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Protestcamps sollen trotz Verbot stattfindenA49: „Wir werden friedlich, besonnen aber auch bestimmt vorgehen“

DANNENROD (akr). Im Oktober sollen die Rodungen für den Bau der A49 beginnen – die Räumung der Baumbesetzer rückt also immer näher. Die Aktivisten geben aber weiterhin nicht auf.  Mehrere Protestcamps sollten trotz Verbots stattfinden. Auch eine Blockierung der B62 komme in Frage.

„Es kann sein, dass diese Pressekonferenz die letzte vor der möglichen Räumung sein wird. Wir möchten nochmal die Chance nutzen, über die Entwicklungen der letzten und kommenden Zeit zu sprechen, denn all diese Aktionen dienen dazu, den Dannenröder Wald zu beschützen“, eröffnete Lilly Claudi, die an diesem Freitag die Moderation übernahm, die Pressekonferenz an der Mahnwache in Dannenrod. Neben ihr waren auch noch Clara Thompson vom Wald-Statt-Asphalt-Bündnis, Barbara Schlemmer vom Aktionsbündnis keine A49, Wolfgang Dennhöfer vom BUND, Robin Sommer aus der Waldbesetzung und eine Aktivistin die sich Lola Löwenzahn nennt vom Aktionsbündnis Autokorrektur  dort.

„Wem soll diese Autobahn am Ende etwas bringen. Die Anwohner der Bundesstraße entlasten?“, fragte Clara Thompson in die Runde. Ihrer Meinung nach sei es wahrscheinlich, dass sich durch die Autobahn der Verkehr in der Region deutlich erhöhen würde. Darüber hinaus könne auch die Region leiden, weil viele doch lieber noch schnell nach Kassel fahren würden, anstatt die lokalen Geschäfte zu unterstützen.

Clara Thompson von Wald-Statt-Asphalt

Thompson machte auf die Aktionswoche aufmerksam, die das Wald-Statt-Asphalt-Bündnis ab dem 7. September starten will. So soll am 11. September zum Beispiel eine Fridays for Future-Großdemo in Wiesbaden stattfinden. Am 12. September soll darüber hinaus auch ein Protestcamp am Sportplatz in Dannenrod mit einem „bunten Programm“ eröffnet werden.

A49: Regierungspräsidium genehmigt ein Protestcamp unter Auflagen

RP: A49-Gegner kündigen trotz Verbots Protestcamps an

Das Regierungspräsidium Gießen hat drei von vier Protestcamps gegen die A49 verboten. Das hält die Aktivisten allerdings nicht von ihrem Vorhaben ab. „Trotz der Versuche der hessischen Behörden, uns in unserem Recht auf Versammlungsfreiheit einzuschränken, wird unser großes Protestcamp am Danni pünktlich nächstes Wochenende seine Tore öffnen“, betonte Clara Thompson. Sollte es dazu kommen, dass die Camps seitens der Behörden so nicht erlaubt werden – die Aktivisten hatten gegen das Verbot Klagen eingereicht – dann würden andere Gruppen dennoch diese Protestcamps durchführen. Notfalls würde man auch die B62 blockieren, hieß es.

„Was wir bis jetzt im Kleinen gelebt haben, hat großes Potential im Großen“, betonte sie. Der „Danni“ sei auf dem Weg ein Symbol zu werden, ein Symbol, das ähnlich wie beim „Hambi“ zeigen werde, wie es um die Mobilitätswende in Deutschland stehe. Die Schwarz-Grüne Regierung habe jetzt die Chance, Geschichte zu schreiben „und wenn nicht, legt sie sich mit der gesamten Klimagerechtigkeitsbewegung an“, betonte Thompson.

Gewaltfrei und friedlich verhalten

Barbara Schlemmer vom Aktionsbündnis keine A49 appellierte an alle Seiten, sich gewaltfrei und friedlich zu verhalten. Gewalt beginne ihrer Meinung nach schon mit der Sprache, deshalb bat sie im Allgemeinen um eine sachliche Diskussion. „So wie wir niemanden persönlich angreifen, bitte ich auch, dass wir nicht persönlich angegriffen werden“, so Schlemmer. Es sei eine sachliche und keine persönliche Sache. „Auch wir waren bereits vielen Attacken ausgesetzt. Auch wir haben schon verschiedene Strafanzeigen stellen müssen wegen Nötigung, Bedrohung, Zerstörung von Dingen. Das haben wir nie hochgehängt und wollten es nicht groß machen. Deshalb bitten wir auch in unsere Richtung jegliche Kriminalisierung zu unterlassen“, betonte sie.

Barbara Schlemmer vom Aktionsbündnis keine A49.

