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Weihnachtsgrüße aus der OL-RedaktionOh, du (diesmal wirklich) ruhige Weihnachtszeit

VOGELSBERG. Kein Krippenspiel, kein Christkindwiegen, nicht einmal Gottesdienste gibt es in diesem Jahr – jedenfalls keine, in denen man wirklich gemeinsam zusammen sitzt. Dazu kommt noch die Ausgangssperre im Vogelsberg. Alles in allem: Es wird ein Weihnachten sein, was man so nicht kennt. Ein Weihnachten auf Distanz, das dennoch Gemeinschaft hervorruft und vielleicht sogar etwas Gutes mit sich bringt: Ruhe in bewegten und turbulenten Zeiten.

Nein, Weihnachten wird in diesem Jahr ganz bestimmt nicht so, wie man es normalerweise gewohnt ist. Die Kirchentüren bleiben zum größten Teil geschlossen, Krippenspiele sind abgesagt, genauso wie das traditionelle Alsfelder Christkindwiegen und auch Gottesdienste gibt es nicht als Präsenzveranstaltung in den Kirchen, sondern stattdessen digital auf den Bildschirmen im eigenen Wohnzimmer. Von der Ausgangssperre hier im Vogelsberg und den Kontaktbeschränkungen im ganzen Land einmal abgesehen, die ein gewohntes Weihnachtsfest so wie man es kennt auf den ersten Blick unmöglich machen. Deshalb muss Weihnachten aber noch lange nicht ganz ausfallen.

Weihnachten ist nämlich bei Weitem nicht nur eine Zeit des Feierns und der Geschenke, Weihnachten ist viel mehr als das. Es ist eine Zeit der Besinnung, eine Zeit der Ruhe, die wir vielleicht in diesem turbulenten Zeiten mehr denn je gebrauchen können. Es ist eine Zeit, die an Gemeinschaft erinnert und an Zufriedenheit. Weihnachten wird also gerade in dieser schwierigen Tagen mehr denn je gebraucht.

Umso schöner ist es, dass es doch irgendwie möglich ist, ein bisschen Weihnachtsgefühl zu schaffen. Da sind Krippenspiele und Gottesdienste, die man online anschauen kann oder ein gemeinsames Singen in Alsfeld, was die Kirchengemeinde organisiert hat und was Alsfeld um 16 Uhr trotz Distanz zu einer Gemeinschaft werden lässt und zum Leuchten bringt. So ganz muss man also nicht auf gewohnte Weihnachtsrituale verzichten, wodurch Weihnachten dann doch irgendwie wieder zu Weihnachten wird. Und selbst das Alsfelder Christkindwiegen gibt es digital.

Vielleicht ist dies sogar ein Weihnachten, das wesentlich echter ist, als die Jahre zuvor. So oft haben wir uns vorgenommen, das Wörtchen Besinnlichkeit ernst zu nehmen, Weihnachten nicht nur das Fest des Konsums sein zu lassen. Wenn wir es dieses Jahr im Lockdown nicht schaffen – wann sollte es uns dann gelingen? Dabei sollten wir jedoch nicht die Familien vergessen, die durch diese Pandemie einen lieben Menschen verloren haben, der dieses Jahr an Weihnachten besonders fehlen wird.

In diesem Sinne, liebe Leserinnen und Leser: Das OL-Team wünscht Ihnen auch in diesen ungewöhnlichen Tagen, in denen alles neu und irgendwie anders ist, ein paar möglichst fröhliche Feiertage im kleinen Kreis! Genießen Sie die Ruhe und tanken Sie Kraft – vor allem aber: Bleiben Sie trotz allem weiterhin hoffnungsvoll. Denn es kommen auch wieder andere Zeiten!

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