
CDU/UWA zu Industriegebiet “Am weißen Weg” - IG sei nachhaltiges Ergebnis städtischer PlanungKoalition weist Kritik über angeblich mangelnde Transparenz zurück
ALSFELD (ol). Auf der Klausurtagung der CDU/UWA-Koalition stand das geplante Industriegebiet „Am Weißen Weg“ im Fokus – und dabei auch die Kritik der verschiedenen Initiativen, die der Lokalpolitik unter anderem Intransparenz vorwerfen. Diese Kritik weist die Koalition zurück und bekräftigt nochmals ihre positive Haltung zur Entwicklung des Areals.
“Das ein Projekt dieser Größe nicht ganz ohne Gegenstimmen verläuft, liegt auf der Hand”, stellt der Vorsitzende des Ausschusses für Bauen, Umwelt, Verkehr und Stadtentwicklung, Dieter Welker, in der Pressemitteilung fest.
“Dass sich nun eine erkleckliche Anzahl an Verbänden, Parteien und Initiativen mit sehr ähnlicher Argumentation zu Wort meldet, täuscht darüber hinweg, dass der Protest tatsächlich nur von einer lauten Minderheit getragen wird”, so Welker. Mantraartig werde argumentiert, wie „umweltzerstörerisch und klimafeindlich“ das Industriegebiet sei, die (Niedriglohn)-Arbeitsplätze in der Region nicht benötigt würden, Alsfeld auch ohne Wachstum auskomme und künftig im Verkehr ersticken werde.
“Das genaue Gegenteil wird der Fall sein“, bekräftigt CDU-Fraktionschef Alexander Heinz. Mehrere, über das gesamte Stadtgebiet verteilte Gewerbeflächen von gesamt 47 Hektar, wurden 2013 zum nun geplanten, 44 Hektar großen Industriegebiet vor den Toren der Stadt direkt am Autobahnanschluss zusammengelegt. Dadurch würden zusätzlich anfallender Verkehr, Lärm und Abgase aus Stadt und Dörfern herausgehalten. „Die zurückgegebenen Flächen sind allesamt schützenswerter als die intensiv bewirtschafteten landwirtschaftlichen Flächen im neuen Industriegebiet”, führt Heinz aus, der sich sicher ist, dass „die vorgeschriebene Begrünung im und um das Industriegebiet diese 44 Hektar sogar ökologisch aufwerten“ würden.
„Win-Win-Situation“ für die Stadt
Die Transformation der Wirtschaft zu mehr Nachhaltigkeit und Klimafreundlichkeit gehe einher mit der Notwendigkeit, Einnahmen für künftige Aufgaben der Stadt zu generieren – und das mit einem gesunden Wachstum. “Moderne, energiesparende Industriegebäude und optimierte Transportwege sind gut fürs Klima, die künftigen Mehreinnahmen an Grund-, Gewerbe- und Einkommenssteuer sichern die finanzielle Handlungsfähigkeit unserer Stadt”, beschreibt Frank Jungk, Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses die „Win-Win-Situation“ aus seiner Sicht.
Es seien nicht nur Arbeitsplätze für Lageristen – die, so heißt es, bei beiden Unternehmen
ordentlich nach Tarif verdienen, sondern auch solche in Führung, Verwaltung und Technik. „Zusammen mit Ausbildungsplätzen, der Zollabwicklung bei DHL-Express und den etwa 200 Arbeitsplätzen in der Lehrkräfteakademie ergibt sich so ein wirklich guter Mix an neuen Arbeitsplätzen“, zeigt sich der Fraktionsvorsitzende der UWA, Martin Räther, erfreut darüber, dass so der Wegfall von Arbeitsplätzen bei Kamax und Welle zumindest teilweise ausgeglichen werden könne.