Am Mittwoch soll eine Reiterstreife der Polizei Drahtseile entdeckt haben, die quer über einen Weg im Wald in Kopfhöhe gespannt gewesen seien sollen. „Wir spekulieren nicht“, sagte ein Polizeisprecher zu OL auf die Frage, ob man eine gezielte Falle der Besetzer hinter dem Fund der Seile vermute.

„Ich habe diese Drahtseile nie gesehen und kenne auch keinen Menschen, der die gesehen hat“, erklärte Robin Sommer aus der Besetzung. Sie machte an dieser Stelle darauf aufmerksam, dass sie nicht für die gesamte Besetzung, sondern nur für sich spreche. Die Aktivisten im Wald würden zwar Seile zum Bauen und Klettern benutzen, aber diese seien mindestens so dick wie ihr kleiner Finger und gut sichtbar. „Ich kann nichts dazu sagen, ob diese Drahtseile wirklich existiert haben und mit welcher Motivation sie gespannt wurden. Ich will an der Stelle auch anmerken, dass die Erfahrung im Hambacher Forst gezeigt hat, dass sich die Polizei auch durchaus Straftaten ausdenkt, um ihre Repressionen zu rechtfertigen“, erklärt sie. Auf Nachfrage von OL unterstreicht die Polizei deutlich, dass man sehr wohl Draht sichergestellt habe. Wenn die Staatsanwaltschaft die Aufnahmen frei gebe, sollten dazu auch Fotos veröffentlicht werden.

Polizei und Security seien immer präsent

Seit ein paar Wochen sei dieser Wald kein sicherer Ort mehr, erklärt Sommer in ihrer Ansprache. Polizei und Security seien immer präsent. „Es wurde uns Essen und Material geklaut. Die Polizei hat versucht uns unsere Wasserversorgung abzuschneiden. Ständig werden wir fotografiert, unsere Rucksäcke durchsucht und unsere Personalien aufgenommen. Die Polizei sucht nach Vorwänden, uns zu kriminalisieren und ihre Repressionen zu legitimieren“, so Sommer. „Die Polizei kriminalisiert niemanden, sondern richtet sich nach den Fakten und Tatsachen und ermittelt“, betont hingegen die Polizei auf Nachfrage von Oberhessen-live. Sie erklärte, dass es vor ein paar Wochen einen Vorfall gab, den die Aktivisten vielleicht mit der „Wasserabschneidung“ meinen könnten. Die Polizei habe ein landwirtschaftliches Fahrzeug wegen diverser Verstöße stoppen müssen. So sei unter anderem die Ladung nicht ordnungsgemäß gesichert gewesen – die Ladung war übrigens ein Wasserfass.

Aber wieder zurück zu Robin Sommer: Auf Nachfrage, was Robin Sommer eigentlich zu der Situation sagt, als ein Aktivist in einem Beitrag der Hessenschau (ab Minute 13:30) die Journalisten bedroht, ihre Kamera könne kaputt gehen, wenn sie noch ein Mal in den Wald kämen und Aktivisten filmten, ohne sich vorher anzumelden, äußerte sie sich wie folgt: „Es wäre nicht meine Art zu kommunizieren. Gleichzeitig fühlt man sich in dieser Besetzung aber manchmal wie in einem Zoo, weil Menschen einfach vorbei kommen und filmen, obwohl man mehrfach gesagt hat, dass man das nicht will. Ich kann dann verstehen, dass Menschen emotional reagieren.“

Robin Sommer aus der Waldbesetzung.

Schlemmer forderte darüber hinaus die Deges dazu auf, die eingesetzte Sicherheitsfirma abzuziehen und gegebenenfalls durch eine geeignetere zu ersetzen. „Die Menschen in der Region haben keine Angst vor den Baumbesetzern, sondern vor dieser Sicherheitsfirma“, betonte sie. Menschen würden sich nicht mehr in den Wald trauen. „Das gab es vorher nicht. Vor den Baumbesetzern hatte niemals jemand Angst und das muss man auch nicht“, so Schlemmer. Ebenfalls anwesend war auch Wolfgang Dennhöfer vom BUND. In seiner Ansprache gab er unter anderem nochmal einen kurzen Rückblick auf die abgewiesene Klage des BUND. Er betonte, dass es aus seiner Sicht nicht darum gehe, in einem Streitverfahren Recht zu haben, sondern es gehe um ganz reale Dinge, beispielsweise um das Trinkwasser. „Mit so einem großen ökologischen Schwachsinn kann man keinen Frieden schließen“, betonte Dennhöfer.

Wolfgang Dennhöfer vom BUND.

