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+++Video-Rückblick auf den ersten Tag der Rodungsarbeiten+++Bilderrückblick+++Baumhäuser im Herrenwald zu Boden geholt+++Liveticker: Polizei und Aktivisten ziehen positives Fazit

REGION (jal/ls). Der 1. Oktober war als Beginn der Rodungsarbeiten für den Bau der A49 geplant – und so kam es auch. Im Herrenwald war den ganzen Tag über ein Großaufgebot der Polizei im Einsatz, immer wieder gab es Protestaktionen, vereinzelt wurde die Arbeit der Presse behindert, erste Bäume fielen. Die Ereignisse zum Nachlesen im OL-Liveticker!

19.50 Uhr: Der Tag X ist an diesem Donnerstag gekommen, die Rodungsarbeiten für den Weiterbau der A49 haben begonnen – allerdings nicht im Dannenröder Wald, der seit einem Jahr von Aktivisten besetzt wird, sondern im Herrenwald bei Stadtallendorf, den in den vergangenen Wochen ebenfalls Aktivisten besetzt hatten. Die Ereignisse zum Start der Rodungen für die A49 sehen Sie hier nochmal zusammengefasst im Video. Damit verabschiedet sich die OL-Redaktion für heute aus dem Liveticker und wünscht Ihnen noch einen schönen restlichen Abend.

19.40 Uhr: Der Einsatz der Polizei ist beendet. Die Beamten sowie die Baufirmen ziehen sich zurück.

19.36 Uhr: Und auch die Aktivisten ziehen wie die Polizei eine positive Bilanz des Tages.

19.26 Uhr: Viele Eindrücke gab es heute am ersten Tag der Rodungsarbeiten im Herrenwald. Einige davon haben wir hier nochmal gesammelt in einer kleinen Bilderrückschau.

19.13 Uhr: „Vor wenigen Stunden haben die Rodungsarbeiten im Herrenwald begonnen, was uns sehr bestürzt. Dass Bäume für die A 49 fallen werden, hat sich in den letzten Tagen leider immer deutlicher angekündigt“, Jörg Nitsch, Landesvorsitzender des hessischen Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) als Reaktion auf den Rodungsbeginn im Herrenwald. Bundesverkehrsminister Scheuer müsse seiner Meinung nach endlich einem Moratorium zustimmen und darf nicht länger die Durchsetzung der A49 erzwingen. In Zeiten der Klimakrise und des Waldsterbens 2.0 einen gesunden und alten Mischwald für eine Autobahn zu roden, zeuge von einer Verkehrspolitik von gestern. Die Bundesregierung müsse endlich die Verkehrswende einleiten.

18.51 Uhr: Die Polizei reagiert in einer Pressemitteilung auf Kritik von Journalistinnen und Journalisten, die sich durch die Beamten an diesem Tag teilweise in ihrer Arbeit behindert sahen, so wie es auch in diesem Live-Ticker hier nachzulesen ist. Demnach soll eine bessere Zusammenarbeit mit Vertretern der Presse unter anderem durch einen festen Ansprechpartner und einen speziellen Pressebereiche im Wald gewährleistet werden. „Die zu Beginn des heutigen Tages entstandenen Missverständnisse und Beschwerden von Medienvertretern wurden aufmerksam wahrgenommen,“ heißt es vom Polizeipräsidium Mittelhessen, welches die Pressearbeit rund um das Thema A49-Ausbau koordiniert.

18.43 Uhr: Die Polizei zeigte sich in einer Bilanz des ersten richtigen Einsatztages zufrieden mit dem Ablauf. Ein Sprecher betonte gegenüber OL, dass ihm keine Angaben über Verletzten vorlägen. Ihm zufolge war die Polizei mit einer „mittleren dreistelligen Zahl“ an Beamtinnen und Beamten vor Ort, es gab sechs vorläufige Festnahmen, von rund 70 Menschen wurde die Identität festgestellt, 13 Platzverweise ausgesprochen. „Die
Räumung des Camps und der festgestellten acht Baumhütten, in denen sich noch
einzelne Personen aufhalten, ist weit fortgeschritten“, hieß es von den Beamten außerdem über den Einsatz im Herrenwald.

17.25 Uhr: Greenpeace hat seine Ankündigung übrigens wahr gemacht: Die Aktivisten sind tatsächlich mit einem Baum, der aus dem Dannenröder Wald stammen soll, vor den hessischen Landtag gezogen. Das ist diesem Post der FDP-Fraktion zu entnehmen, die sich in der Debatte im Parlament für den Bau der Autobahn stark machte.

16.55 Uhr: Zwei weitere Aktivisten, darunter einer, der sich mit einer Hängematte und einer Gitarre in der Baumkrone eingenistet hatte, wurden von der Polizei vom Baum herunter geholt. Wohin diese anschließend gebracht wurden ist unbekannt. Die Kletterer der Polizei haben es nun geschafft, die Plattform im Baum einzunehmen.

16.31 Uhr: „Gerade in Zeiten wie diesen kämpfen wir um jeden Arbeitsplatz“: In der Debatte im Landtag um den Weiterbau der A49 spricht sich Michael Ruhl von der CDU weiter für den Ausbau der A49 aus. Laut ihm haben sich alle relevanten Beteiligten in den Entwicklungsprozess eingebunden – auch unter verschiedenen Aspekten des Naturschutzes. „In alle Gremien […] gab und gibt es immer noch eine Mehrheit für den Weiterbau der A49. Wir werden die A49 deshalb fertig stellen und das ist gut so.“

16.27 Uhr: „Zerstörung beginnt vor der eigenen Haustür“, ruf ein Aktivist in den Baumkronen den Einsatzkräften weiter unten zu. Ansonsten ist der Einsatz weiterhin ruhig und friedlich.

