
Ortstermin im leeren SchwimmbeckenWegen Überflutung: Dorfbad Lingelbach konnte noch nicht befüllt werden
LINGELBACH (ol). Das Becken des Dorfbades Lingelbach konnte im Juni nicht befüllt werden. Ursache sind das Starkregenereignis am 4. Juni, die kurz zuvor erfolgte Entleerung des Beckens zur Reinigung und die notwendige Desinfektion des Tiefbrunnens Lingelbach in Bieben nach dem Starkregen. Vertreter des Dorfvereins Lingelbach, der das Bad ehrenamtlich betreibt, Vertreter der Stadtwerke Alsfeld und Bürgermeister Stephan Paule machten sich nun vor Ort ein Bild von der Lage.
In der Pressemitteilung der Stadt Alsfeld heißt es, die ehrenamtlich Aktiven des Dorfvereins Lingelbach hatten es wie immer generalstabsmäßig und mit hohem persönlichem Einsatz geplant: Anfang Juni war das Wasser aus dem Dorfbad abgelassen und das Schwimmbecken gereinigt worden, um es auf die Befüllung für die Freibadsaion 2021 vorzubereiten.
Im Anschluss sollte das Becken, wie jedes Jahr, aus dem Lingelbacher Trinkwassernetz neu befüllt werden. Das Wetter machte ihnen am 4. Juni einen Strich durch die Rechnung: Nicht nur die Ortsmitte, sondern auch der Trinkwasserbrunnen in der Nachbargemarkung Bieben wurden überflutet. Der Brunnen, die Leitung zum Hochbehälter und die Entsäuerungsanlage mussten daraufhin beprobt und anschließend desinfiziert und erneut beprobt werden.
Die Trinkwasserversorgung wurde von den Stadtwerken unverzüglich auf den „Notbrunnen“ Lingelbach umgestellt, der dem Ort weiterhin hervorragendes Trinkwasser liefert, heißt es weiter. Jedoch reiche dessen Kapazität nicht aus, um eine sichere Befüllung des Schwimmbades sicherzustellen. Der Folienabdichtung des leeren Beckens, die seit vier Wochen der Witterung (Sonnenschein und Regen) ausgesetzt ist, schade diese Situation natürlich, so dass schnellstmöglich eine Wiederbefüllung des Beckens erforderlich wäre.
Beim Vor-Ort-Termin erklärten Ralf Musack, Wassermeister der Stadtwerke Alsfeld, Ralf Kaufmann, kaufmännischer Betriebsleiter der Stadtwerke und Bürgermeister Stephan Paule die genauen Abläufe, die für die Wiederinbetriebnahme des Tiefbrunnens erforderlich sind, einschließlich der Beprobung bis die Grenzwerte wieder unterschritten sind und die Abstimmung mit dem Gesundheitsamt. Wenn alle am Montag, 5. Juli, zu ziehenden Wasserproben in Ordnung sind, könne frühestens am Nachmittag des 7. Juli der Tiefbrunnen Bieben wieder ans Netz gehen und die Beckenfüllung beginnen.
Die Vertreter des Dorfvereins machten ihrer Frustration über die lange Zeit zwischen Überschwemmung und Wiederbefüllung Luft. Im Wesentlichen wurde laut Pressemitteilug kritisiert, dass man sich von Anfang an die Kommunikation gewünscht hätte, dass es ein paar Wochen dauert. Stattdessen sei man aber von Woche zu Woche vertröstet worden. Hierfür entschuldigten sich die Vertreter von Stadt und Stadtwerken. Wehrführer Alexander Winter machte auch auf die Bedeutung des Dorfbades als Löschwasserreserve aufmerksam.
Bei der Besichtigung des Beckens wurde zudem festgestellt, dass die 1988 zuletzt erneuerte Abdichtungsfolie mit nunmehr 33 Jahren ihre Lebenszeit überschritten und an Elastizität verloren habe. Man erbat von den Vertretern der Stadt mit, rechtzeitig Mittel für eine Beckensanierung, sobald Undichtigkeiten auftreten, zur Unterstützung des einzigen ehrenamtlich betriebenen öffentlichen Freibads in Alsfeld bereitzustellen.
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Toller Typ der Technische Betriebsleiter.
Er sollte das Bundesverdienstkreuz bekommen!
1. Bezgl. der weiteren Sicherstellung der öffentlichen Wasserversorgung für Lingelbach haben die Stadtwerke Alsfeld nachweislich alles richtig gemacht.
2. Herr Stein war von Beginn an von einem Mitarbeiter der Stadtwerke informiert, auch, dass dies mehrere Wochen dauern kann. Wenn er das nicht seinen Schwimmbadvereinskollegen mit geteilt hat, ist das sein Versäumnis und nicht der Stadtwerke.
3.Vom ersten Tag an wurde die Feuerwehr Alsfeld durch die Stadtwerke sofort über das nicht Vorhandensein dieser Brandreserve nachweislich informiert, auch dass dies länger dauern kann, somit in Kenntnis, auch um Alternativen bzgl. Löschwasser im
Brandfall zu klären.
Wenn dies nicht an den Wehrführer vor Ort weitergegeben wurde, haben das die Stadtwerke ebenfalls nicht zu vertreten.
4. Allein Wassermeister Musack klärte über die getroffenen und notwendigen Maßnahmen der Stadtwrtke auf. Diese waren ihm allesamt von niemand Anderem als dem Tech. Leiter der Stadtwerke vorgegeben und vom Gesundheitsamt für korrekt befunden
5. Hätten die Stadtwerke dem vermeintlichen Druck diverser Personen nachgegeben nur damit das Bad zwei Wochen früher hätte befüllt werden können, wäre dies erfolgt mit einem hohen Maß an Fahrlässigkeit und sehr hoher Gefahr einer möglichen Verkeimung des Versorgungsnetzes von ganz LINGELBACH.
Wäre dies eingetreten hätte dies stark eingrenzende Maßnahmen der täglichen Trinkwassernutzung zur Folge gehabt. Auch über mehrere Wochen, mit hohen Kosten, aber dann für die gesamte Bevölkerung und nicht nur für das BAD. Niemand hätte sich mehr an die Gutwilligkeit der Stadtwerke erinnert: Das sind die Fachleute. Das hätten die wissen müssen, nicht zu lassen dürfen.
Die Stadtwerke haben ganz klar nach Priorität – Sicherstellung der öffentlichen Wasserversorgung für Alle und nicht für Einzelne – entschieden.
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