Als letztes meldete sich Lola Löwenzahn, stellvertretend für das Aktionsbündnis Autokorrektur, zu Wort, die bereits bei der ersten Pressekonferenz sagte, dass sie die Räumung nicht ohne Widerstand hinnehmen würden. Auch sie berichtete am Freitag, dass sich die Lage im Wald in der letzten Zeit durch die Securityfirma und die erhöhte Polizeipräsenz zugespitzt habe. Die Rodung des „Dannis“ werde ein politisches Desaster. „Wir machen den Dannenröder Wald zu einem Meilenstein im Verkehrssektor, denn ab jetzt wird kein Autobahnausbau mehr hingenommen“. Klimaschutz brauche entschlossenes und kollektives Handeln, deswegen nehme man das jetzt selbst in die Hand. Das Bündnis Autokorrektur sehe den zivilen Ungehorsam als letzten Weg, um den Wald zu schützen. „Wir werden friedlich, besonnen aber auch bestimmt vorgehen. Wir sind die Autokorrektur des Systems. Danni bleibt“, sagte sie.

Nach der Pressekonferenz teilte Wald-Statt-Asphalt mit, dass die Camps offiziell am 12. September ihren Betrieb aufnehmen und am 13. September im Rahmen des Waldspaziergangs mit einem bunten Bühnenprogramm offiziell eingeweiht werden. Welche Flächen zum Campstart zur Verfügung stehen entscheide sich wohl erst im Laufe der nächsten Woche. „Derzeit gehen wir davon aus, dass sich das Hauptcamp / die Hauptbühne auf dem alten Sportplatz ggü. der Mahnwache, also in unmittelbarer Nähe zum Wald befinden wird. Dies muss uns aber noch final behördlich bestätigt werden. Weitere Infos folgen kommende Woche auf allen Kanälen“.

Am Abend wurde zudem noch bekannt, dass das Gießener Regierungspräsidium drei Mahnwachen bei Stadtallendorf genehmigt hat. Dort sollen jeweils 20 bis 100 Menschen demonstrieren können. Eine Mahnwache direkt bei Kirtorf an der B62 wurde jedoch aus Sicherheitsgründen untersagt. Bei den anderem Mahnwachen erlaubte die Behörde zum Beispiel das Aufstellen von Infoständen, nicht aber die Platzierung von Wohnwagen.

39 Gedanken zu “A49: „Wir werden friedlich, besonnen aber auch bestimmt vorgehen“

  1. @Thorsten König

    Hallo Herr König,

    Ich finde es positiv, dass Sie sich geäußert haben. Ihre Reaktion zeigt, dass meine Worte bei Ihnen eine gewisse Betroffenheit ausgelöst haben. Ich gebe Ihnen recht, es gibt zahlreiche schlimmere Kommentare und Ausdrücke finde aber, dass es nicht wünschenswert ist sich verbal zu „bekriegen“. Ich respektiere, dass Sie der Ansicht sind, die Autobahn sollte gebaut werden, habe aber selbst eine andere Meinung Es ist nicht nötig sich gegenseitig zu beleidigen um deutlich zu machen, dass man anderer Meinung ist.
    Ich wünsche Ihnen alles Gute.

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  2. Erst wenn der letzte Industriearbeitsplatz vernichtet,
    Das letzte Auto aus Europäischer Produktion zugelassen,
    der letzte Handwerker und Landwirt an der Ökobürokratie aufgegeben hat
    und der letzte innerstädtische Einzelhändler auf eine Kunden wartet.
    Vielleicht dann werden die in Ihren Bäumen merken dass der Wohlstand in dem wir leben nicht vom Himmel fällt sonder davon das Menschen Ihn erarbeiten in dem Sie Werte schaffen.

    Hoffentlich ist es dann nicht zu spät.

    Stellt euch doch mal vor die müssten selber Arbeiten.

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  3. Durch den Bau von Autobahnen werden die Bundes-und Kreisstrassen entlastet. Besonders der Weiterbau der A49 bis an die A5 ist so wichtig für die Region. Die Anwohner der B3, wo sich tagtäglich der PKW-und LKW-Verkehr durchschlängelt, können endlich ruhigeren Zeiten entgegensehen. Lärm und Verschmutzung wird reduziert. Der ganze Verkehr rollt nicht mehr langsam und kurvenreich durch die Dörfer. Außerdem wird die A5 entlastet. Wie lächerlich ist es bei den ganzen Vorteilen sich über die Rohdung von ein wenig Wald aufzuregen und wie trotzige Kinder den Wald zu besetzen. Bäume können an andere Stelle wieder angepflanzt werden. Die A 49 wird gebaut. Fertig! Schaltet Mal euer Hirn ein. Ihr A49 Gegner habt doch einen an der Waffel und macht euch so lächerlich.

