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Interview mit ausgebüxtem MaskottchenAlsfelder Onkel Otto erklärt seine Wanderschaft

ALSFELD (jal). Vor einigen Tagen gab es Aufregung in Alsfeld: Aus dem Rathaus war der die dort beheimatete Onkel-Otto-Figur verschwunden. Zwischenzeitlich schaltete sich sogar die Politik. Inzwischen taucht das HR-Maskottchen an vielen Stellen in Alsfeld aus. Wir haben bei Otto direkt nachgefragt: Was ist da los?!

OL: Herr Onkel Otto, wie sollen wir Sie eigentlich ansprechen? Ist Herr Otto okay?

Alsfelder Onkel Otto: Mich nennen alle nur „Onkel Otto“ und sprechen mich auch so an. Ich finde das völlig okay.

Neulich war ganz schön was los: Sie waren aus dem Rathaus verschwunden! Und tauchten plötzlich in einem Video einer ortsansässigen Firma auf, in dem Sie in virtuellen Computerspielen unterwegs waren. Erzählen Sie mal: Wie kam es denn bitteschön dazu?

Eigentlich war es ganz einfach: Ich bin ja bekanntlich Fernsehstar und wurde damals auch 2022 für die Podcasts zur 800-Jahrfeier der Stadt Alsfeld gebucht. Mir hat es im Studio in der Alten Post so gut gefallen, dass ich mich dann gleich wohnlich dort eingerichtet habe. Das hat aber offenbar keiner mitbekommen. Daher haben die Leute von der Stadt gleich einen Suchaufruf gestartet, als sie mich wieder brauchten.

 

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Die Story klingt ja harmlos, aber in der OZ stand ein ziemlich großer Artikel darüber. Bürgermeister Stephan Paule wurde schließlich vorgeworfen, mit städtischen Mitteln unfaire Wirtschaftsförderung zugunsten eines einzelnen Unternehmens zu betreiben. Sogar die Kommunalaufsicht schaltete sich ein. Können Sie die Aufregung nachvollziehen?

Natürlich nicht. Die haben mich ja wirklich gesucht. Und dass die Leute, bei denen ich wohnte, gleich ein Antwortvideo auf den Suchaufruf schickten, ist doch sehr witzig. Da der Bürgermeister auch Spaß versteht, hatte er es wohl auch geteilt.

Die Leute von der Kommunalaufsicht sind ja wirklich nett, aber, wenn sie müssen, auch streng. Ich glaube nicht, dass sie bei sowas streng sein müssten.

Nun kommen Sie richtig rum. Wenn man dem Insta-Kanal Alsfeld Kultur erleben folgt, sieht man Sie bei der Feuerwehr im Abenteuer-Einsatz. Oder auf der Suche nach etwas Süßem bei Rosi Mück. Wird das jetzt Ihre Sommerbeschäftigung – und wo wird man Sie als Nächstes sehen?

Bei Rosi war ich schon früher, als ich noch schwarzweiß war, immer gerne. Und bei der Feuerwehr in Alsfeld ist es superinteressant. Über 250 Leute leisten dort ehrenamtlich Dienst für die Sicherheit der Menschen in und um Alsfeld. Da kann ich jedem einen Besuch empfehlen.

Da ich ein spontaner Fern-seh-Hund bin, überlege ich noch, wohin ich als Nächstes gehe.

 

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Wie kommt es eigentlich, dass Sie sich dauerhaft in Alsfeld aufhalten? Sie sind doch eigentlich das Maskottchen des HR. Und haben die Fernsehleute nichts dagegen, dass Sie sich jetzt ganz ohne großes TV- und Radioteam im Schlepptau ein bisschen Alsfeld angucken?

Ich bin ja auch Experte für Popkultur. Sie kennen bestimmt den „Zeitumkehrer“ aus den Harry-Potter-Filmen. Ungefähr so, aber im Detail auch anderes muss man es sich vorstellen, dass ich an so vielen Orten zeitgleich zu sein scheine. Aber nach dem Kinderfestival in Alsfeld am 22 und 23. August, will ich auch mal im Hessenlande weiterziehen.

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