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Eigentümer teilt mitWelle-Gelände für Lehrkräfteakademie als Standort aus dem Rennen

ExklusivALSFELD (jal/akr). Der Standort der Lehrkräfteakademie in Alsfeld soll nicht auf dem ehemaligen Welle-Areal entstehen. Das teilte dessen Eigentümer Karl Georg Graf zu Solms-Laubach auf OL-Anfrage mit. Damit wird ein Bau auf dem ehemaligen Bücking-Gelände zumindest ein stückweit wahrscheinlicher.

Vor exakt einem Jahr hatte Solms-Laubach im Gespräch mit OL gesagt, dass er das Welle-Gelände erworben habe und es entwickeln wolle. Der Unternehmer konnte sich damals Wohnplätze in Form eines Schwedendorfs vorstellen – mit Häusern, die er selbst aus dem Holz seiner Wälder baut.

Doch dann kam das Gelände auch als ein möglicher Standort für die Lehrkräfteakademie ins Gespräch. Auf Nachfrage teilte Solms-Laubach nun dazu mit: „Die Lehrerakademie wird nicht auf dem Welle-Gelände gebaut.“ Auf den Stand anderweitiger Planungen für das Gelände, beispielsweise das anfangs erwähnte Schwedendorf betreffend, ging die Rentkammer des Grafen nicht weiter inhaltlich ein.

Die Frage nach dem Standort der Einrichtung war aufgrund einer Anfrage der ALA auch Thema bei der Alsfelder Stadtverordnetenversammlung am Donnerstagabend. Sie wollte unter anderem wissen, wie weit die Suche nach einem geeigneten Bauplatz vorangeschritten ist, welche Verkehrsaufkommen nebst Parkplatzfragen durch die Pendlerzahlen zu bewältigen seien werden und wie diesbezüglich die Planungen aussehen, mit welchem Zuzug gerechnet wird und wo die Zugezogenen wohnen werden.

Bürgermeister Stephan Paule beantwortete die Anfrage im Vorfeld der Sitzung bereits kurz und knapp schriftlich. Wie weit die Suche nach einem Bauplatz vorangeschritten ist, sei unbekannt, da das Land Hessen zuständig sei. Und auch auf die übrigen Fragen konnte der Rathauschef nicht antworten, weil schließlich noch nicht bekannt sei, wo genau sich die Lehrkräfteakademie ansiedeln werde.

Hinweise auf Bücking als Standort verdichten sich

Michael Riese wollte am Donnerstag dann noch von Paule wissen, was denn die Stadt der Landesregierung als Standort vorgeschlagen habe. „Nicht wir haben der Landesregierung etwas vorgetragen, sondern der Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH)“, so Paule. Der LBIH habe das auch ausgeschrieben und nach Wissen der Stadt hätten sich auch Grundstückseigentümer gefunden, die ihren Standort angeboten hätten. „Dass wir sie gerne auf dem Bücking-Gelände sehen würden, haben wir schon öfter gesagt“, so der Rathauschef über die Akademie, aber auch das Welle-Gelände sei ein möglicher Platz. Doch dem ist dessen Eigentümer zufolge ja nun nicht mehr so.

Fragt sich also, was das Land und die Eigentümerin des Bücking-Areals, die VR-Bank, zu der Angelegenheit sagt. Ein Sprecher des LBIH hielt sich gegenüber Oberhessen-live bedeckt, ebenso wie die VR-Bank. Die Suche nach einem Standort sei ein noch laufendes Verfahren, hieß es aus dem LBIH. OL-Informationen nach verdichten sich jedoch die Hinweise, dass es am Ende tatsächlich auf das Bücking-Gelände hinauslaufen könnte.

Das ehemalige Bücking-Gelände. Foto: Archiv/akr

Die neue Lehrkräfteakademie wird zwei Standorte haben, einen in Gießen, einen in Alsfeld. Für Gießen ist ein entsprechendes Areal bereits gefunden. Beide Standorte sollen im Sommer 2024 bezogen werden, in Gießen soll der Bau im Sommer 2022 bereits beginnen. 230 Arbeitsplätze soll der Standort in der Unistadt beherbergen, die Zentralstelle in Alsfeld soll ebenfalls Platz für mehr als 200 Arbeitsplätze haben.

Ganz zu Beginn der Überlegungen war auch eine gemeinsame Unterbringung der Akademie zusammen mit der Polizeistation Alsfeld und der regionalen Kriminalinspektion Vogelsberg auf dem Bücking-Gelände im Gespräch. Mittlerweile ist aber bekannt, dass die Alsfelder Polizei keine neue Wache bekommen, stattdessen die alte erneuert und erweitert werden soll.

„Anlass für den Umzug ist unter anderem der seit vielen Jahren schlechte bauliche Zustand der derzeit genutzten Immobilie in Frankfurt, deren Mietvertrag Mitte 2024 ausläuft“, heißt es vom Land als Begründung für den Umzug der Einrichtung nach Alsfeld und Gießen. Der Schritt soll die hiesige ländliche Region stärken. Beschäftigte im bisherigen Standort kritisieren, dass durch den Umzug für sie die Wege länger würden, wenn sie nicht privat mit umziehen „Die Hessische Lehrkräfteakademie ist die Ausbildungsbehörde für den pädagogischen Vorbereitungsdienst in Hessen. Zudem wirkt die Hessische Lehrkräfteakademie auf eine Qualitätsentwicklung der Schulen hin und berät das Hessische Kultusministerium bei Maßnahmen zur Weiterentwicklung des Schulwesens“, schreibt die Behörde über sich selbst.

2 Gedanken zu “Welle-Gelände für Lehrkräfteakademie als Standort aus dem Rennen

  1. Kann dieser Riese nicht endlich mal seine Artgenossen packen und auf ne einsame Insel ziehen und sein Kommunismus-Denken weiter leben? Ich bin dagegen, wir sind dagegen, Ihre Partei verschwendet Steuergelder ohne ende mit Ihren blöden Anfragen/Ideen…..Wir haben ganz andere Probleme wie Ihre Kopfgedanken!!! (ich hoffe mal, Sie denken mit Ihrem Kopf :-) ))))))),

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    1. Alter Schwede! Da fliegt aber jemandem ein Riesen-Draht aus der Zipfelmütze. Wenn Riese seine „Artgenossen“ (wahrscheinlich die anderen Riesen oder die riesige Berufsgruppe der Lehrer, der auch Riese angehört!?) nach einem Querflöten-Schnellkurs bei der VHS wie einst der Rattenfänger von Hameln zum Stadttor hinaus führt und zum Beispiel im Riesengebirge siedelt, wird trotzdem die Lehrkräfteakademie nicht auf dem Welle-Gelände gebaut. Und mit oder ohne Riese verdichtete sich die Wahrscheinlichkeit, dass die Lehrkräfteakademie auf dem Bücking-Gelände gebaut wird. Lasst den Riese doch seine Fragen stellen oder dagegen sein. Paules kapitalistische Antworten sind zumeist doch ebenso erwartbar wie Rieses kommunistische (An-)Fragen und Ideen. Und niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!

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