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    1. @Thorsten König

      Die Empfehlung ein bestimmtes Organ einzuschalten geht an Sie zurück. Ich befürchte nur es wird wenig nutzen. Wie soll man etwas einschalten was nicht vorhanden ist. Ihr vulgärer Sprachgebrauch ist einfach nur schrecklich. Es wird schon seit rund 50 Jahren geplant und versucht zu bauen. Diese Straße könnte schon längst im Kreis Marburg vorhanden sein, wenn es politische Kräfte nicht verhindert hätten. Bevor Sie hier mit Kraftausdrücken um sich werfen sollten Sie sich erst einmal richtig informieren.

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      1. Vulgärer Sprachgebrauch???
        Kraftausdrücke???
        Geht’s noch.
        …an der Waffel und Hirn einschalten??? Oder was ist gemeint.
        Denke diese Wortwahl ist verkraftbar…
        Mein Kommentar ist ansonsten sehr sachlich.
        Andere finden für diesen Schwachsinn der da läuft ganz andere Worte. Bitte meine Likes beachten…

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  4. Manchmal frage ich mich wieviele Kommentare hier direkt von einem Baumhaus vom Danni kommen die Internetverbindung da muss sehr gut sein. Dann noch die Phantasievollen Namen und die Sprache 😂
    Dann noch die charmanten Kommentare über die Anbindung an den ÖPNV in unserer Gegend.
    Das ist leider das Problem an der Geschichte. Keine Ahnung was für Sorgen die Bevölkerung in dieser Gegend hat, aber alles besser wissen..,,
    Hättet ihr mal jemanden gefragt hätten die euch sagen können das hier abends um 22 Uhr kein Bus mehr fährt weil die Auslastung immer bei unter1% liegt. Und das ist egal ob ich mich auf den Kopf stelle oder nicht nun einmal eine Tatsache und deswegen wird auch keine Verbindung eingerichtet weil diese höchstgradig Umwelt belastend wäre.

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    1. @Realist

      Immer wieder die Leute aus den Baumhäuser. Schön wenn man ein Feindbild hat. Was machen Sie, wenn diese Menschen nicht mehr da sind?
      Das gab es übrigens schon im Dritten Reich. Auch in dieser Zeit hat man sich eine bestimmte Gruppe ausgesucht.

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      1. Und jetzt kommt wieder die Keule na klar. Nicht zum ersten Mal wenn man die Diskussion hier verfolgt. Schade das wir uns nicht kennen um dein Meinungsbild zu ändern weil es lächerlich ist
        Ich bitte um Auseinandersetzung mit den Argumenten die ich angeführt habe.
        Weil nur wenn man sachliche Argumente widerlegt kann man weiter kommen

  5. Nun liebe Leser*innenschaft bin ich verwirrt. nh24.de schreibt:

    „Über einen Weg…drei rostfarbene Drahtseile
    gespannt, die in etwa zwei Meter Höhe an Bäumen befestigt waren. In
    unmittelbarer Nähe wurde noch eine Kabeltrommel mit dem augenscheinlich
    gleichen Draht sichergestellt.“ Kupferdraht ist Kupferdraht, Kabeltrommeln haben kunstoffummantelte- Kupferdrähte. Mit einem Durchschnitt von 1,5mm. Also, wurde das Kabel- entmantelt und dann auf 2m Höhe aufgespannt(Annahme). Gut( besser gesagt nicht gut) nun frage ich mich Rostfarbene Drähte sind nicht aus Kupfer, da Kupferdrähte grün oxidieren, oder? Dann haben doch Pferde eine ca. Schulterhöhe von 1,40m bis 1,80m das heisst ein Pferd das den Kopf erhoben hat liegt dann doch schon bei 2m. Der gespannte Draht (wenn er gespannt war und nicht nur befestigt(?) hätte also die Pferde der Berittenen Polizei verletzt und nicht deren Reiter (Frage)? Also das ganze scheint mir nicht besonders schlüßig… Sollten nun Pferde oder Reiter damit behindert werden? Das Polizisten bekannterweiße Ackern wie Pferde ja, gleichschlimm- naja. Oder ist das ganze doch nur eine Finte für Handhabung und legitimierung von brutalen Polizeieinsätzen? Wer auch immer so etwas macht, lasst den Sch**s!!!

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    1. @ G-tuschl:

      Ihr Kommentar ist ja an Geschmacklosigkeit kaum mehr zu überbieten.

      Hier wird eine massive Straftat begangen, und Sie diskutieren nun über Farbnuancen und Kopfhöhe von reitenden Polizisten?