16.21 Uhr: Die Polizei versucht, die Aktivistin in den Seilen in den Korb zu ziehen. Die anderen Aktivisten am Boden geben weiter Zurufe wie „Verpisst euch, haut ab“ in Richtung der Polizisten ab. Die Einsatzkräfte arbeiten sich derweil weiter von unten nach oben am Baum entlang und losen die Äste, um die Aktivisten in den Kronen zu erreichen.

16.13 Uhr: „Es gibt ein Recht auf Dienstverweigerung“: Mit diesen Chor-Rufen begleiten die Aktivisten die Rodungsarbeiten, bei denen gerade das nächste Baumhaus der Aktivisten abgesägt wird. Es fallen Späne. „Ihr seid auch alle Menschen, ihr habt auch alle ein Gewissen“, ruft ein Aktivist den Polizisten zu. Dennoch verläuft der Einsatz im Herrenwald weiterhin friedlich.

Einige Aktivisten sind noch in den Kronen. Die Kräfte der Polizei versuchen, Schritt für Schritt die Äste zu losen. Ein Aktivist ist nach Aussage einer OL-Redakteurin offenbar wohl nicht mehr ausreichend gesichert.

15.55 Uhr: Viele Aktivisten befinden sich weiterhin in den Bäumen. An einer Einsatzstelle befinden sich sieben Aktivisten über dem Boden – drei jeweils auf der Baumhaus-Plattform und in den Kronen, ein weiterer hängt in einem Seil.

Das Geschehen wird von weiteren Aktivisten, Polizisten und Pressemitgliedern begleitet.

 

15.32 Uhr: Beide Aktivisten an der Autobahnbrücke wurden inzwischen durch die Polizei herunter geholt und festgenommen. Der Verkehr auf der A5 fließt inzwischen wieder, die Banner der Aktivisten wurden abgehängt. „In Alsfeld kam es heute zu einem kompletten Verkehrszusammenbruch“, beschreibt Bürgermeister Stephan Paule die Folgen der Sperrung der A5. Trotzdem sei er froh, dass bei dem Einsatz niemand zu Schaden gekommen sein.

 

15.22 Uhr: „Schämt euch“, „eure Kinder werden so wie wir“ und „Power to the people“ – die Aktivisten im Wald protestieren die voranschreitenden Rodungsarbeiten mit verbalen Chören. Eine Aktivisten fragt die Polizisten auf Englisch, ob sie ihren Job gerne machen würden und dass man zum Leben nichts anderes bräuchte, als Natur.

Ein Baumhaus wurde von der Polizei inzwischen zu Boden geholt. Zu diesen Zeitpunkt war das Baumhaus leer, wie ein OL-Reporter berichtet. Zu Schaden kam dabei niemand.

15.10 Uhr: Über eine Drehleiter und ein Luftkissen als Sicherheitsmaßnahme hat die Polizei den Ersten der beiden Aktivisten an der Autobahnbrücke vom Brückengeländer herunter holen können. Die zweite Person befindet sich noch in der Luft.

15.04 Uhr: Auf der A5 ist inzwischen die Feuerwehr im Einsatz, um die Aktivisten, welche noch an der Autobahnbrücke hängen, herunter zu holen. Die Autobahn ist derzeit wieder voll gesperrt, solange der Einsatz noch andauert.

14.51 Uhr: Die Rodungsarbeiten im Herrenwald schreiten weiter voran. Die Polizei versucht weiterhin, die Aktivisten zum verlassen der Baumhäuser zu bewegen. Zwei Aktivisten haben sich laut einem Reporter vor Ort versucht vor eine Hebebühne zu werfen, wurden allerdings von der Polizei aufgehalten.

 

14.31 Uhr: Achtung Autofahrer: Der Stau auf der A5 beläuft sich mittlerweile auf ungefähr zwölf Kilometer. Eine weiträumige Umleitung ist eingerichtet.

14.28 Uhr: Kurzes Update: Im Herrenwald geht die Hebebühne aktuell hoch in den Baum zu den Aktivisten, an der A5 wird sich gerade noch besprochen. Dort sind ebenfalls weitere Aktivisten angekommen, die sich allerdings nicht auf der Brücke versammeln dürfen.

14.11 Uhr: „Der Baubeginn geht mit massiven Grundrechtseinschränkungen einher“, erklärt der Vogelsberger Linke-Vorstand in einer Stellungnahme zum Weiterbau der A49.„Dass die Rodungen heute anfangen ist nicht wirklich verwunderlich. Wie Deges und Polizei vorgehen allerdings schon“, fasst Christian Hendrichs seine Vororteindrücke und Informationen zusammen. Im Vorfeld hatte die Deges noch erklärt, dass sie friedlichen Protest und das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit respektieren und gewährleisten würde. „Doch an diese Linie hielten sich Deges und Polizei keine fünf Minuten“, so Hendrichs.

Der Zugang zum Wald sei großflächig verhindert worden. Neben normalen Menschen seien (mit etwas Zeitverzögerung) auch Pressevertreter und parlamentarische Beobachter am Betreten des Herrenwaldes behindert worden. „Dabei stellten sich Polizisten ohne Masken unmittelbar vor Bürgern auf. Auf den Hinweis, bitte den Sicherheitsabstand von 1,5 Meter einzuhalten wurde geantwortet: ‚Für mich sind das 1,5 Meter'“, schildert er seine Eindrücke von vor Ort. Die Unterbindung der parlamentarischen Beobachtung durch Deges und Polizei stelle ebenso wie das Zutrittsverbot für die Presse elementare Grundrechte außer Kraft, stellte Christian Hendrichs fest. Es frage sich, was Polizei und Deges hier vertuschen wollen. Nach rechtsstaatlichem Einsatz sehe das für Die Linke im Vogelsberg nicht aus. Jetzt sei der Protest gegen die A49 umso dringender, sagt er.

14.05: Eine weitere Hebebühne kommt an das Baumhaus im Wald. Offenbar muss vorab ein weiterer Baum in der Nähe gefällt werden, sodass die Hebebühne durch kommt. An der A5 sind die Kletter-Teams der Polizei mit einem Helikopter angekommen.