Zu guter Letzt weisen die Fraktionen von CDU und UWA auch den Vorwurf mangelnder Transparenz und fehlender Information der Öffentlichkeit entschieden zurück, die IG-Kritikerin Sina Dörr in einem Interview gegenüber OL bemängelt hatte: “Seit zehn Jahren geplant, in zahlreichen öffentlichen Sitzungen beraten, die (meist einstimmigen) Beschlüsse öffentlich zugänglich protokolliert, jederzeit abrufbare und einsehbare Planungsunterlagen sowie die demokratische Legitimierung von Magistrat und Stadtverwaltung sprechen eine ganz andere Sprache.“
„Wenn argumentiert wird, wie dringend wir Jobs brauchen, ist das nicht richtig“
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Nun, das System ist halt so, dass wir Repräsentanten wählen, die dann die Entscheidungen treffen. Das hat auch seinen Sinn. Bei einer einem selbst nicht passenden Entscheidungen am Ende eines langen Entscheidungsprozesses einen Bürgerentscheid zu fordern, halte ich für populistisch. Nehmen Sie einmal an, das Stadtparlament hätte gegen das Industriegebiet entschieden und eine Gruppierung würde sich jetzt pressewirksam für das Industriegebiet stark machen und einen Bürgerentscheid fordern. Hielten Sie dass dann immer noch für so eine gute Idee? Oder würden Sie dann nicht auch auf die legitime Entscheidung des Stadtparlaments und die demokratische Mehrheit verweisen?
Ein schönes Bild ganz oben – vom Homberg.
An dieser Stelle wünsche ich mir einen Hinweis-Stein mit dem Namen aller aktuellen Stadtverordneten.
In 15 Jahren können DIE sich dann feiern lassen, wenn hier blühende Landschaften entstanden sind.
Sollte es nicht so kommen, weiß man später dann wenigstens auch, wer dafür namentlich verantwortlich war.
Komisch — ich kenne keine/n Stadtverordnete/n, die/der direkt an der B254 oder B62 wohnt.
Wenn doch, bitte mal outen.
Die Ausweisung eines solchen Gewerbegebietes geschieht nicht über Nacht, sondern ist jahrelang sorgfältig von allerhand Behörden geprüft worden. Das Alsfelder Parlament hat sich zweifellos bereits vor geraumer Zeit mit den Chancen und Risiken eines Gewerbegebietes beschäftigt. Und es gab in allen Stadien der Planung für Bürger die Möglichkeit, sich dazu zu äussern.
Irgendwann wird eben entschieden, und die Mehrheit HAT entschieden. Ich kann nachvollziehen, daß im Nachklapp dann bei den Gegnern das Geweine groß ist. Aber es ist nunmal zu spät. Früher aufstehen beim nächsten mal!
Die Mehrheit hat nicht entschieden. Entschieden hat die Mehrheit der
Stadtverordneten. Wahlbeteiligung war 51% . Wenn man die Stimmen der ALA abzieht ist das noch nicht mal 50% der wahlberechtigten Alsfelder.
Machen wir einen Bürgerentscheid!!!!! Mal sehen was rauskommt.
Jeder einzelne Alsfelder wird es merken, glaubt nicht den Versprechungen.
Schwerlastverkehr bringt Lärm und Schmutz nach Alsfeld. Nachts werden viele um den Schlaf gebracht.
Früher aufstehen hätte nicht viel gebracht.
Da wäre nur klar gewesen, dass ein Industriegebiet geplant ist, und man sich intensiv damit beschäftigt, was generell ja nicht verkehrt ist.
Dass das DHL-Monster kommen soll, auch mit allen Nachteilen, ist ja ziemlich aktuell.
Die Mehrheit im Gremium HAT auch entschieden. Aber entscheiden dort alle automatisch richtig, nur weil sie unsere Bürgervertreter sind?
Sogar im Bundestag gibt es einen Petitionsausschuss.
Verwirrend, verwirrend…..
Wie kann ein Industriegebiet von 44 Hektar, Felder und eine angrenzenden Wald ökologisch aufwerten?
Wie kommt man auf dem Gedanken eine Lehrkräfteakademie in ein Industriegebiet zu bauen?
