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Sieben Ehrenamtliche aus Alsfelder Stadtteilen für Verdienste ausgezeichnetMenschen, die mit eigenen Besonderheiten im Ortsteil glänzen

ALSFELD (akr). Sie allesamt kommen auf viele Jahre ehrenamtliches Engagement: Maritta Fink-Schlosser, Dietmar Ehrhardt, Jürgen Diemer, Ralf Küster, Steffen Müller, Ingo Scheuer und Peter Freitag – und dafür wurden sie nun im Alsfelder Rathaus ausgezeichnet. Fünf Ehrenbriefe des Landes Hessen und zwei Ehrentitel der Stadt überreichte Bürgermeister Stephan Paule gemeinsam mit Stadtverordnetenvorsteher Michael Refflinghaus.

Sie sind ganz unterschiedliche Persönlichkeiten und doch haben sie alles eines gemeinsam: Das langjähriges Engagement in und für ihren Ort. Die sieben Geehrten waren nämlich alle viele Jahre lang jeweils Mitglied im Ortsbeirat in ihrem Dorf, einige sind es noch immer. „Sie alle haben über viele Jahre auf Ebenen der Stadtteile ehrenamtlich gewirkt“, hob Bürgermeister Stephan Paule in seiner Ansprache hervor, bevor sich der Rathaus-Chef jedem einzelnen widmete.

Diese kleine Feierstunde im Alsfelder Rathaus war übrigens erst die erste Runde, denn auf viele weitere Menschen aus den Ortsbeiräten der Stadtteile warten noch Auszeichnungen, wie Paule erklärte. Bei der größten Runde sollen etwa 20 Ehrenämtler ausgezeichnet werden. An diesem Tag waren es sieben Menschen, denen für ihr Engagement mit einer Urkunde und einem kleinen Präsent gedankt wurde, sieben Menschen, die mit eigenen Besonderheiten im Ortsteil glänzen, wie der Bürgermeister betonte.

Die Geehrten im Überblick:

Ehrenmitglied des Ortsbeirates

Maritta Fink-Schlosser erhielt den Ehrentitel „Ehrenmitglied des Ortsbeirates Angenrod“.  Von 2001 bis 2021 war Schlosser im Ortsbeirat Angenrod aktiv. 2011 bekam sie für ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten bereits die „Bronzene Anstecknadel“ der Stadt Alsfeld überreicht, 2018 wurde sie mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet. Fink-Schlosser hat nebenberuflich in Angenrod die „kleine Kneipe“ betrieben – jedenfalls bis Corona kam. Dort wurde beispielsweise im wöchentlichen Stammtisch das Ortsgeschehen besprochen. „Bei Maritta Fink-Schlosser ist viel Ortspolitik über den Tresen gegangen“, so Paule.

Auch Dietmar Ehrhardt wurde mit dem Ehrentitel „Ehrenmitglied des Ortsbeirates“ ausgezeichnet – allerdings nicht für Angenrod, sondern Berfa. Ehrhardt war von 1997 bis 2021 im Ortsbeirat tätig. In 2011 wurde er mit der „Bronzenen Anstecknadel“ der Stadt Alsfeld ausgezeichnet und in 2016 mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen. Ehrhardt war unter anderem auch viele Jahrzehnte Vorsitzender der Jagdgenossenschaft Berfa und auch mehrere Jahre Ortslandwirt. Der Geehrte habe immer wieder seine vielfältigen Erfahrungen in die Gremien eingebracht, sei politisch im Ortsgeschehen nicht mehr wegzudenken, wie Paule hervorhob.