14.03 Uhr: Zwischendurch ein Blick auf die Geschehnisse an der A5 bie Alsfeld.

13.54 Uhr: An der A5 wartete man unterdessen au die Kletter-Teams der Polizei. Laut OL-Reporterin vor Ort soll dort die Feuerwehr mit der Drehleiter kommen. Unterdessen spitzt sich im Wald die Situation zu: Die Hebebühne wird weiter hochgefahren. Die Aktivisten der Sitzblockade kommen in die Nähe des Baumhauses und unterstützen die Aktivisten auf den Bäumen. „Wald statt Asphalt“ rufen die Unterstützer am Boden und bedanken sich bei denen, die im Baum sind.

13.45 Uhr: Die Kletterer der Polizei machen sich fertig, unterdessen sind die Aktivisten weiter hoch in die Baumkrone geklettert.

13.38 Uhr: Wie eine O-Reporterin aus dem Wald berichtet, wurden die Aktivisten im Baumhaus von der Polizei gebeten freiwillig runter zu kommen, ansonsten müssten die Beamten hoch kommen. Die Kletter-Teams der Polizei sind ebenfalls vor Ort. Vorab wurde durch die Polizei die Allgemeinverfügung verlesen und den Aktivisten die Möglichkeit geboten, freiwillig runter zu kommen und der Räumungsverfügung zu folgen.

13.29 Uhr: Mit einer Hebebühne und einem Räumfahrzeug haben sich die Beamten nun auf dem Weg zu einem der Baumhäuser im Wald gemacht. Die Räumung des Baumhauses wird vorbereitet.

13.24 Uhr: Zwischendurch einmal ein bildhafter Blick auf die Geschehnisse im Wald.

Die Polizei umzingelt die Sitzblockade.

13.19 Uhr: Von den Waldbesetzern gibt es zwischenzeitlich „solidarische Grüße“ via Twitter an die Aktivisten, die die A5 besetzen. Dort hängen noch immer Aktivisten an seilen von der Autobahnbrücke bei Alsfeld-West bei der Raststätte Pfefferhöhe. Die Autobahn ist derzeit in diesem Bereich gesperrt. Autofahrer werden gebeten das Gebiet zu umfahren.

13.16 Uhr: Wie die Aktivisten via Twitter bekannt geben, sollen Harvester, Räumfahrzeuge und Hebebühnen jetzt in den Wald kommen. Besetzt seien sie mit den Spezialkräften der Polizei, die speziell auf Kletteraktivitäten ausgebildet sind.

13.13 Uhr: Die Sitzblockade der Aktivisten wurde als Spontanversammlung angemeldet, weshalb mittlerweile auch parlamentarische Beobachter weiter in die Nähe durften, um an der Versammlung teilzunehmen.

13.03 Uhr: Seit den Morgenstunden läuft der Einsatz im Herrenwald. In ersten Einschätzungen der Polizei vor Ort, gehe man von sieben Baumhäusern aus, allerdings könne nicht ausgeschlossen werden, dass es weiter im Norden noch weitere Baumhäuser gebe. OL-Reporter berichten davon, dass das Gebiet im Wald weiträumig abgesperrt werden. Mehreren Besetzern sei angeboten worden zu gehen und man würde straffrei bleiben. Dieses Angebot hätten ein paar Besetzer angenommen und ihre Baumhäuser verlassen.

12.58 Uhr: Die Sitzblockade im Herrenwald wird noch immer von der Polizei eingekesselt. OL-Reporter berichten davon, dass die Aktivisten versuchen ihre Finger mit Sekundenkleber zu bearbeiten, um dadurch ihre Fingerabdrücke unkenntlich zu machen. Die Polizei soll versucht haben den Aktivisten den Sekundenkleber zu entwenden und die Personalien der Blockierer festzustellen.

12.53 Uhr: Sabine Leidig, Bundestagsabgeordnete der Linken, ist ebenfalls beim Einsatz am Herrenwald. Ein erstes einschätzendes Statement gab Leidig vor Ort:

12.47 Uhr: Ein kleiner Rückblick: Vor genau einem Jahr waren wir von OL das erste Mal im Wald zu Besuch. Damals hatten die Aktivisten gerade damit angefangen den Dannenröder Wald zu besetzen – entsprechend waren die Strukturen im Wald ganz frisch. Mittlerweile hat sich dort einiges geändert, die Strukturen sind größer und differenzierter. Hier gibt es nochmal einen Rückblick auf die Anfänge.

Gekommen, um zu bleiben

12.35 Uhr: seit den frühen Morgenstunden sitzt ein Aktivist im Herrenwald auf einem Tripod. Das Statement können Sie hier sehen:

12.31 Uhr: An der Autobahnbrücke der A5 bei Alsfeld West ist der Verkehr weitestgehend zum stehen gekommen. Die Polizei ist mit Einsatzkräften aus dem Herrenwald und mit Unterstützung der Autobahnpolizei vor Ort und versucht die Aktivisten, die mit Seilen von der Autobahnbrücke über der Fahrbahn hängen, zu holen. So schnell es geht soll das vonstatten gehen, damit der Verkehr wieder fließen könne, allerdings soll das mit der nötigen Sicherheit für die Aktivisten selbst und für die Beamten ablaufen heißt es von der Pressestelle.

12.26 Uhr: Die ersten Bäume im Herrenwald sind schon gefallen. Laut Auskunft unserer Reporter arbeitet man sich vom Waldrand beim Parkplatz in Richtung des Inneren des Waldes vor. Ganz in der Nähe zum Waldrand befinden sich allerdings auch erste Strukturen der Aktivisten. Unterdessen hat sich bei einer Plattform tiefer im Wald eine Sitzblockade der Aktivisten gebildet. Blockiert wird Radlader.