      Alleine das ist ja schon erbärmlich und pervers. Aber Ihre Ausführungen lassen sich zudem noch sehr leicht kontern:

      1. Na klar sind neue Kupferdrähte nahe an „rostfarben“, die Polizei hätte es Ihnen zu Liebe ja auch „kupferfarben“ nennen können. Davon, dass das Material oxidiert war, steht hier nichts. Außerdem oxidiert Kupfer äußerst langsam, dies könnten Sie wissen, wenn Sie als Mr. Sherlock Holmes hier agieren wollen.

      2. Ja, viele Methoden – schon im Mittelalter – beruhten darauf, berittene Einsatztruppen bei vollem Lauf zu Fall zu bringen. Ich finde es eher noch skrupbelloser, wenn man den Tod oder eine schwere Verletzung des Pferdes noch zusätzlich in Kauf nimmt, um die Polizisten schwer zu verletzen.

      Was Sie hier machen ist unter aller Kanone.

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    2. Keine Ahnung aber davon jede Menge. Es gibt auch Kabeltrommeln mit reinem Kupferdraht . Diese werden z B beim Spulen wickeln oder beim Transformatorenbau eingesetzt. Aber welch ein Kabel oder Draht es war ist vollkommen egal , auch ob es ein Pferd oder Polizisten verletzen sollte.Diese Aktion war eine von vielen Illegalen Straftaten der Baumbesetzer. Aber egal nächstes Jahr um die Zeit sitzt da keiner mehr in den Bäumen. Der Tag X wird kommen und ich freu mich drauf

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  6. Die meisten Kommentare in diesem Forum sind menschenverachtend, unsachlich und zeugen von großer Unwissenheit. Von den
    Menschen die sich für die Natur einsetzen könntet ihr viel lernen. Vor allem Achtung, Toleranz und Akzeptanz.
    Aber ihr bleibt lieber unter euch und spendet euch gegenseitig Beifall für seltsame Aussagen. Weiter so.

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    1. @ Weiter so

      Ich zitiere mal:
      Aber ihr bleibt lieber unter euch und spendet euch gegenseitig Beifall für seltsame Aussagen.

      Das trifft aber zu 100 Prozent auch auf die Autobahngegner zu.
      :-))

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    2. Liebe Weiter so!
      Sie reihen Schimpfwörter aneinander, ohne zu erklären, was Sie überhaupt meinen mit „menschenverachtend“.

      Menschenverachtend ist es für mich, wenn der Hambacher Forst stehen bleibt, obwohl es sehr einfach wäre, den Wald umzuforsten und stattdessen die Menschen aus ihren Dörfern vertrieben werden.

      Menschenverachtend ist es für mich, wenn seit Jahrzehnten der Weiterbau der A49 blockiert wird und damit täglich zehntausende Fahrzeuge über die Bundesstraßen donnern und die Menschen dort mit Lärm und Gestank krank machen.

      Wir haben 13000km Autobahn, die durch viele Wälder gehen und auch Wasserschutzgebiete queren. Und diese 40km A49(LS) sollen nun die Umwelt endgültig ruinieren? Das Gegenteil ist der Fall: Es wird nachher mehr Wald geben als vorher. Es wird Urwald entstehen. Es wird viele neue Flächen für bedrohte Tierarten geben.

      Wer Argumente vorträgt und nicht nur Polemik verbreiten will, der wird hier immer auf offene Augen stoßen.

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  7. Es war einmal.
    Na, dann ist doch alles in Ordnung. ;-)
    Friedlich und besonnen heißt für mich, wenn dann andere ihre Arbeit verrichten wollen, dass man freiwillig und ohne zu murren, den Platz verlässt.
    Wie gesagt, wenn das jeder macht ist alles o.k.
    Wird das nicht gemacht, sind das nur Krawallos.
    Schließlich haben wir eine gültige Rechtslage, was den Weiterbau der A49 angeht. Man muss sie nur aktzepieren.

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  8. Hört doch endlich mit Eurem Protest auf, ihr macht Euch jeden Tag lächerlicher mit jeder neuen Aktion, die ihr plant. Der Drops ist gelutscht wie man so schön sagt, die Autobahn wird kommen. Der ganze Käse mit den Kammmolchen und ähnlichen Fake-News aus der linken grünen Ecke haben das Projekt lange genug verzögert. Jetzt wird gebaut und fertig. Und wenn wir den ersten Spatenstich für die beiden letzten Abschnitte feiern werdet ihr mit großer Wahrscheinlichkeit im Knast sitzen und könnt lange über den Irrsinn den ihr veranstaltet habt nachdenken.