Bürgermeister Stephan überreichte Dietmar Erhardt die Auszeichnung. Fotos: akr

Ehrenbrief des Landes Hessen

Jürgen Diemer ist seit 2006 im Ortsbeirat Billertshausen aktiv. 2016 wurde er mit der „Bronzenen Anstecknadel“ der Stadt Alsfeld ausgezeichnet. Paule betonte, dass Diemer seit langen Jahren die jeweiligen Ortsvorsteher durch seine Ortskenntnisse und seinen technischen und handwerklichen Sachverstand mit mit Rat und Tat zur Seite steht. Der Geehrte hat von einem Landwirt einen alten Schlepper gekauft, den er wieder aufgebaut und hergerichtet hat. Für die Arbeit des Ortsbeirats im Dorf wird er auch immer gerne eingesetzt.

Seit 2006 Mitglied im Ortsbeirat ist Ralf Küster – und zwar für den in Eifa. Auch Küster wurde 2016 bereits mit der „Bronzenen Anstecknadel“ der Stadt Alsfeld geehrt. Jahrelang war er Vorsitzender des Sportvereins in dem Alsfelder Stadtteil, jetzt ist er noch als Rechner im Vorstand des Sportvereins tätig. Im Ortsbeirat ist er der „Buchhalter“, kümmert sich um Abrechnungen beispielsweise bei Festen, wenn sich dort der Ortsbeirat beteiligt hat. Küster sei „mit vollen Kenntnissen im Ort aktiv“, so der Rathauschef.

Auch Ralf Küster wurde mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet.

Weiter geht es in den Ortsteil Heidelbach. Hier war Steffen Müller von 2007 bis 2021 aktives Mitglied im Ortsbeirat. Nun eigentlich ist er es auch noch immer, doch der Ortsbeirat in Heidelbach hat sich noch nicht konstituiert. Im April diesen Jahres wurde er mit der „Bronzenen Anstecknadel“ der Stadt Alsfeld geehrt. Er ist unter anderem Mitglied im Posaunenchor, im Schützenverein, in der Feuerwehr und wurde auch zum „Heidelbacher Grillmeister“ ernannt.

Ingo Scheuer sei ein Mann, „der kein Blatt vor den Mund nimmt, der Missstände benennt und Lob ausspricht“, betonte Paule. Der Heidelbacher war von 2004 bis 2021 im Ortsbeirat aktiv und wurde 2016 mit der Bronzenen Anstecknadel ausgezeichnet. Er betreut seit Jahren die Grillhütte und ist der „Vorsitzende der Pfingstgriller“, die alljährlich am Pfingstwochenende die Heidelbacher und Gäste an der Grillhütte mit selbst gemachten Spießbraten, Eintopf und Getränken versorgen. Auch er trägt, wie auch Müller, den Titel „Heidelbacher Grillmeister“. Scheuer ist aber nicht nur Grillmeister, sondern auch „Dorfelektriker“, der gerne mit Rat und Tat bei Fragen und Reparaturen zur Stelle ist.

An der Feierstunde nahmen neben den Geehrten, dem Bürgermeister und dem Stadtverordnetenvorsteher auch die Ortsvorsteher Axel Möller (Angenrod), Steffen Oberst (Reibertenrod), Lothar Kleine (Billertshausen) und der Stadtverordnete Kurt Schlorke teil.

Zu guter Letzt: Peter Freitag aus Reibertenrod. Er ist seit 2006 Mitglied im Ortsbeirat, erhielt 2016 die Bronzene Anstecknadel der Stadt Alsfeld. Freitag sorgt als DJ für die musikalische Umrahmung von Veranstaltungen und Feiern im Dorf, übernimmt dort auch gerne mal die Moderation und hilft bei der Organisation. Sehr aktiv war er zudem im Organisationskomitee der 725-Jahr-Feier des Alsfelder Stadtteils, hier hat er auch bei den Vorbereitungen für das „Reibertenröder Obstwasser“ anlässlich der Jubiläumsfeier mitgewirkt. Äpfel und Birnen wurden gelesen und in der Schlitzer Brennerei zu diesem Schnaps gebrannt.

„Auf die verschiedenen Persönlichkeiten, die die Geschicke in unserer Stadt ausmachen“, lobte Paule, ehe man gemeinsam eine Kostprobe des „Reibertenröder Obstwassers“ nahm.

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