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Klima- und vorbeugender Hochwasserschutz im FokusGelände an der alten Feuerwache soll zur Parkfläche werden

ALSFELD (ls). Durch den Klimawandel gewinnt der Ausbau des städtischen Grüns immer mehr an Bedeutung – besonders mit Blick auf die künftige Stadtentwicklung. Aus diesem Grund hat die Stadt Alsfeld nun vor, den Alsfelder Stadtpark, auch bekannt als Goethepark, ein wenig zu erweitern – und zeitgleich einen naturhaften Weg in die Stadt ebnen. Genutzt werden soll dafür das mittlerweile brach liegende Gelände der alten Feuerwache gegenüber des Parks. Dort soll der Goethepark erweitert werden und eine Verbindung zum dahinter liegenden Naturgebiet samt Schwalmradweg entstehen.

Klima- und Hochwasserschutz, das sind die beiden Ziele, die sich die Stadt Alsfeld beim ihrem nächsten Projekt gesetzt haben – und dazu hat sich die Stadt einen besonderen Platz ausgesucht: Das mittlerweile brachliegende Gelände an der alten Feuerwache. Dort wurden in den letzten Monaten der ehemalige Schlauchturm und die Fahrzeughallen abgerissen und zurückgebaut. Nun ist das Gelände frei und soll als Erweiterung des Goetheparks dienen.

„Wir wollen damit die Aufenthaltsqualität steigern, gleichzeitig mehr Grünfläche gewinnen und dem immer wieder auftretenden Hochwasser vorbeugen, was wir hier an dieser Stelle der Stadt immer mal wieder haben“, erklärte Alsfelds Bürgermeister Stephan Paule. Gemeinsam mit der neuen Klimaschutzbeauftragten der Stadt, Louisa Wenzel, und Tobias Diehl vom städtischen Bauamt stellte der Rathauschef die geplante Maßnahme vor. Demnach soll das Gelände an der alten Feuerwache genutzt werden, um die Parkanlage zu erweitern, den offenliegenden Wassergraben zu vergrößern und in die Schwalm zu leiten und gleichzeitig um die Aufenthaltsqualität zu steigern.

Im Bereich der alten Feuerwache kam es immer wieder zu Problemen durch Hochwasser, mit ein Grund dafür, dass die Alsfelder Brandschützer eine neue Wache bekommen haben. Erst vor etwas über zwei Jahren stand der Goethepark und die umliegenden Straßen rund um das Gelände nach einem Unwetter unter Wasser. Dem will man nun durch den problemlosen Ablauf des Oberflächenwassers in die Schwalm vorbeugen. „Wir wollen hier die Fläche so gestalten, dass das Oberflächenwasser problemlos abfließen kann, und es so nicht mehr zu diesen großen Überflutungen kommt“, erklärt Paule.

Im Juni 2018 standen die Straßen und das Gelände rund um die ehemalige Feuerwache und auch der Goethepark nach Starkregen und Unwetter unter Wasser. Auf dem Gelände wird allerdings derzeit dennoch weiter gearbeitet. der Kreis errichtet dort wieder eine Atemschutzübungsstrecke für die Feuerwehren. Foto: archiv/pw

Wie die Klimaschutzbeauftragte Louisa Wenzel erklärt, soll der Boden dazu entsiegelt werden und die geplante, erweitere Parkanlage auf der Seite der ehemaligen Feuerwache möglichst naturhaft gestaltet werden. „Der offene Wassergraben, der das Wasser in Richtung Schwalm führt, soll der Natur angepasst werden. Sprich: Es soll alles sehr natürlich angelegt werden“, erklärt auch Bauamtsleiter Diehl. Hinzu seien Fahrradabstellmöglichkeiten und auch Fahrradbänke denkbar, die der Erholung und der Freizeitnutzung dienen sollen. Damit öffne man nicht nur den Weg in die Stadt und in Richtung Schwalmradweg, sondern fördere die Umwelt und die Lebensqualität durch das Stadtgrün.

Nachdem das Gelände nun brach liegt und die ehemaligen Fahrzeughallen und der Schlauchturm weg sind, sollen jetzt die weiteren Planungen für die Erweiterung des Goetheparks in Angriff genommen werden. Dazu wird ein Konzept erstellt, ehe die Ausschreibungen beginnen können.

2 Gedanken zu “Gelände an der alten Feuerwache soll zur Parkfläche werden

  1. Prima, endlich neue grosse Parkflächen. Auch macht das den Autofahrer fit, zur Innenstadt dann durch den Goethe Dealer- und Siffpark im Joggingmodus. Klasse Idee 💡!

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    1. Parkfläche im Sinne von Stadtpark/Grün/Bäume! So wie im Text beschrieben wird der Goethepark erweitert und kein Kfz-Parkplatz gebaut. Bitte den Artikel lesen und nicht nur die Schlagzeile.

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