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Mirja Eckstein, Waldemar Dulzon und Stella Campo dell' Orto kümmerten sich um verletzten MannDrei Lebensretter für schnelles Handeln im Erlenbad ausgezeichnet

ALSFELD (akr). Mirja Eckstein, Waldemar Dullson und Stella Campo dell‘ Orto haben nicht gezögert, sondern sofort richtig gehandelt und so einem älteren Mann vermutlich das Leben gerettet. In einer öffentlichen Belobigung wurde nun den drei Lebensrettern aus dem Alsfelder Erlenbad für ihr vorbildliches Handeln gedankt.

Den 18. Dezember vergangenen Jahres werden Mirja Eckstein, Waldemar Dullson und Stella Campo dell‘ Orto sicherlich nicht so schnell vergessen. An diesem Tag ereignete sich im Alsfelder Erlenbad nämlich ein Unfall. Ein älterer Mann hatte auf dem Weg zum Aqua-Kurs im Bereich der Umkleiden einen Schwächeanfall erlitten, Atem- und Herzstillstand waren die Folge. Die drei haben sofort gehandelt und so dem Mann vermutlich das Leben gerettet. Nun wurde ihnen für ihren beherzten Einsatz im Namen des Hessischen Ministerpräsidenten eine öffentliche Belobigung ausgesprochen. Da der Ministerpräsident aber nicht anwesend sein konnte, übernahm das ganz einfach Bürgermeister Stephan Paule.

Doch was war genau an diesem Taggenau passiert? Eckstein erinnert sich daran, wie sie mit Waldemar Dullson im Aufsichtsraum war, als plötzlich Katja Leib, eine Mitarbeiterin des Hessischen Turnverbandes, angerannt kam und die beiden über den Unfall informierte. Der Betriebsleiter Dullson schnappte sich sofort das Telefon, wählte den Notruf. Die Kurs-Leiterin Mirja Eckstein machte sich unverzüglich auf den Weg zu dem Verletzten.

Der ältere Mann lag auf dem Boden, blutverschmiert und blau angelaufen. Kein Puls. Die Lebensgefährtin stand völlig unter Schock. „Und dann haben wir gar nicht mehr gedacht und gleich angefangen“, erzählt Eckstein. Ohne zu zögern begannen sie mit den Reanimationsmaßnahmen. Stella Campo dell‘ Orto sorgte dafür, dass für die alarmierten Rettungskräfte der Weg frei ist. Nur wenige Minuten später traf der Rettungsdienst ein, der den Mann nach Marburg ins Klinikum flog.

Wie die Mitarbeiter später erfuhren, erlitt der Mann eine beidseitige Lungenembolie. Hätten die drei nicht so schnell reagiert, hätte die Situation auch ganz anders ausgehen können, sagten die Ärzte in Marburg. Die Mitarbeiter haben also alles richtig gemacht, als sie um das Leben des Mannes kämpften. „Man funktioniert einfach, ohne zu denken“, erzählt Eckstein. Jeder habe sofort seine Aufgabe gefunden. Alle drei sind mehr als zufrieden und erleichtert, dass alles so super funktioniert hat – und so geht es auch Geschäftsführer Ralf Kaufmann, der sichtlich Stolz auf seine Mitarbeiter ist.

Für Dullson und Eckstein war es nicht das erste Mal, dass sie einem Menschen geholfen haben. Für die Auszubildende Stella Campo dell’Orto hingegen schon. „Ich hätte nie gedacht, dass mir so etwas mal passiert. Ich schaue jetzt irgendwie immer doppelt hin“, sagt sie. So geht es auch den anderen zwei Helfern. „Man wird noch vorsichtiger. Es ist eine Erfahrung, die ich zugute schreiben kann“, sagt Dulson. Er sieht das Bild noch immer vor seinen Augen. Dem älteren Herren geht es jetzt übrigens wieder gut. Er hat den Unfall ohne Folgeschäden überstanden. Im März nahm er sogar wieder an dem Kurs von Mirja Eckstein teil.

Ein Gedanke zu “Drei Lebensretter für schnelles Handeln im Erlenbad ausgezeichnet

  1. Als Frühschwimmer habe ich diese lebensrettenden Maßnahmen aus der
    Umkleidekabine mitbekommen.
    Alle Handlungen waren vorbildlich. Es herrschte keine Hektik, eine tolle Leistung.
    Anerkennung von mir an „alle“ Beteiligten.
    MfG
    Hans Zimmer

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