12.15 Uhr: Der Verkehr auf der Fahrbahn in Richtung Kassel rollt mittlerweile wieder – wenn auch nur einspurig. Langsam werden die Fahrzeuge unter der Autobahn vorbei geführt.

12.08 Uhr: Im Herrenwald bereiten sich derzeit Spezialeinheiten der Polizei mit Kletterkenntnissen vor.

12.04 Uhr: Auf der A5 bei Alsfeld wird unterdessen der Verkehr durch die Polizei gesperrt. Der Verkehr wird aufgehalten. Mittlerweile hängt ein weiterer Aktivist an der Brücke über der anderen Fahrspur.

12 Uhr: Das Banner ist platziert. Die Polizei vor Ort. Autofahrer an der A5 bei Alsfeld West werden zur Vorsicht gebeten: der Aktivist hängt noch immer am Seil an der Autobahnbrücke.

11.53 Uhr: Wie ein OL-Reporter an der A5 in Alsfeld berichtet, seilt sich tatsächlich ein Aktivist von der Autobahnbrücke ab, um dort ein großes Banner zu platzieren. Die Polizei ist ebenfalls vor Ort. Ein Statement dazu gibt es derzeit noch nicht.

11.44 Uhr: Laut einer anderen Reporterin von OL sollen Aktivisten derzeit auch an der Autobahnauffahrt der A5 in Alsfeld sein und dort Plakate von der Autobahnbrücke hängen.

11.41 Uhr: Am Waldrand vom Herrenwald war auch ein bekanntes Gesicht zu sehen: Jürgen Wagner – aus Medienberichten und Fernsehen besser bekannt unter seinem Eigennamen „Öff Öff“. Im Gespräch mit OL erklärt der Aussteiger, der sich selbst als Vollzeitaktivist beschreibt, warum es in Parlamenten seiner Meinung nach nur um wirtschaftliche Interessen geht und wie „echte Demokratie“ seiner Meinung nach gelingen könne – und das ohne Gewalt.

Öff Öff: „Die Demokratie ist am abdanken“

11.39 Uhr: Die Pressevertreter vor Ort wurden aufgefordert den Wald zu verlassen, wie ein Mitarbeiter berichtet.

11.34 Uhr: Während im Wald die ersten Bäume weichen, äußert sich Thomas Norgall, der stellvertretende Geschäftsführer des hessischen Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zu der Forderung des Hessischen Industrie- und Handelskammertags (HIHK) zum Baubeginn der A49: „Der Weiterbau der A49 darf die Zukunft nicht verbauen. Um das Tempo der bereits laufenden Erderhitzung noch abkühlen zu können, müssen wir in Deutschland so schnell wie möglich in die Verkehrswende einsteigen, und nicht gesunde Mischwälder abholzen. Aus Sicht des BUND wäre der Weiterbau eine Fehlinvestitionen, denn das Geld wird dringend für die Neuausrichtung auf eine klimaverträgliche Mobilität benötigt.“

Die HIHK hatte zuvor erklärt, dass die A49 nicht zum Symbol des Stillstands werden dürfe. „Die Bauarbeiten zum A49-Ausbau müssen starten. Das Projekt darf nicht zu einem Symbol des Stillstands werden. Es hat alle demokratischen Prozesse durchlaufen, längst besteht Baurecht. Wir dürfen nicht zulassen, dass in Hessen und Deutschland rechtssichere Infrastrukturprojekte außerhalb demokratischer Prozesse gestoppt werden. Es würde die Rechtssicherheit und Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Hessen massiv beschädigen, wenn einzelne Aktivisten das Ergebnis eines demokratischen Prozesses auf den Kopf stellen würden. In diesem Sinne stellen wir uns klar und deutlich hinter Wirtschaftsminister Al-Wazir, die gesamte hessische Landesregierung und ihre Unterstützung für den Lückenschluss der A 49“, sagte Eberhard Flammer, Präsident des Hessischen Industrie- und Handelskammertages.

11.27 Uhr: Das Evangelische Dekanat möchte im Konflikt um den Weiterbau der A49 eine deeskalierende Rolle einnehmen und ist selbst im Wald vor Ort.

11.24 Uhr: Im Wald sitzen weiterhin Aktivisten auf den Plattformen in 20 Metern Höhe während in der Nähe der Harvester weiter arbeitet.  

11.20 Uhr: Die ersten Bäume fallen im Herrenwald. Wie ein OL-Reporter von vor Ort berichtet, soll sich in der Nähe ein Aktivist in einem Tripod befinden und ein weiterer Aktivist in einem Baum sitzen.

10.54 Uhr: Ein freier Journalist berichtet über seine Eindrücke vor Ort und bestätigt Beschränkungen der Berichterstattung.

10.50 Uhr: Barbara Schlemmer vom Aktionsbündnis Keine A49 meldet sich zu Wort und verurteilt die Behinderung der Journalisten durch die Polizei, die laut einem OL-Reporter vor Ort augenscheinlich nicht mit dem Einhalten von Sicherheitsabständen zu den Arbeiten erklärbar sind. „Die Polizei behindert derzeit die Presse am Herrenwald an ihrer Arbeit, indem sie niemanden in den Wald hinein lässt, um zu berichten, was dort vor sich geht. Wir sind darüber empört und verurteilen dieses Vorgehen in aller Schärfe. Dies ist ein Affront gegen die Pressefreiheit und das Grundgesetzt. Der Rechtsstaat, der besonders von den Regierungsvertretern in Hessen gerne als Begründung dafür angegeben wird, dass die A49 zwingend gebaut werden muss, wird hier willkürlich mit Füßen getreten. Rechtsstaatlich ist offenbar für CDU und Grüne nur, was genehm ist. Das sind Merkmale eines Willkürstaates! Es stellt sich die Frage, was man vor den Augen der Öffentlichkeit verbergen will? Wir fordern die Hessischen Behörden auf, die Presse in den Wald zu lassen, damit die Augen der Öffentlichkeit sehen können, was dort passiert“, so Schlemmer in ihrem Statement.

