Stephan Hanisch, Andreas Gehrhardt und Roland Heinrich beim Boule spielen. Foto: akr

AlsfeldJugendKind und Kegel1

Alsfelder Freiwilligenzentrum feiert 10-jähriges Jubiläum im Bürgergarten am 18. AugustZehn Jahre Engagement für Alsfeld

ALSFELD (akr). Seit zehn Jahren setzt sich der Verein Freiwilligenzentrum Alsfeld e.V. dafür ein, bürgerliches Engagement zu fördern, Ideen zu realisieren und ehrenamtliche Projekte zu unterstützen. Zum runden Geburtstag soll jetzt erst einmal richtig gefeiert werden – und das, wie soll es auch anders sein, im mit initiierten Bürgergarten.

„Wir verstehen uns als eine Plattform, auf der man verschiedene Projekte starten kann, die das Zusammenleben in Alsfeld liebens,- lebenswerter und angenehmer macht“, erklärt der Vereinsvorsitzende Stephan Hanisch die Ziele des Freiwilligenzentrums. Seit rund zehn Jahren sei man Anlaufpunkt für alle Alsfelder, die Interesse haben. Anlaufpunkt, um gemeinsam etwas für Alsfeld zu schaffen. „Wenn jemand eine gute Idee hat, dann unterstützen wir ihn gerne“, sagt Vereinsmitglied Andreas Gehrhardt. Bevor aber die nächste Idee umgesetzt wird, wird erst einmal gefeiert, denn das Freiwilligenzentrum wird in diesem Jahr zehn Jahre alt.

24 Mitglieder zählt der kleine Verein, der zu einer Zeit entstanden ist, in der die Stadt Alsfeld in keiner guten finanziellen Lage war. Die Allgemeinstimmung unter den Bürgern war schlecht. Doch anstatt sich nur zu beschweren, handelten einige Alsfelder und gründeten den Verein Alsfelder Freiwilligenzentrum, der seinen heutigen Sitz am Klostergarten, im ehemaligen Jugendzentrum, hat. Die ersten beiden Jahre allerdings, gab es noch keinen zentralen Treffpunkt für den Verein.

Seit 2010 am Klostergarten zu Hause

Eigentlich sollte aus dem ehemaligen Jugendzentrum nämlich zunächst ein Aktenarchiv entstehen. „Das können sie nicht machen. Die Räumlichkeiten sind viel zu schön und mit viel Historie verbunden“, dachten sich die Vereinsmitglieder. Sie schafften es die Stadtverordneten zu überzeugen und konnten sich dort räumlich einrichten. Nachdem sie zwei Jahre ohne feste Räumlichkeiten auskommen mussten, ist der Verein seit 2010 am Klostergarten zu Hause, „ein Ort, wo viel Kulturelles und Soziales passiert“, lächelt Hanisch.

Die Vereinsmitglieder Stephan Hanisch, Roland Heinrich und Andreas Gehrhardt im Bürgergarten in der Volkmarstraße. Fotos: akr

Viele Projekte entstanden

Über die Jahre hinweg konnte der Verein viele Projekte realisieren. Das Erzählcafé, bei dem Bürger zusammenkommen und sich zu unterschiedlichen Themen austauschen und auch der Spielenachmittag sind nur zwei davon. Hinzu kommt auch der Neubürgertreff, der neuen Bürgern behilflich sein soll, ihre Heimat besser kennen zu lernen und vielleicht auch neue Kontakte zu knüpfen. „Wir haben auch eine Veranstaltung inszeniert, die jetzt der Seniorenbeirat übernommen hat, weil sie so gut angenommen wurde“, erzählt Hanisch stolz. Gemeint ist eine Bustour durch Alsfeld für ältere Menschen, die nicht mehr so mobil sind. „Dann können sie auch sehen, was sich in Alsfeld so alles getan hat“, erklärt er weiter.

Das Freiwilligenzentrum am Klostergarten.

Seit 2010 veranstaltet das Freiwilligenzentrum regelmäßig einen Freiwilligentag. Alsfelder können sich an dem Tag für das Wohl der Allgemeinheit einsetzen, indem sie an verschiedensten Projekten, wie beispielsweise Aufräumaktionen auf Spielplätzen, teilnehmen. „Deutschlandweit sind wir meines Erachtens die erste Stadt in der Größenordnung, die solche Freiwilligentage gemacht haben“, erzählt der Vorsitzende. Ein Projekt, das Ende 2014 in Angriff genommen wurde, ist der Bürgergarten in der Volkmarstraße. Gemeinsam mit dem Verein Regenbogen e.V. haben sie die verwilderte Gartenfläche gepachtet und auf Vordermann gebracht. „Es gibt aber immer noch einiges zu tun“, erklärt Hanisch.

Wer jetzt allerdings denkt, die Stadt hätte finanziell ihre Finger im Spiel, der irrt sich. „Dadurch haben wir gewissermaßen mehr Freiheiten, müssen aber auch gucken, wie wir das Geld zusammen bekommen“, erklärt Hanisch. Die Zusammenarbeit mit der Stadt funktioniere aber sehr gut. „Viele denken auch, der Bürgergarten sei etwas Städtisches. Das stimmt aber nicht“, erklärt der Vorsitzende. Er wurde durch Spenden finanziert worden.

Jubiläumsfeier im Bürgergarten

Und in dem Bürgergarten in der Volkmarstraße wird am 18. August die Jubiläumsfeier veranstaltet. Ab 14 Uhr geht es los. Die Besucher können dann am 1. Alsfelder-Boule-Open teilnehmen. „Die Menschen, die daran Teilnehmen wollen, sollten am besten auch gegen 14 Uhr kommen, damit wir wissen wie viele ungefähr teilnehmen“, sagt Hanisch. Die Besucher erwartet aber nicht nur das Freizeit-Kugelspiel. Es wird auch offiziell die begehbare Sonnenuhr im Garten eröffnet. Nachmittags gibt es dann Kaffee und Kuchen, abends wird gegrillt und die Blues-Band „Irish Pub“ aus Gießen sorgt zwischen 18 Uhr und 20.30 Uhr für musikalische Unterstützung. Das Freiwilligenzentrum nebenan wird die Feier über die Türen geöffnet haben, damit sich Interessierte umsehen können.

Die Besucher können am 1. Alsfelder Boule-Open teilnehmen.

Studierte Germanistische Linguistik und Deutsch als Fremdsprache an der JLU in Gießen und ist seit Juni 2018 Volontärin bei Oberhessen-Live

Ein Gedanke zu “Zehn Jahre Engagement für Alsfeld

Comments are closed.