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  9. Clara Thompson woher wissen Sie was passiert wenn die A49 gebaut wird. Ich behaupte das Gegenteil. Die A49 entlastet die Anwohner der A5 und das ist Fakt. Deshalb sofortiger Weiterbau der A49. Lilly Claudi, Clara Thompon, Barbara Schlemmer,Wolfgang Dennhöfer,Robin Sommer und Lola Löwenzahn wo waren Sie bei den Massenabholzungen für die Windräder und die dadurch entstandene Gefährdung des Grundwassers durch riesige Betonsockel.Warum lassen Sie zu dass geschützte Tiere durch die Windräder erschlagen werden. Warum lassen Sie zu dass Vogelbergwasser massenhaft nach Frankfurt gepumpt wird. Warum beschützen Sie nicht die Anwohner der A5 und B3 und den anderen Bundesstraßen von dem Dreck,Lärm,Abgasen der LKWs. Diese Scheinheiligkeit ist nicht zu ertragen. Hier wollen sich Leute profilieren auf Kosten der leidgeplagten.Sofortiger Weiterbau der A49.

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  10. Die Landes- und die Bundesregierung sollten jetzt die Größe und den Anstand haben, ihre Pläne für die A49 aufzugeben, zugunsten einer Verkehrswende von der Straße auf die Schiene. Auch durch verstärkten regionalen Handel würde die Zahl der Lastwagen erheblich reduziert werden. Noch hat man die Gelegenheit, Vernunft zu zeigen, angesichts eines immer drastischeren Voranschreitens der Klimakrise. Hitzesommer mit weit über 40 Grad über mehrere Wochen werden unsere Wälder auf Dauer nicht überstehen, der Harz ist zu weiten Teilen jetzt schon vertrocknet. Vielleicht bildet sich dort eine Steppenlandschaft! Da ist es doch Wahnsinn, einen der wenigen noch gesunden, artenreichen alten Wälder einer Verkehrspolitik zu opfern, die statt die nötige Kehrtwende zu machen, weiterhin auf den Autoverkehr setzt? Denn die Erfahrung zeigt: neue Straßen, die alte entlasten sollen, führen nur zu einer weiteren Zunahme an Verkehr! Sind wir es nicht unseren Nachfahren schuldig, intakte Lebensräume, gesichertes Grundwasser und Artenvielfalt zu hinterlassen? Mit einer solchen Politik steuern wir auf + 6 Grad und damit einen Kollaps zu, brauchen unsere Nachkommen dann Autobahnen oder Wälder? Und weil die Zukunft unserer Kinder wichtiger ist, als das Einhalten offensichtlich aus der Zeit gefallener Verträge, bildet sich Widerstand. Wenn die Politik nicht auf die Wissenschaft hört und rücksichtslos unsere Lebensgrundlagen vernichtet, genügt es nicht, auf die nächste Wahl vertröstet zu werden, nein, dann hilft nur noch ziviler Ungehorsam. Massenhafter ziviler Ungehorsam, wie sich abzeichnet. Daher sollten beide Regierungen gut überlegen, ob sie die Situation eskalieren lassen wollen. Noch können sie ohne Gesichtsverlust aus der Sache heraus. Im Gegenteil: Ein Einlenken würde das Vertrauen der Menschen in die Vernunft der Politiker stärken!

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    1. Liebe Nicola Haensell !
      Wenn Sie meinen, andere auf den Anstand hinzuweisen zu müssen, dann kann ich Ihnen nur eines dazu sagen: Holen Sie bitte endlich diese Leute von den Bäumen. Wer zuschaut, wie andere sich selbst und weitere in Lebensgefahr bringt, der hat kein Recht hier von Anstand zu reden.

      Sie bringen so viele Dinge miteinander in Verbindung, die gar nichts miteinander zu tun haben. Wenn Sie ernst genommen werden wollen, dann müssen Sie auch vernünftig argumentieren.

      Ein Spediteur wird doch nicht einen LKW losschicken, bloß wegen der Existenz einer Straße. Der LKW fährt los, weil ein Auftrag eingegangen ist und dieser LKW wird am Ziel ankommen, selbst wenn er über Feldwege fahren muss. Genau die Situation haben wir jetzt, dass tägliche zehntausende LKW und PKW durch die Vorgärten der Anwohner der B3 fahren. Wenn wir schon von Wissenschaft reden: Es ist erwiesen, dass Lärm, Feinstaub und Stickoxide krank machen und zum Tode führen. Tausende Menschen sind deshalb in den letzten Jahren verstorben. Möchten Sie dafür verantwortlich sein, dass das so weitergeht?