10.47 Uhr: Die Linke im Hessischen Landtag will heute versuchen, den Bau der A49 zu stoppen. Die Abgeordnete Elisabeth Kula twittert dazu:

10.43 Uhr: Das Berichten aus dem Wald gestaltet sich weiter schwierig.


10.20 Uhr: Das die bekannte Kapitänin des „Sea Watch 3“-Flüchtlings-Rettungsschiffes, Carola Rackete, sich zu den Aktivisten gesellt hat, ist schon länger bekannt. Die Aktivistin ist auch am Tag der Räumung da – und äußert sich hier in einem kurzen Interview mit OL.

10:19 Uhr: Ein OL-Reporter hat es gemeinsam mit anderen Pressevertretern in den Wald geschafft. Dort scheint es derzeit eine Struktur zu geben, auf der sich drei bis vier Aktivisten befinden. Die Plattform wurde von einer Polizeikette umstellt. Auch Hubschraubergeräusche sind über dem Herrenwald bei Stadtallendorf derzeit zu hören.

10.02 Uhr: Ein Sprecher der Polizei in Gießen sagt, anders als von Aktivisten behauptet müsste die Presse nicht den ganzen Wald verlassen, sondern nur einen Sicherheitsabstand zu den Forstarbeiten anhalten. Doch vor Ort hindert die Polizei mehrere Journalisten aktuell, überhaupt in den Wald vorzudringen. Oberhessen-live hatte wie andere Medien in einem Vorgespräch von der Polizei garantiert bekommen, frei über die Geschehnisse im Wald berichten zu können.

9.46 Uhr: Ein Polizist, ausgestattet mit allerlei Kletter-Equipment, blickt in Richtung des Waldes.

9.43 Uhr: Die Deges bestätigt via Pressemitteilung nun auch selbst die Rodungsarbeiten – und richtet sich mit einem Appell an die A49-Gegner: „Die Deges respektiert friedlichen Protest gegen den Bau der A 49 und appelliert erneut an alle Demonstrierenden, die Arbeiten nicht zu behindern und sich und andere nicht zu gefährden.“

9.39 Uhr. Die Polizei warnt via Twitter die Aktivisten vor den Gefahren der Baumaschinen. Ein gut gemeinter Hinweis, der aber wohl wenig bewegen dürfte.

9.29 Uhr: Die Polizei bittet die Autofahrer, die ihre Fahrzeuge aktuell auf dem Pendlerparkplatz an der B454 geparkt haben, ihre Autos „unverzüglich von dort zu entfernen!“

9.03 Uhr: Die Polizei wendet sich via Twitter mit einem Aufruf an die Besetzer: Wer den Herrenwald bis 10 Uhr freiwillig verlasse, könne ohne weitere Maßnahmen der Polizei gehen. Wer nicht freiwillig geht, dessen Personalien sollen festgestellt werden.

9.00 Uhr: Die Aktivisten berichten via Twitter unter Berufung auf einen Kontaktbeamten, dass das Camp-Dorf „im Norden“ offenbar gegen 10 Uhr geräumt werden soll. Ein Harvester sei in der Nähe. „Einsatzleitung plant, welche Maschinen wo in den Wald kommen können. Die meinen es ernst“, schreiben die Aktivisten.

8.46 Uhr: Trotz der Ankündigung der Arbeiten gestern war bislang unklar, welche Maßnahmen die Deges und ihre Baufirmen für heute geplant hatten. Am Morgen bestätigte nun ein Sprecher auf Anfrage von Oberhessen-live: Im Herrenwald soll es erste Rodungen geben. Dort sei die Polizei gerade im Einsatz.

8.34 Uhr: Die Polizei bestätigt Meldungen der Aktivisten, dass eine Drohne beim Camp in Dannenrod und der Mahnwache zu sehen ist. Die Drohne gehöre zu den Beamten, sie werde nicht über Menschen eingesetzt und diene „lediglich zur Aufklärung des Geländes“.

8.24 Uhr: Die Polizei bemüht sich um Transparenz. In diesem vor einigen Stunden veröffentlichten Video auf Twitter erklären die Beamten, dass sie auf keiner Seite stünden – und wie sie die Bevölkerung über ihren Einsatz informieren möchten.

8.12 Uhr: Das dürfte Alsfelder weniger freuen: Die Oberhessische Zeitung berichtet heute Morgen unter Berufung auf den Bauausschuss, dass die Polizei aktuell keine illegal im Stadtgebiet geparkten Lkw kontrollieren könne, weil sie „derzeit kräftig anderweitig in örtlicher Nähe“ gebunden sei.

7.50 Uhr: Die Polizei ist laut Twittermeldung der Aktivisten mit ca  50 Einsatzkräften bei den Baumhäusern immer Herrenwald, die als letztes errichtet wurden. Ebenso soll die Zufahrt aus Stadtallendorf blockiert sein. Wir können diese Info noch nicht bestätigen.

7.25 Uhr: Laut Meldungen der Aktivisten sind die ersten Einsatzkräfte der Polizei unterwegs zu den Barrios im Herrenwald.

6.00 Uhr: Guten Morgen aus der OL-Redaktion! Am heutigen Tag sollen die Arbeiten für den Bau der A49 unter Polizeischutz beginnen. Baumhäuser der Aktivisten sollen offenbar noch nicht geräumt werden, auch in welchem Umfang es wohlmöglich zu ersten Rodungen kommt, ist unklar. Fest steht jedenfalls, dass Arbeiter unter Polizeischutz Stück für Stück vorgehen werden. Die Polizei rechnet mit einer komplexen und schwierigen Einsatzlage, aus dem ganzen Bundesgebiet werden Beamtinnen und Beamte herangezogen. Oberhessen-live ist mit mehreren Reportern vor Ort und wird Sie an dieser Stelle über alle Ereignisse in Echtzeit auf dem Laufenden halten.

