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Bis spätestens Mitte 2023Postbank will Filiale am Ludwigsplatz schließen

ExklusivALSFELD (akr). Bis Ende 2023 sollen 200 der derzeit 750 Postbank-Geschäftsstellen schließen. Betroffen davon ist auch die Postbank-Filiale am Ludwigsplatz in Alsfeld. Einen konkreten Schließungstermin gibt es derzeit noch nicht. Doch was bedeutet das Aus der Postbank für die Postdienstleistungen der Deutschen Post? Können die Alsfelder weiterhin am Ludwigsplatz ihre Briefe und Pakete verschicken oder abholen?

Dass die Postbank-Filiale in Alsfeld schließen wird, das bestätigte die Postbank auf Nachfrage von Oberhessen-live. „Wir schließen eine Filiale nur dann, wenn sie sich nicht mehr wirtschaftlich betreiben lässt. Entscheidend ist hier vor allem die Art der nachgefragten Leistungen, nicht die Kundenfrequenz“, sagte Postbank-Sprecher Hartmut Schlegel.

Um den Kunden ein großes Filialnetz mit einem umfassenden Service bieten zu können, müsse das Verhältnis zwischen „reinen Serviceleistungen“, beispielsweise Postdienstleistungen, Bargeldauszahlung und „wertschaffendem Neugeschäft“, zum Beispiel durch Abschlüsse und Nutzung von Bankprodukten, stimmen.

Wie andere Institute auch prüfe die Postbank auf Basis des Kundenverhaltens laufend ihr Vertriebsnetz. So wurde die Filialanzahl in den vergangenen Jahren auf heute rund 750 Filialen reduziert. „Mit Deutsche Post DHL haben wir uns darauf verständigt, die für die Jahre 2024 und 2025 vorgesehenen 100 Filialschließungen vorzuziehen. Dies zusätzlich zu den ohnehin geplanten und vertraglich möglichen Filialschließungen bis 2023. Insgesamt passen wir damit das Filialnetz der Marke Postbank voraussichtlich bis Ende 2023 auf 550 Filialen an“, so Schlegel.

Einen konkreten Schließungstermin gibt es laut Postbank derzeit noch nicht. Die Filiale soll aber bis spätestens Mitte 2023 schließen. Sobald ein Termin feststehe, würden die Kunden per Aushang, Handzettel und persönlichem Anschreiben über die Schließung, die nächstgelegene Filiale der Postbank, die neue Partnerfiliale der Deutschen Post und die nächstgelegenen Möglichkeiten zur kostenfreien Bargeldversorgung informiert werden, so der Postbank-Sprecher.

Die Postbank hat entschieden, die Filiale in Alsfeld bis spätestens Mitte 2023 zu schließen.

Doch was bedeutet das Aus der Postbank dann für die Dienstleistungen der Deutschen Post? „Das Angebot an Post- und Paketdienstleistungen bleibt in Alsfeld aber auch in Zukunft bestehen und wird durch unseren Kooperationspartner Deutsche Post sichergestellt sein“, schreibt Schlegel. Dieser erklärt aber, dass in fast allen Fällen diese nicht am alten Standort fortgeführt werden.

An dieser Stelle ist es vielleicht hilfreich nochmal zu erwähnen, dass die Postbank zwar Postbank heißt, sie mit der Deutschen Post aber tatsächlich nur noch dieses Wort, ab und zu die Räumlichkeiten und vielleicht noch die Firmenfarbe gemein hat. Denn mittlerweile gehört die Postbank zur Deutschen Bank.

„Da die Deutsche Post – bis auf wenige Ausnahmen – selbst keine eigenen Filialen betreibt, sucht sie einen Partner, also einen Geschäftsinhaber im Umkreis, der zu seinem bereits vorhandenem Sortiment künftig die Leistungen der Deutschen Post anbieten möchte.“ Das ist beispielsweise beim Geschäft „Karte, Copy + Deko“ am Fulder Tor der Fall oder aber eben am Ludwigsplatz mit der Postbank als Geschäftsinhaber. „Bevor dieser Partner nicht gefunden ist, schließen wir auch die Filiale der Postbank nicht“, so der Postbank-Sprecher.

Thomas Kutsch, Pressesprecher der Deutschen Post DHL, erklärt diesbezüglich, dass jetzt noch kein Handlungsbedarf bestehe, nach einer neuen Partnerfiliale zu suchen. „Wir werden reagieren, wenn es konkret wird.“ Bis Mitte 2023 sei noch lange hin. „Jetzt besteht noch kein Handlungsbedarf, sondern erst wenn wir wissen, dass das fix ist“, so Kutsch.

Die Mitarbeiter der Filiale am Ludwigsplatz werden laut Schlegl nicht entlassen und seien auch über die anstehende Schließung bereits informiert. „In Gesprächen mit ihnen sucht die Postbank nach einer Lösung für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Selbstverständlich kommt auch die Beschäftigung in einer anderen Filiale in der Umgebung in Frage.“

5 Gedanken zu “Postbank will Filiale am Ludwigsplatz schließen

  1. die postbank ist nur ein beispiel dafür, was im kreis alles abgebaut wird. wenn ich die gebühren erhöhe und weniger kunden dadurch kommen, kann ich alle schliessungen begründen. ausserdem sind die angepriesenen produkte eh nur was für den kenner, sonst bezahlt er nicht nur inflationsrate und minuszinsen, sondern verliert einen teil oder das ganze kapital. es ist bei allen nur noch auf das verkaufen angelegt, an beratung hat niemand mehr interesse. wenn ich die beschreibung eines produktes nicht verstehe, lass ich ich finger davon. die postbank war vor jahrzehnten mal gut, als ableger der deutschen bank verkauft sie meist deren krempel. also ist auch klar, wer hinter den schliessungen steht, die nicht wertpapier kompetenten werden dabeiüberfahren wie viele beim glasfaser-netz, es verstehen viele gar nicht den sinn dahinter.

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  2. Da gibt der Stadtrat grünes Licht für die Ansiedlung von DHL dem „Express- Unternehmen“ des Gelben Riesen und als Dankeschön für die Alsfelder und das Umland schließt nun die Postbank in Alsfeld. Übrigens: Die Postbank, Comerzbank und Deutsche Bank gehören einer Chashgroup an die Bargeldabhebung bisher kostenfrei angeboten hat. Nichts mehr da in Alsfeld! Alle weg! Schade!

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  3. Na klasse erst Vr Bank, die ihre Filialen schließt bzw. runterfährt.
    Jetzt Sparkasse und nun die Tolle Post.
    Macht nur so weiter dann legen die Leute ihr Geld unter’s Kopfkissen.

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  4. ich werde sie nicht vermissen, bin lange Postbank Kunde und mache alles nur online oder per Hotline aus dem einfachen Grund: weil die Mitarbeiter der Post-/Postbank Filiale in Alsfeld nicht gerade sehr freundlich sind und auch nicht den Eindruck machen als hätten sie Lust Leute zu beraten oder zu helfen.

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  5. am besten wird der gesamte vogelsbergkreis umzäunt und dient dann für die grossstädter als eine art menschenpark – für was zahlen wir idioten hier noch steuern und murksen uns ab, damit die infrastruktur überall zerschlagen wird? seit die zahlenakrobaten das sagen haben, geht es mit dem kreis nur noch bergab. für autobahnen und billige arbeitskräfte sind wir vulkanier noch gut, den rest erledigen die parteien und ihre schönredner und -schreiber.

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