      3% des Dannenröder Forstes (27ha) werden für die A49(LS) benötigt. Schneiden Sie von einer 10cm langen Wurst 3mm ab. Das ist nichts. Im Gegenzug wird der Danneröder Forst, der ja ein Nutzwald ist, aus der Nutzung genommen, also zum Urwald. So viel ist noch nie für die Umwelt getan worden.

      Es gab eine Zeit, als wir vor dem Ausbruch des 3.Weltkrieges standen und hier Atomraketen stationiert werden sollten. Damals konnte man sich tatsächlich auf den zivilen Ungehorsam berufen. Wenn Sie heute in Verbindung mit der Autobahn das Gleiche tun, dann ist das eine Frechheit. Sie haben weder moralisch noch juristisch das Recht, sich auf den zivilen Ungehorsam zu berufen.
      Sie wollen doch einfach nur auf egoistische Weise Ihren Willen durchsetzen, sonst nichts.

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      1. Die A49 produziert keinen Lärm, Staub und keine Stickoxide?

        Sorry Tim, dein Beitrag ist völlig absurd, die A49 wird noch wesentlich mehr LKWs in unsere Region bringen und die Umweltprobleme noch wesentlich verstärken, von daher ist der zivile Ungehorsam wichtig, da er verhindert das noch mehr Menschen durch den Autoverkehr sterben

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      2. Der Klaus Meier schon wieder. Ich warte immer noch auf Vorschläge zur Entlastung der A5!! Ich habe diesbezüglich von Ihnen noch nichts gelesen oder gehört.

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  11. Hier wird doch vom Eigentlichen abgelenkt. Die A49(LS) ist 30 Jahre geplant worden, sie ist von Experten geprüft und genehmigt worden. Es gibt keine Autobahn, bei der so viel für die Umwelt getan wurde und wird. Es gibt daher keinen vernünftigen Grund, diese Autobahn nicht zu Ende zu bauen.
    Die Umwelt wird von Demagogen als Vorwand benutzt, um den Staat in die Knie zu zwingen. Wenn die die A49(LS) nicht gebaut würde, dann wäre dies für viele Personen in der ersten Reihe ein gewaltiger Karrieresprung. Das ist die eigentliche Motivation für diese Leute.

    Der Staat lässt sich nicht erpressen. Andernfalls würden diese Leute zur nächsten Baustelle laufen und dort weitermachen. Windräder würden nicht mehr gebaut werden, weil es genügend Gegner gibt, die Baustellen sabotieren.
    Diese Leute sind Rattenfänger, die keinerlei Gewissen haben. Man sollte diesen Leuten bitte nicht auf den Leim gehen. Wer sich informieren will, der sollte zur Deges gehen, auf die homepage oder zur Bürgersprechstunde.

    Wo sind endlich unsere Politiker, die öffentlich klare Kante reden und unseren Staat vertreten?

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    1. Ja, die Informationen der DEGES sind bekannternmassen völlig neutral. Tim wen willst du eigentlich hier für Blöd verkaufen?

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      1. Lieber Klaus,

        keine Aussagen sind vollkommen neutral. Deswegen muss man sie prüfen, wenn man als mündiger Bürger mitreden will. Sicher ist das nicht immer einfach, aber verschiedene seriöse Quellen abzugleichen hilft.

        Nehmen wir doch die Aussage der angeblichen Trinkwassergefährdung – die von den (auch nicht neutralen) Gegnern immer wiedergekäut wird.

        Diese Aussagen lassen sich direkt mit der Reaktionen des Bundestags auf entsprechende Anfragen als unberechtigt entlarven:

        https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/217/1921748.pdf

        Die Gegner haben fragen lassen, Antwort erhalten, ignorieren aber die Lage der Fachgutachten (die ja auch nicht die DEGES erstellt). Ignorieren oder schlicht behaupten, es wäre alles falsch kann jeder Depp – deshalb kann man auch nur ernstnehmen, wenn jemand begründet warum die Gutachten mangelhaft sind. Das können die Gegner aber augenscheinlich gar nicht.

        Wer nur glaubt, was er glauben will, der darf sich nicht wundern, wenn ihn keiner für voll nimmt.

        Über die Lärmprognosen und Kostenentwicklungn – Themen zu welchen Sie hier auch Informationen verbreiten, gibt es folgende Antwort des Bundestags:

        https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/217/1921747.pdf

        Viel Spass beim Informieren, Sie werden sehen, es bringt was nicht nur Parolen nachzulaufen. Ruckzuck platzt die Blase in der sie sitzen.

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      2. Lieber Klaus Meier!
        Die DEGES veröffentlicht in der Regel Daten, die auch überprüfbar sind z.B. über die Planungsunterlagen. Jeder ist eingeladen, in der Bürgerstunde auch kritische Fragen zu stellen. Eines sollte aber klar sein: Ob jemand einer Informationsquelle vertraut oder nicht, das bestimmt jeder noch selbst und nicht Sie oder ich.