Seit wann sind LkWs gut fürs Klima?
Gibt es was schriftlich zu den angeblich entstehenden Jobs und der Höhe der Gewerbesteuer (Garantie) ?
Da ich unseren kleinen Politikern keine persönliche Bereicherung und Vorteilname unterstellen will kann es sein dass da nur der Gedanke bleibt das sich die kleine Politiker da etwas veräppeln lassen?
Fragen über Fragen….
Was ich sicher weiß das viele stellen im Gesundheitswesen zur Verfügung stehen, und ich meine zu ahnen das dass Handwerk auch CH händeringend Nachwuchs sucht.
Auch in den von Ihnen angesprochenen Berufssparten ist der Verdienst nicht berauschend.
Sei es durch Ausgliederung (häusliche Altenpflege) oder allgemein im Handwerk.
Mal darüber nachdenken!
………………. und künftig im Verkehr ersticken werde.
Dazu Herr Heinz:
Das genaue Gegenteil wird der Fall sein“, bekräftigt CDU-Fraktionschef Alexander Heinz.
Herr Heinz da muss man ganz klar widersprechen. Es wird genau das passiere, Alsfeld wird auch in der Kernstadt im LKW Verkehr ersticken. Das ist ja heute schon so. So realitätsfremd kann doch keiner sein?
Die Stadt Alsfeld ist noch nicht einmal in der Lage die Umbrücker – LKWs mitten in der Alsfelder Kernstadt fern zu halten, die jede Nacht den Anliegern den Schlaf raubten. Jetzt meint man, man könnte hunderte von LKW- Schwerlaster die nachts, wenn das Ordnungsamt „schläft“, daran hindern sich nach der Lieferung bei DHL in Alsfeld breit zu machen. Das ist naiv. Man kann
Gerade Nachts wird Lärm und Schmutz verursacht. Die Bürger werden sich bedanken.
Alsfelder Bürger glaubt nur nicht wenn das Kind in den Brunner gefallen ist dass die Stadt oder Herr Heinz was für euch macht. Das Ordnungsamt hört man jetzt schon: Haben um 16:00 Uhr Feierabend, das macht die Polizei. Die Polizei sagt: Das macht das Ordnungsamt ist ruhender Verkehr wir haben keine Leute .
Und was macht unser Bürgermeister?
Die hunderten LKWs fahren nachts bzw. täglich sicher nicht nur über die A5, sondern belasten zusätzlich auch die umliegenden Bundesstraßen B254 und B62. Diese werden bereits jetzt stark befahren – zum Leiden der Anwohner.
Folglich gäbe es eine unerträgliche, erheblich stärkere Lärmbelästigung für Anwohner und starke Verkehrszunahme in- und außerhalb der Stadt.
Interessiert das nicht?
Warum sollte ein LKW nachts, wenn A49 und A5 frei sind, durch die Dörfer fahren?
Kompletter Blödsinn, diese Panikmache.
@Gerald Gromme
Es gibt durchaus dumme Fragen, wie Sie mit diesem Kommentar bewiesen haben.
Dumme Fragen sind nämlich all‘ die, welche man sich selbst mit n’büschn Einsatz des Gehirns selbst beantworten kann/könnte
Die Lkw fahren dennoch durch Dörfer, weil keine Maut anfällt, die Route vom Navi vorgeschlagen wird oder die kürzere, alternative Strecke ist. Sogar die Landstraßen werden von morgens bis abends befahren.
Wieso sollte die Autobahn frei sein? DEr Verkehr wird ja nicht weniger, wenn man Logistikzentren baut
Herr Gromme,
in welcher Welt leben Sie denn?
Gehe ich recht in der Annahme, dass Sie in einer ruhigen Seitenstraße weit ab vom Schuß abends ein GuteNachtLiedchen summen.
Wenn nicht die Lkws ihre planlosen Abkürzungen versuchen, sind es die Zuliefer-Sprinter, die nachts ihrer Zeit hinterher hetzen.