Doch bevor es mit der heutigen Berichterstattung losgeht, vielleicht noch ein kleiner Blick zurück auf den gestrigen Tag. Den OL-Bericht über die Pressekonferenz, auf der die Arbeiten angekündigt worden sind, lesen Sie hier. Vor Ort waren jedoch auch Vertreter der Aktivisten selbst. Wie sie die Ankündigungen aufgenommen haben, ist diesem Video zu entnehmen.

Am Abend machten die A49-Gegner eine offenbar geplante und bislang geheim gehaltene Greenpeace-Aktion öffentlich. Demnach wollen die Umweltschützer mit einem 1,7 Tonnen schweren Baum, der aus dem Dannenröder Wald stammt, vor dem Landtag in Wiesbaden demonstrieren. Hintergrund ist, dass dort der Lückenschluss der A49 nochmal Thema sein wird. Wenn die Technik mitspielt, überträgt OL die Debatte hier ab etwa 16.10 Uhr live.

Und noch eine Neuigkeit gab es am späten Abend gestern: Die Aktivisten veröffentlichten einen Beschluss des Verwaltungsgerichts Gießen, wonach der Versuch der A49-Gegner, sich gegen ein erlassenes Schlafverbot für die schon länger existierende Mahnwache am Dannenröder Wald zu wehren, in erster Instanz scheiterte. Die Nachricht war schon früher bekannt geworden. „Absichtlich gegen geltendes Recht zu verstoßen, um anderen zu schaden, erfüllt den Straftatbestand der Rechtsbeugung“, hieß es daraufhin aus dem Versammlungsunterstützungsteam mit Verweis auf eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, welches bei anderen Schlafverboten zuletzt im Sinne der Aktivisten entschieden hatte. Die Umweltschützer fuhren mit markigen Worten in ihrem Facebook-Post über den Vorgang fort. „Das Verwaltungsgericht scheint ein Gießener Landrecht kreieren zu wollen“, sagten sie. Hier zeige sich die Justiz wieder oder weiterhin als „Hure des Fürsten“ – „eine Aussage, die einst Georg Büchner traf und heute nur deshalb inakzeptabel ist, weil sie Sexarbeiterinnen durch die Gleichsetzung mit kriminellen Richter*innen diskriminiert“.

45 Gedanken zu “Liveticker: Polizei und Aktivisten ziehen positives Fazit

  1. Ich werde mich jetzt aus diesem Chat in Oberhessen-live zurückziehen. Mir fehlt es an Objektivität und Sachverständnis.
    Hoffentlich bleibt die Qualität des Grundwassers noch über Jahre erhalten. Den Aktivisten und Polizisten wünsche ich eine jederzeit friedlichen Verlauf!
    Den Politikern rate ich, sich endlich mal gemeinsam um Lösungen zu bemühen.
    In diesem Sinne: Viel Glück und Gesundheit liebe Mitmenschen aller Nationen!

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  2. Der Meier lügt schon wieder.
    Es geht eben nicht um die Bäume. Sonst wären bei den Rodungen für Windräder auch solche Chaoten da gewesen. Sind sie aber nicht!!!
    Es geht hier nur um Randale.

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    1. Kurz, unverständlich und uninteressant. Solche „Die Antwort kennt nur der Wind“-Kommentare müssen nicht sein. Da haben sich vohl beim körperlichen Auseinanderschreiten die Gehirnhälften endgültig getrennt.

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  3. Diese Chaoten haben nichts mit dieser Region zu tun. Fahrt dorthin wo ihr herkommt,wir wollen euch nicht. In einem Bericht wurde von einer Rettung der Autobahnabseiler gesprochen, ich bin fast vorm Stuhl gefallen. Das war Nötigung ,das sind Straftäter. Ganz einfach dort lassen.
    Das Verkehrschaos in Alsfeld hätte nicht sein müssen. Warum lässt man die Autobahnabfahrten nicht gesperrt?? Der Schaden durch die Massen von LKWs die sich durch bald jede Gasse gequält haben ohne sich an die Verkehrsbeschilderung zu halten,war schon abenteuerlich. Totales Versagen der Ordnungsbehörden.

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    1. „Ganz einfach dort lassen“??
      Was bist Du denn für einer??
      Wollen wir mal hoffen, dass der dann nicht auf DEIN Auto drauf fällt, wenn Du unter der Brücke durch fährst …

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  4. „Die Dummen drecks linken Vögel 2 Stunden sinnlos im Stau gestanden hoffe die bauen noch 3 weitere Straßen durch diesen drecks Wald.“

    Die sinnlos im Drecksstau verbrachten 2 Drecksstunden hätte man vielleicht für die Aneignung der Drecks-Interpunktionsregeln nutzen können.
    Drecks-Fazit: Jede Seite ist mit sich zufrieden und feiert ihren Sieg. Kennt man ja schon aus der „großen“ Politik. Intelligentester Kommentar des Tages und absolut angemessene Lektion zum Thema Rechtsstaat: Der heutige Kommentar des grünen Vize-Ministerpräsidenten Al Wazir (siehe https://www.hr-inforadio.de/programm/themen/al-wazir-zu-a49-ausbau-ich-habe-mein-ganzes-politisches-leben-gegen-die-autobahn-gekaempft,al-wazir-dannenroeder-forst-100.html). Dieses Maß an Einsicht müsste man auch von den Waldbesetzern fordern, die jetzt im grünen Wald ihre grüne Trotzphase absolvieren. Ähnlich vorbildlich der Umgang mit dem Thema „Stuttgart 21“ des grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmer (siehe https://www.tag24.de/stuttgart/stuttgart-21-schwarzer-donnerstag-heute-vor-zehn-jahren-eskalierte-protest-dietrich-wagner-politik-1666556). Der „schwarze Donnerstag“ vor zehn Jahren sollte den heutigen Beteiligten als Mahnung dienen: Eskalationen vermeiden! Wer im Rahmen solcher Aktionen seine Gesundheit oder sogar sein Leben verliert, bleibt ein Verlierer sein Leben lang. Und bitte den Konflikt nicht durch irgend eine Drecks-Hetze anfachen. Es geht immerhin um Menschen. Auch bei den Gegnern des Autobahn-Baus!

