braun übergibt Förderung von 250.000 EuroAlsfelder Stadtmauer soll im Herbst fertig sein

ALSFELD (tsz/ls). Eigentlich sollte die Stadtmauer in Alsfeld schon fertig sein, doch dann gab es Probleme mit Wurzeln und Wasser, sodass die Arbeiten ins Stocken gerieten. Im kommenden Frühjahr soll es endlich weiter gehen – und dafür überreichte Kanzleramtsminister Helge Braun persönlich eine Förderung des Bundes in Höhe von 250.000 Euro. Im Herbst 2022 soll die Stadtmauer fertig sein.

55 Meter von insgesamt 116 Metern sind geschafft, der erste Bauabschnitt der denkmalgeschützten Stadtmauer ist saniert – doch dann gerieten die Bauarbeiten ins Stocken, ehe man an den beiden verbliebenen Bauabschnitten beginnen konnte. Wurzeln seien tief in das ein bis zwei Meter dicke Mauerwerk eingewachsen, Wasser sei eingedrungen und die Mauer habe begonnen sich nach außen zu wölben, erzählte Architekt Karlheinz Geißler bei dem Besuch vor Ort. Das habe die Baufirmen nicht nur Sorgen bereitet, sondern auch die Arbeiten verzögert.

Fotos: tsz

Erschwerend kam hinzu, dass eine Förderung wegfiel, mit der die Sanierungsarbeiten hätten finanziert werden sollen. Allein der erste Bauabschnitte kostete 380.000 Euro, gut 500.000 Euro seien noch für die restlichen beiden Bauabschnitte vorgesehen. Da kam der Förderbescheid des Bundes, den Kanzleramtsminister Helge Braun persönlich nach Alsfeld brachte, gerade richtig.

250.000 Euro bekam die Stadt aus einem Denkmalschutz-Sonderprogramm für die Sanierung überreicht, die im Frühjahr 2022 dann endlich fortgesetzt werden kann. „Das Schönste, wenn mit dem Bescheid etwas Vernünftiges gemacht wird“, freute sich Braun und merkte an, dass viele Kommunen auf solche Hilfen des Bundes durch Förderungen angewiesen seien, um die Kultur und auch die Denkmäler zu erhalten.

Begonnen haben die Arbeiten im Mai vor zwei Jahren von der Volkmarstraße aus in Richtung Mainzer Tor, entlang den gut erhaltenen Überresten der denkmalgeschützten Stadtmauer. Zwei Jahre waren für die Arbeiten eigentlich vorgesehen, mittlerweile erwarten die Beteiligten einen Abschluss im Herbst 2022.

„Wir wollen im kommenden Frühjahr starten. Ende September haben wir uns als Ziel gesetzt, fertig zu sein“, sagte Michael Hölscher vom städtischen Bauamt. An der Mauer habe es vorab viele Untersuchungen gegeben, besonders mit Blick auf die Verwurzelungen. Auch habe man extra einen speziellen konfektionierten Mörtel entwickelt. All das habe die Arbeiten etwas verzögert, doch die Sanierung sei trotzdem zwingen erforderlich gewesen.

Im Anschluss an die Sanierungsarbeiten soll dann noch der Klostermauerweg komplett saniert werden, wobei der Weg auch um gut 50 Zentimeter breiter gemacht werden soll damit die Kehrmaschine der Stadtreinigung durchkommt, wie Bürgermeister Stephan Paule erklärte. Das sei allerdings nur dann möglich, wenn die angrenzenden Gartengrundstücke es zulassen, die nicht alle in städtischer Hand liegen und wo es einer Erlaubnis der Eigentümer bedürfe.

Nach 50 Metern Stadtmauer-Sanierung ein Baustopp