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  12. Alle diejenigen die gegen die Autobahn 49 demonstrieren sollten sie mal für einen Tag in Kerstenhausen an die B3 setzen damit sie mal ein Gefühl davon bekommen wie es sich anfühlt wenn an einem Tag 2500 Lkws an einem vorbeifahren.Vielleicht würden sie danach eine andere Meinung über den Weiterbau der Autobahn haben.

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    1. Stimmt, setzt dich an die B3, da kriegst du ein Gefühl wie es an der A49 sein wird, nur das dort jeden Tag 10 000 LKW vorbeifahren werden und es an der B3 immer noch die 2500 oder sogar noch mehr LKWs sein werden.

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      1. Das ist nur eine Behauptung, sonst nichts!!! Woher wissen Sie, dass da dann 10000 LKWs fahren werden?

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      2. @Klaus Meier:

        Genau. Und weil sich die Menschen entlang der B3, B62, B49 usw. schon so schön an diese Zustände gewöhnt haben, macht es denen sicher auch nichts aus, das auch weiterhin zu ertragen …

        Deswegen: A49, und zwar sofort !!

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      3. Klaus sie reden jedes Mal Blödsinn.
        Erstens : Wird die A5 entlastet da viele hoch Richtung Hamburg fahren um dein Essen zu laden und sobald die A49 gebaut wird müssen die lkws sich nicht die Berge hoch quälen und so mit entsteht auf der A5 weniger Stau und der Verkehr der wird gleich bleiben aber das kapieren sie nicht.

        Zweitens : verfehlen sie was Tom meint aber ich erkläre es ihnen mal : es geht nicht nur ihm sondern auch um die sicherheit der kinder!!
        Jedes mal wenn die A5 Stau ist sehe selbst ich an der B62 wie lkws über 60 km/h wie auto Fahrer durch ortschaften fahren da ist es egal ob kleine Grundschüler oder Kindergartenkinder da stehen juckt diese leuten einfach nicht.
        Wollen sie dafür verantwortlich sein wenn Lkw ein kind Überfahrt?

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      4. Ich wollte hier nie was schreiben , aber den ganzen Mist welcheN sie Herr Klaus Meier verzapfen der geht mir so auf die Nüsse . Eine weitere Straße ob Autobahn oder nicht kann nie für mehr Verkehr sorgen sondern immer nur für weniger . Ich erkläre es jetzt mal in leichten Zahlen damit auch Sie Klaus folgen können. Wenn wir in Deutschland 5 Straßen hätten und es würden täglich 10 Autos fahren , sind das pro Straße 2. bauen wir 5 weitere Straßen ist es nur noch eins pro Straße. Ich hoffe diese einfachen Zahlen verstehen sogar sie. Es gibt in Deutschland täglich eine Anzahl an Fahrzeugen und die kann durch einen Autobahn Neubau nie erhöht werden. Aber das kapierT ihr halt eben nie . Macht aber nix bald dürfen auch sie über die A49 Düsen und entlasten so irgendeine andere Straße. Ob sie das kapieren oder nicht so ist es

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      5. Klaus Meier, Sie vergleichen Äpfel mit Weintrauben.

        Anders als bei der B3 wohnt eben kein einziger Anwohner direkt an der A49. Sie sind ein schlechtes Vorbild für die Kinder, von denen glauben am Ende noch ein paar Ihre Märchen.

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  13. Von wegen friedlich sein!
    Kauft euch doch keiner mehr ab und akzeptiert endlich mal Sachen vom hohen Gericht!!
    Ihr hättet vor Jahren was machen können da habt ihr nur zu geschaut und jetzt kommt ihr das ist ein Witz.
    Bei Windkraftanlagen wo defentiv mehr Bäume gefällt werden da schaut ihr zu!
    Lächerlich einfach nur noch lächerlich!
    Die A49ig wird kommen und Gott sei Dank entlastet die uns Einwohner endlich einmal.
    Klar wo sie durch gebaut wird ist nicht so schön keine Frage aber jetzt so kindisch zu sein dafür hab ich kein Respekt

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    1. @Bla bla

      Danke für friedlichen Kommentar. Sie haben bestimmt eine klare Vorstellung wie ein friedlicher Protest sein sollte. Schreiben Sie doch einfach eine Anleitung.

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  14. Ja ja und der BUND Doktor mittendrin. Gut situiert, Eigenheim(e), Mercedes E Klasse, hohe Staatspension. Da lässt es sich entspannt ins Mikro quatschen.

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