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  5. @Rudi Deska
    Wo lebst du?
    In Deutschland werden Wasserschutzgebiete verlagert damit Windräder gebaut werden können
    Siehe Windpark Ruhlkirchen!
    Ich bin froh darüber, somit musste meine Heizöllagerstädte nicht mehr einer zwei jährigen Untersuchung unterzogen werden. Hat mir ca. 100 € gespart, alle zwei Jahre.
    Aber wo waren da diese Hochzeilbaumnister

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      1. Klausi Mausi wieder zeigen sie das sie keine Ahnung haben.
        Die Polizei und der Einsatz wird von unsere Steuergelder bezahlt das sollte sie eigentlich wissen

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  6. Wer zahlt den Einsatz, ich hoffe das die voll zur Kasse gebeten werden. Die A49 kommt ob die wollen oder nicht . Der Staat muss hier mit aller härte durchgreifen und die ,die Autobahn Blockiert haben, sollten hart bestraft werden und auch einen Eintrag ins Polizeiliche Führungszeugnis bekommen.

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    1. Wer zahlt diese Autobahn?

      Ich hoffe du wirst dafür persönlich zur Kasse gebeten. Die 700 Millionen Euro zahlst du doch bestimmt aus der Portokasse.

      Und dann nicht rumflennen, wenn aus Geldnot Krankenhäuser und Schwimmbaeder geschlossen werden, das Geld wird ja fuer eure Autobahn gebraucht

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      1. Wer bezahlt dich, such Dir Arbeit. Leute wie du warten nur auf ein bedingungsloses Grundeinkommen. Wir haben die Autobahn gezahlt, da wir fleißig arbeiten gehen und uns nicht von anderen ernähren lassen, oder bei Mama wohnen und draußen laut brüllen.

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      1. Alle Radikalen kämpfen für etwas und haben aus ihrer Sicht noch Ideale.

        Ein IS Kämpfer würde dasselbe behaupten, nur eben nicht mit Wäldern. Er wird auch für sich Argumente finden, warum sein Handeln nicht kriminell sei. Und er wird auch alle pauschal als Lügner abstempeln, die ihm anderes nachweisen wollen.

        Ich finde die Klimaproteste gut und richtig, aber je mehr sich das radikalisiert, umso weniger kann ich diese Gruppen ernstnehmen.

        Wenn sich meine Kinder für das Klima einsetzen, finde ich das super – wenn sie sich radikalisieren, würde ich mich allerdings auch fragen, was ich falsch gemacht habe.

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      2. Der Meier lügt schon wieder.
        Es geht eben nicht um die Bäume. Sonst wären bei den Rodungen für Windräder auch solche Chaoten da gewesen. Sind sie aber nicht!!!
        Es geht hier nur um Randale.

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  7. Die bis jetzt entstandenen Kosten wie z.B.der heutige Einsatz auf der A5 müssten die CHAOTEN aus eigener Tasche bezahlen. Das dürfte aber kein Problem sein, weil sich bestimmt die UNTERSTÜTZER dieser AKTIVISTEN solidarisch an diesem kleinen nicht nennenswerten Betrag beteiligen werden.

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    1. @Alter Alsfelder

      Alte Alsfelder sollten nicht über Dinge reden die sie nicht verstehen.
      Wer zahlt die Einsätze der Polizei bei Bundesligaspielen?
      Wer zahlt schon seit Jahren die Kosten für Kassel-Calden und Flughafen Berlin
      Wer zahlt die Kosten für Polizeieinsätze bei Corona-Demonstrationen
      Wer zahlt die Kosten für die Zuschüsse zur Rentenkasse damit Sie eine angemessene
      Rente bekommen können?
      Wenn die Fähigkeit fehlt Zusammenhänge erkennen zu können sollte man sich nicht äußern. Es ist zu billig was Sie hier von sich geben und nicht nur Sie. Wo haben Sie ein solches Diskussionsniveau gelernt? Von Ihrer guten Erziehung? Die Sie zu Recht bei dem einen oder anderen vermissen?

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  8. Im schönen Danneröder Forst
    Macht sich St. Florian zum Horst
    Die einen nisten in den Kronen
    Und handeln wohl jetzt mit Zitronen
    Die anderen müssen diese pflücken
    oder sich nach dem Fallobst bücken
    Und schließlich freut sich jedermann:
    Bald fällt der Lärm woanders an!

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  9. Es ist für mich nicht verständlich, dass in Deutschland im Jahr 2020 eine Autobahn durch ein Wasserschutzgebiet gebaut werden soll. In Hessen ist der Verkehrsminister, Hr. Al-Wazir, von der Partei Die Grünen. Der Innenminister, Hr. Beuth, der den Polizeieinsatz zu verantworten hat ist von der CDU.

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  10. Das ist einfach nur noch dumm.
    Später fahren die ganzen Leute oder eher gesagt Aktivisten selbst auf der Autobahn.
    Ändern dran können die eh nichts.
    Nur verschieben.
    Kein Verständnis für die Aktivisten.

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    1. Oh Gott. Ach nein, oh Hans.
      Hänschen klein
      stand im Stau allein.
      Das kann aber auch noch sein,
      wenn die A49 kommt.
      Reimt sich nicht, stimmt aber!!

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    2. Schade Hans!
      Ich hätte Dir heute gerne noch mehr Zeit auf der Autobahn gegönnt.

      @OL:
      Unglaublich, dass solche Beschimpfungen hier frei geschaltet werden.
      Wenn das ein negatives Paradebeispiel sein soll, dann kennzeichnet es bitte auch als solches. Danke!

