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Erste Veranstaltung im Bürgergarten am 19. JuniGemeinsam im Garten zwischen Kultur, Picknick, Gesprächen und Musik

ALSFELD (ls). Gemeinsam im Garten sein, Picknicken, Gespräche führen, Live-Musik hören und vielleicht sogar einer Lesung lauschen oder aber ein Theaterstück genießen. Was besonders in Zeiten von Corona wie eine Traum klingt, soll im Bürgergarten in Alsfeld schon bald Realität sein. Schon am 19. Juni findet dort die erste von insgesamt fünf Veranstaltungen statt, die das Freiwilligenzentrum gemeinsam mit der Musikschule plant.

Kulturell war im vergangenen Jahr wenig los. Nur wenige Veranstaltungen haben stattgefunden, wenn dann in einem kleineren Rahmen und Konzerte sowie Theateraufführungen oder ähnliche Veranstaltungen gab es meist sogar gar nicht. „Wenn es nicht bald wieder los geht, dann stirbt das kulturelle Leben weg“, erklärt Paul Runkel vom Alsfelder Freiwilligenzentrum.

Dagegen hat sich das Freiwilligenzentrum gemeinsam mit der Alsfelder Musikschule etwas überlegt: Im Dreiklang aus Gespräch, Picknick und Kultur soll eine Veranstaltungsreihe in den Bürgergarten locken. Gemeinsam sollen im Garten – in Anlehnung an das Motto der Veranstaltungsreihe – Picknicke, Gespräche und Kultur stattfinden; ein Dreiklang eben.

Die Obergrenze der Teilnehmer liegt bei 100 – wie viele Leute samt Picknick-Decke Platz finden – und das auch noch unter Corona-Abständen – wird noch ausgemessen. Fotos: ls

Und eben dieser Dreiklang soll in allen geplanten Treffen eine zentrale Rolle spielen, wenn auch andere Themengebiete im Fokus stehen würden. „Starten sollen die Veranstaltungen immer mit einem gemeinsamen Picknick unter Corona-Auflagen“, erklärt Frederike Greiner. Dazu müsse man sich lediglich das Essen, entsprechendes Geschirr und eine Picknick-Decke mitbringen, für Getränke werde gesorgt. Mit Abstand und auf Decken sollen bis zu 100 Personen im Bürgergarten Platz finden – „wie viele Decken hier insgesamt Platz finden, müssen wir noch ausmessen“, ergänzt Runkel. Eine vorherige Anmeldung sei nicht erforderlich.

Von dort und mit viel Abstand möchte man dann mit den Bürgern ins Gespräch kommen. „Wichtig ist uns, dass die Bürger die Themen mitgestalten können“, sagt Jennifer Curlett. Aus diesem Grund sei auch ein Lit-Cube, also eine eckige Litfaßsäule, entstanden, an den später Gesprächs-Ideen geheftet werden sollen.

Motto der ersten Veranstaltung: Als wärs in 5/6 Jahren

Die erste Veranstaltung findet am 19. Juni statt. Unter dem Motto „Als wärs in 5/6 Jahren“ soll dabei eher ein Blick in Alsfelds Zukunft geworfen werden. Wie könnte die Stadt in fünf Jahren aussehen? Was würde sie lebenswerter machen, was braucht es für die Zukunft? Wie lässt sich die Innenstadt (neu) beleben? Welche Sorgen und Wünsche haben die
Alsfelder hinsichtlich ihrer Zukunft? Das seien, so erklärte es Curlett und Runkel, Fragen, die bei den Gesprächsrunden diskutiert werden könnten. Traudi Schlitt werde moderieren, vier weitere Gesprächsgäste wurden eingeladen.

Am Lit-Cube können alle Ideen angeheftet werden. Auch ein Briefkasten soll am Zaun des Bürgergartens angebracht werden: Dort können ebenfalls Ideen für die nächsten Gespräche und Veranstaltungen eingebracht werden.

Zu sehr wollen sich die beteiligten Akteure hier allerdings nicht auf ein Thema beschränken und den Teilnehmern damit einen speziellen Rahmen vorgeben, sondern schauen, wohin das Gespräch führt. Auch der kulturelle Teil der folgenden Veranstaltungen ist noch nicht festgelegt. „Auch hier können die Bürger Einfluss nehmen und selbst mitgestalten“, sagt Walter Windisch-Laube als Leiter der Alsfelder Musikschule.

Bei der ersten Veranstaltung ist Live-Musik unter der Leitung von Ulrike Schimpf geplant, wobei sich die Alsfelder auf die Saxofongruppen Saxesses und Saxalat freuen können. Insgesamt sind fünf Veranstaltungen geplant, von Juni bis Oktober. „Jeden Monat ein Termin“, kommentiert Windisch-Laube. Zwischenzeitlich gebe es allerdings eine Sommerpause. Gefördert wird die Veranstaltungsreihe übrigens vom Bundesprogramm „Demokratie Leben!“.

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