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    3. Man kann den Ärger derjenigen zwar verstehen, die heute für Stunden im Stau stehen mussten, weil irgendwelche „Aktivisten“ sich von einer Autobahnbrücke abseilen. Aber sprachlich ist die Reaktion von „Hans“ inakzeptabel. Der Hessische Rundfunk bietet sachliche Aufklärung (https://www.hessenschau.de/gesellschaft/dannenroeder-forst-darum-geht-es-im-konflikt-um-die-a49,faq-dannenroeder-100.html). Und in der Hessen extra Sendung am Abend (https://www.hr-fernsehen.de/sendungen-a-z/hessen-extra-dannenroeder-forst–roden-oder-retten,sendung-103980.html) hat Vize-Ministerpräsident Al-Wazir die Rechtslage noch einmal glasklar erläutert. Mehr ist dazu nicht zu sagen. Schon gar nicht so ein Drecksgerede von Drecks-Linken-Vögeln im Dreckswald. Sowas ist doch kindisch!

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  11. Liebe Linke hört auf so ein Blödsinn zu erzählen die Polizei ist extrem friedlich und freundlich zu mir gewesen als ich da war.
    Und deges ist auch friedlich und freundlich.
    Was ich sehe das die aktivsten gerade Streit provozieren und das durch diese linke aktivsten.

    Liebe aktivsten hört auf uns Bürger zu behindern die nach Hause wollen oder zur Arbeit fahren oder die gerade arbeiten um eure Lebensmittel in die Geschäfte zu bringen

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  12. Es ist ja lobenswert, dass es einen Live Ticker gibt. Aber irgendwie wird von verschiedenen Schauplätzen berichtet. So schreibt die Polizei auf Twitter vom Herrenwald, die OL Redaktion schreibt vom Dannenröder Forst. Was denn jetzt ???

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  13. Endlich geht’s los!!!
    Holt die endlich aus den Bäumen! Ich hab‘ sowas die Schnauze voll, von diesen verwirrten Seelen. Das wird alles von meinen Steuergeldern bezahlt. Andere wichtige Sachen bleiben liegen…

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  14. Es gibt Sicherheitsabstände, die zu den Harvestern eingehalten werden müssen. Das gilt für Waldarbeiter. In der gegebenen Situation müssen die Abstände natürlich größer sein. Natürlich wollen Journalisten nah an das Geschehen ran. Das Foto oben wäre während des Einsatzes des Harvesters nicht möglich gewesen. Dass dann daraus behauptet wird, die Presse würde behindert, ist ziemlich unfair, passt aber in das Konzept des Medienkrieges der sog. Aktivisten.
    Die Polizei ist tatsächlich die einzige Gruppe, die gesetzlich zur Neutralität verpflichtet ist.

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  15. Liebes Team von Oberhessen-Live,

    jetzt macht Euch bitte nicht durch die Wahl eurer Worte lächerlich. Es gibt überhaupt kein Recht dazu auf einem Grundstück, welches weder öffentlich zugänglich ist noch wo es aufgrund von Holzfäll-Arbeiten ratsam ist, sich als Journalist „frei bewegen zu können“.

    Dann fordere ich jetzt auch ein mich überall frei bewegen zu können, weil ich darüber berichten möchte. Zunächst in der Damen-Umkleide und dann live aus dem Innenraum eines Atomkraftwerks.

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    1. Dies ist, ganz sachlich betrachtet, einfach eine Lüge. Die A 49 verläuft weder durch einen Ort noch auch nur nahe daran vorbei. Wo immer ein Ort in akustischer Reichweite ist, wird es signifikanten Lärmschutz und Geschwindigkeitsbegrenzungen geben. Wie kann man nur wissentlich zu lügen?

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      1. @Luegenkommentatoren
        @Black Man

        Wenn hier einer luegt dann sind Sie das. Große Klappe nichts dahinter. Sie kennen ja noch nicht einmal den Trassenverlauf sonst würden Sie nicht einen solchen Unsinn schreiben.
        Zu dem Kommentar von Black Man nur so viel, besser eine verwirrte Seele als gar keine. Sie können diesen Menschen nicht das Wasser reichen. Sie sind Ihnen meilenweit voraus und Turmhoch überlegen.

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      2. Und wie kommen die Autos auf die A49
        Die Auffahrten und Zubringerstrassen in Neustadt, Stadtallendorf und Homberg werden für die Anwohner die Hölle werden. Dir aber völlig egal, weil du ja nicht betroffen bist.

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      3. @ Timmty:

        Schon klar, dass es Ihnen egal ist, wie Ihre Art ankommt. Wenn der andere sich beleidigt fühlt, ist er eben selbst Schuld. Und wenn die sachlichen Argumente ausgehen, dann sagt man halt, dass man das alles anders sieht und besser weiß.

        Irgendwie erinnern Sie mich sehr an Donald Trump.

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    2. @Timmy:

      Der Trassenverlauf und die Planfeststellung sind bis ins kleinste Detail öffentlich einsehbar. Warum erzählen Sie so einen Quatsch? Finden Sie Ihre unsachlichen und in der Regel beleidigenden Kommentare irgendwie wertstiftend?

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      1. @Lügenkommentatoren

        Ich weiß das Trasse öffentlich einzusehen ist. Scheinbar verfügen Sie aber nicht über die Fähigkeit zu erkennen, dass Sie an einigen Ortschaften sehr nah vorbeigeht. Was Sie für angemessen halten ist mir reichlich gleichgültig. Ob Sie sich beleidigt fühlen ist Ihre Sache. Ich werde mich nicht provozieren lassen und dazu nicht äußern Herr Lehrer. Ich weiß mit meiner Zeit etwas besseres anzufangen.

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  16. Dann hoffe ich mal auf ein Friedliches Räumen , ohne Krawall , ohne Verletzten Pers. ( auf beide seiten ) und auf ein gutes Heimkehren zu den Familien zuhause.

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